
Quelle: Georg Eble
WINDKRAFT OFFSHORE:
Windindustrie will China-Anteil bei Magneten senken
Das Bundeswirtschaftsministerium und die europäische Windindustrie haben eine Roadmap vorgelegt, um die Abhängigkeit von chinesischen Permanentmagneten zu verringern.
Die europäische Windindustrie hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Roadmap veröffentlicht,
die Wege aufzeigt, wie sich die derzeit fast vollständige Abhängigkeit von chinesischen Permanentmagneten in Windturbinen
reduzieren lässt. Die in Brüssel präsentierte Strategie soll die Versorgungssicherheit verbessern und bis 2035 die Hälfte
der verwendeten Magnete aus alternativen Quellen decken.
Permanentmagnetgeneratoren gelten als Schlüsseltechnologie für effiziente, kompakte und wartungsarme Windenergieanlagen, insbesondere im Offshore-Bereich. Derzeit stammen über 90 Prozent der verwendeten Permanentmagneten und der dafür benötigten seltenen Erden aus China. Laut Angaben der Industrie besteht hier dringender Handlungsbedarf.
Ziel der jetzt veröffentlichten Resilienz-Roadmap ist es, die Importabhängigkeit schrittweise zu verringern. Bis 2030 sollen mindestens 30 Prozent, bis 2035 mindestens 50 Prozent der eingesetzten Permanentmagneten aus resilienten, also nicht einseitig marktabhängigen Bezugsquellen stammen. Für seltene Erden strebt die Branche einen Anteil von 35 Prozent aus resilienter Herkunft bis 2030 an.

Die Roadmap wurde in einem partizipativen Prozess erarbeitet. Beteiligt waren neben dem BMWE unter anderem europäische Windturbinenhersteller, Zulieferunternehmen sowie die Verbände VDMA Power Systems, Bundesverband Windenergie (BWE), Bundesverband der Offshore-Windparkbetreiber (BWO), die Stiftung Offshore-Windenergie und Wind Europe.
Ministerium unterstützt Handelskontakte
Die Unternehmen identifizierten dafür drei Meilensteine: Bis Mitte 2025 sollen Absichtserklärungen mit alternativen Lieferanten vorliegen. Ende 2026 sind konkrete Abnahmeverträge vorgesehen. Bis Ende 2028 sollen erste Lieferungen starten, damit erste resilient ausgestattete Windkraftanlagen 2029 gebaut werden können.
Politisch flankiert werden die Maßnahmen unter anderem durch Förderinstrumente wie den Rohstofffonds, das Energieforschungsprogramm und Investitionsgarantien. Außerdem unterstützt das BMWE Unternehmen bei der Anbahnung internationaler Partnerschaften – beispielsweise mit Staaten wie Australien und Japan – und wirkt auf die EU-Regelsetzung im Rahmen des Critical Raw Materials Act (CRMA) und des Net Zero Industry Act (NZIA) ein.
Die Windindustrie betont, dass technologische Offenheit, Umsetzbarkeit und europäische Harmonisierung zentrale Kriterien für den Erfolg der Resilienzstrategie seien. Dazu gehört auch ein pragmatisches System zur Verifizierung der Herkunft von Permanentmagneten, etwa über digitale Produktpässe. Resilienz bedeute laut Roadmap nicht nur Diversifikation, sondern auch die Förderung von Wiederverwertung und Innovation. Diese sollen dazu beitragen, den Materialeinsatz insgesamt zu senken.
Die Roadmap dient laut Beteiligten nicht nur der Windindustrie selbst. Sie soll auch anderen Branchen mit vergleichbaren Abhängigkeiten als Blaupause für eigene Strategien dienen. Das BMWE signalisiert laut eigener Aussage die Bereitschaft, ähnliche Prozesse auch für weitere Schlüsselindustrien der Energiewende zu begleiten.
Die achtseitige Roadmap „Von der europäischen Windindustrie erarbeiteter Resilienz-Fahrplan für Permanentmagnete“ steht auf der Internetseite des BMWE zum Download bereit.
Permanentmagnetgeneratoren gelten als Schlüsseltechnologie für effiziente, kompakte und wartungsarme Windenergieanlagen, insbesondere im Offshore-Bereich. Derzeit stammen über 90 Prozent der verwendeten Permanentmagneten und der dafür benötigten seltenen Erden aus China. Laut Angaben der Industrie besteht hier dringender Handlungsbedarf.
Ziel der jetzt veröffentlichten Resilienz-Roadmap ist es, die Importabhängigkeit schrittweise zu verringern. Bis 2030 sollen mindestens 30 Prozent, bis 2035 mindestens 50 Prozent der eingesetzten Permanentmagneten aus resilienten, also nicht einseitig marktabhängigen Bezugsquellen stammen. Für seltene Erden strebt die Branche einen Anteil von 35 Prozent aus resilienter Herkunft bis 2030 an.

Zeitplan für die resilientere Versorgung mit Permanentmagneten in der EU
(zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: BMWE
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Quelle: BMWE
Die Roadmap wurde in einem partizipativen Prozess erarbeitet. Beteiligt waren neben dem BMWE unter anderem europäische Windturbinenhersteller, Zulieferunternehmen sowie die Verbände VDMA Power Systems, Bundesverband Windenergie (BWE), Bundesverband der Offshore-Windparkbetreiber (BWO), die Stiftung Offshore-Windenergie und Wind Europe.
Ministerium unterstützt Handelskontakte
Die Unternehmen identifizierten dafür drei Meilensteine: Bis Mitte 2025 sollen Absichtserklärungen mit alternativen Lieferanten vorliegen. Ende 2026 sind konkrete Abnahmeverträge vorgesehen. Bis Ende 2028 sollen erste Lieferungen starten, damit erste resilient ausgestattete Windkraftanlagen 2029 gebaut werden können.
Politisch flankiert werden die Maßnahmen unter anderem durch Förderinstrumente wie den Rohstofffonds, das Energieforschungsprogramm und Investitionsgarantien. Außerdem unterstützt das BMWE Unternehmen bei der Anbahnung internationaler Partnerschaften – beispielsweise mit Staaten wie Australien und Japan – und wirkt auf die EU-Regelsetzung im Rahmen des Critical Raw Materials Act (CRMA) und des Net Zero Industry Act (NZIA) ein.
Die Windindustrie betont, dass technologische Offenheit, Umsetzbarkeit und europäische Harmonisierung zentrale Kriterien für den Erfolg der Resilienzstrategie seien. Dazu gehört auch ein pragmatisches System zur Verifizierung der Herkunft von Permanentmagneten, etwa über digitale Produktpässe. Resilienz bedeute laut Roadmap nicht nur Diversifikation, sondern auch die Förderung von Wiederverwertung und Innovation. Diese sollen dazu beitragen, den Materialeinsatz insgesamt zu senken.
Die Roadmap dient laut Beteiligten nicht nur der Windindustrie selbst. Sie soll auch anderen Branchen mit vergleichbaren Abhängigkeiten als Blaupause für eigene Strategien dienen. Das BMWE signalisiert laut eigener Aussage die Bereitschaft, ähnliche Prozesse auch für weitere Schlüsselindustrien der Energiewende zu begleiten.
Die achtseitige Roadmap „Von der europäischen Windindustrie erarbeiteter Resilienz-Fahrplan für Permanentmagnete“ steht auf der Internetseite des BMWE zum Download bereit.

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Dienstag, 05.08.2025, 12:20 Uhr
Dienstag, 05.08.2025, 12:20 Uhr
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