Quelle: Jonas Rosenberger
STROMNETZ:
Nun offiziell: Staat steigt bei Tennet Germany ein
Lange wurde verhandelt und spekuliert, nun gibt Tennet eine Einigung mit der Bundesregierung bekannt.
Laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat die Staatsbank KfW am 3. Februar im Auftrag der Bundesregierung den Vertrag zum
Erwerb eines Anteils von 25,1 Prozent unterzeichnet. Dafür investiert der Bund rund 3,3 Milliarden Euro. Die niederländische
Tennet gab die Vereinbarung bekannt. Mit über 14.000 Trassenkilometern betreibt Tennet Germany, offiziell Tennet TSO GmbH mit Sitz in Bayreuth, das größte deutsche Strom-Übertragungsnetz.
Tennet ist ein staatliches Unternehmen der Niederlande und betreibt in Deutschland und den Niederlanden Übertragungsnetze für Strom. Mit dieser Minderheitsbeteiligung werde der Bund gemäß seiner Anteile Einflussmöglichkeiten auf den ÜNB erhalten. Neben Mitbestimmungsrechten in Bezug auf die Geschäftsführung und den Geschäftsplan des Unternehmens, kann der Bund beispielsweise stimmberechtigte Vertreterinnen und Vertreter in das Gesellschafter- und Aufsichtsgremium entsenden.
Zufriedene Partner
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kommentierte: „Der Einstieg des Bundes bei Tennet trägt dazu bei, den milliardenschweren Kapitalbedarf in den kommenden Jahren abzusichern.“ Diese Investition in die Infrastruktur der Zukunft stärke den Standort Deutschland, sagte Reiche.
Der KfW-Vorstandsvorsitzende Stefan Wintels nannte die Beteiligung „einen Meilenstein für Versorgungssicherheit und Resilienz der deutschen und europäischen Energieinfrastruktur“. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte bereits in seiner Sitzung am 16. Januar die entsprechenden Haushaltsmittel entsperrt und so den Weg für die Unterzeichnung freigemacht.
Der Bund sichert dabei durch eine Risikoübernahme den Anteilserwerb durch die KfW und die zugesagten Kapitaleinlagen ab, ohne dass dafür Mittel aus dem Bundeshaushalt abfließen. Die Refinanzierungs- und Verwaltungskosten der KfW dagegen werden aus dem Bundeshaushalt getragen. Die Angemessenheit des Kaufpreises wurde unter anderem durch die Einholung zweier sogenannter Fairness Opinions geprüft, so das BMWE.
Lange Verhandlungen abgeschlossen
Im September 2025 hatte die niederländische Regierung bekannt gegeben, dass der norwegische Staatsfonds Norges, der niederländische Pensionsfonds APG sowie der singapurische Staatsfonds GIC bis 2029 Anteile in Höhe von insgesamt bis zu 46 Prozent an Tennet Germany erwerben wollen. Die privaten Investoren haben ebenfalls Kapitaleinlagen von bis zu 9,5 Milliarden Euro zugesagt. Der Bund wird seinen Anteil zur gleichen Kaufpreis-Bewertung erwerben wie die Mitinvestoren. Ein Anteil von 28,9 Prozent verbleibt bei der niederländischen Tennet Holding.
Wie bei Unternehmensbeteiligungen üblich, müssen nun noch regulatorische Genehmigungen eingeholt werden, um den Erwerb der Tennet Germany Anteile vollziehen zu können. Mit diesem Schritt wird derzeit spätestens im dritten Quartal 2026 gerechnet. Neben den bereits bestehenden Beteiligungen des Bundes über die KfW an 50 Hertz (20 Prozent) und Transnet BW (24,95 Prozent) wäre der Bund dann an drei der vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber beteiligt.
Mit der neuen Eigentümerstruktur will Tennet nach eigenen Angaben die Finanzierung des Netzausbaus langfristig absichern. Der Ausbau der Stromnetze gilt als zentrale Voraussetzung für die Energiewende und verursacht Investitionen in Milliardenhöhe.
Tennet ist ein staatliches Unternehmen der Niederlande und betreibt in Deutschland und den Niederlanden Übertragungsnetze für Strom. Mit dieser Minderheitsbeteiligung werde der Bund gemäß seiner Anteile Einflussmöglichkeiten auf den ÜNB erhalten. Neben Mitbestimmungsrechten in Bezug auf die Geschäftsführung und den Geschäftsplan des Unternehmens, kann der Bund beispielsweise stimmberechtigte Vertreterinnen und Vertreter in das Gesellschafter- und Aufsichtsgremium entsenden.
Zufriedene Partner
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kommentierte: „Der Einstieg des Bundes bei Tennet trägt dazu bei, den milliardenschweren Kapitalbedarf in den kommenden Jahren abzusichern.“ Diese Investition in die Infrastruktur der Zukunft stärke den Standort Deutschland, sagte Reiche.
Der KfW-Vorstandsvorsitzende Stefan Wintels nannte die Beteiligung „einen Meilenstein für Versorgungssicherheit und Resilienz der deutschen und europäischen Energieinfrastruktur“. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte bereits in seiner Sitzung am 16. Januar die entsprechenden Haushaltsmittel entsperrt und so den Weg für die Unterzeichnung freigemacht.
Der Bund sichert dabei durch eine Risikoübernahme den Anteilserwerb durch die KfW und die zugesagten Kapitaleinlagen ab, ohne dass dafür Mittel aus dem Bundeshaushalt abfließen. Die Refinanzierungs- und Verwaltungskosten der KfW dagegen werden aus dem Bundeshaushalt getragen. Die Angemessenheit des Kaufpreises wurde unter anderem durch die Einholung zweier sogenannter Fairness Opinions geprüft, so das BMWE.
Lange Verhandlungen abgeschlossen
Im September 2025 hatte die niederländische Regierung bekannt gegeben, dass der norwegische Staatsfonds Norges, der niederländische Pensionsfonds APG sowie der singapurische Staatsfonds GIC bis 2029 Anteile in Höhe von insgesamt bis zu 46 Prozent an Tennet Germany erwerben wollen. Die privaten Investoren haben ebenfalls Kapitaleinlagen von bis zu 9,5 Milliarden Euro zugesagt. Der Bund wird seinen Anteil zur gleichen Kaufpreis-Bewertung erwerben wie die Mitinvestoren. Ein Anteil von 28,9 Prozent verbleibt bei der niederländischen Tennet Holding.
Wie bei Unternehmensbeteiligungen üblich, müssen nun noch regulatorische Genehmigungen eingeholt werden, um den Erwerb der Tennet Germany Anteile vollziehen zu können. Mit diesem Schritt wird derzeit spätestens im dritten Quartal 2026 gerechnet. Neben den bereits bestehenden Beteiligungen des Bundes über die KfW an 50 Hertz (20 Prozent) und Transnet BW (24,95 Prozent) wäre der Bund dann an drei der vier deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber beteiligt.
Mit der neuen Eigentümerstruktur will Tennet nach eigenen Angaben die Finanzierung des Netzausbaus langfristig absichern. Der Ausbau der Stromnetze gilt als zentrale Voraussetzung für die Energiewende und verursacht Investitionen in Milliardenhöhe.
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 03.02.2026, 16:00 Uhr
Dienstag, 03.02.2026, 16:00 Uhr
Mehr zum Thema
teilen
teilen
teilen
teilen
Im Untergrund technisch auf der Höhe