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Enerige & Management > Wasserstoff - Wasserstoffpark Friesland soll Meerwasserleitung nutzen
Leitungssystem der Storag Etzel. Quelle: Storag Etzel GmbH
WASSERSTOFF:
Wasserstoffpark Friesland soll Meerwasserleitung nutzen
Der Wasserstoffpark Friesland nahe Wilhelmshaven soll über das Meerwasser-Leitungssystem der Storag Etzel mit Wasser versorgt werden. Jetzt ist der Vorvertrag unterzeichnet.
 
Der Kavernenbetreiber Storag Etzel und die Friesen Elektra Green Energy AG haben einen Vorvertrag zur Nutzung des bestehenden Meerwasser-Leitungssystems von Storag Etzel für den geplanten „Wasserstoffpark Friesland“ in Sande unterzeichnet. Die Vereinbarung konkretisiert eine frühere Absichtserklärung aus dem Jahr 2024 und schafft den rechtlichen und kommerziellen Rahmen für die künftige Zusammenarbeit, teilen die Unternehmen mit.

Geplant ist, das Meerwasser über bestehende Anlagen im Bereich der Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven zu entnehmen, zur etwa 30 Kilometer entfernten Elektrolyseanlage zu transportieren und dort zu entsalzen. So soll die saisonal unabhängige Wasserzufuhr für die bis zu 2.400 MW starke Elektrolysekapazität des Projekts langfristig sichergestellt werden. Der Wasserstoffpark soll auf einer rund 72 Hektar großen Fläche entlang der Autobahn A29 entstehen. 

Während der Projektentwicklung wurde die seit den 1970er Jahren bestehende Infrastruktur von Storag Etzel hinsichtlich ihrer Eignung für den Meerwassertransport technisch, wirtschaftlich und rechtlich geprüft. Beide Unternehmen bestätigen die grundsätzliche Verwendbarkeit der Anlagen.

„Zukünftige Wasserstoffdrehscheibe“

Gleichzeitig ist die mögliche Nutzung der Meerwasserleitung bereits in das Wasserkonzept eingeflossen, das dem aktuellen Vorentwurf des Bebauungsplans für den Wasserstoffpark Friesland zugrunde liegt. Neben Oberflächenwasser aus dem regionalen Entwässerungssystem wird Meerwasser damit als weitere Option zur nachhaltigen Wasserbereitstellung berücksichtigt.

„Mit unseren leistungsfähigen Leitungen können wir den Wasserstoffpark Friesland effizient und langfristig versorgen“, sagt Boris Richter, kaufmännischer Geschäftsführer der Storag Etzel. „Die Verbindung des Wasserstoffparks mit unserer Infrastruktur stärkt die Energieregion Wilhelmshaven als zukünftige Wasserstoffdrehscheibe in Deutschland – ein positives Signal für den Energy Hub – Port of Wilhelmshaven“.

Langfristig soll der Wasserstoffpark über mehrere Leitungen des geplanten Kernnetzes mit industriellen Abnehmern verbunden werden. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem die Kavernenspeicher der Storag Etzel, in denen nach Abschluss des Pilotprojekts H2CAST Etzel grüner Wasserstoff gespeichert werden soll
 

Katia Meyer-Tien
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