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Enerige & Management > Stromnetz - Neue Erdkabeltrasse im Landkreis Dachau am Netz
Egon Leo Westphal, CEO Bayernwerk AG (5. von links) mit Projektbeteiligten und Vertretern der Politik. Quelle: Bayernwerk
STROMNETZ:
Neue Erdkabeltrasse im Landkreis Dachau am Netz
In Oberbayern ist die neue Hochspannungsleitung der Bayernwerk Netz in Betrieb gegangen.
 
„Obwohl zu unseren Füßen der Strom fließt, ist in der Landschaft selbst so gut wie nichts zu sehen“, zeigt sich Bayernwerk-CEO Egon Leo Westphal zufrieden mit dem Abschluss des bislang größten Erdkabelprojektes der Netztochter: Im oberbayerischen Markt Indersdorf (Landkreis Dachau) hat die Bayernwerk Netz ihre neue 110-kV-Hochspannungsleitung in Betrieb genommen. Die 18 Kilometer lange Trasse verbindet das Umspannwerk bei Kleinschwabhausen mit dem Anschlusspunkt an das Tennet-Hochspannungsnetz in Oberbachern. 

Die Planungen für das Projekt hatten 2016 begonnen, als klar wurde, dass angesichts der Zunahme an dezentralen Erzeugern wie Photovoltaikanlagen die Netzkapazitäten in der Region langfristig nicht ausreichen würden. Nach Unternehmensangaben ist die installierte Leistung im nördlichen Landkreis Dachau in den vergangenen zehn Jahren um 120 Prozent auf mehr als 143 MW gestiegen.

Der symbolische Spatenstich erfolgte im Mai 2024. 16 Monaten Bauzeit später ist die Leitung nun in Betrieb und transportiert die lokal erzeugte Energie aus mehr als 4.100 Photovoltaikanlagen in den Großraum München. Die Kosten für das Projekt beziffert Bayernwerk Netz auf etwa 40 Millionen Euro.

Die Trasse verläuft durch die Gemeinden Markt Indersdorf, Schwabhausen und Bergkirchen. Für den Bau wurden bis zu 1,8 Meter tiefe Gräben, meist offen, ausgehoben, Bahntrassen und Straßen hingegen unterquert. Im wasserreichen Glonntal kam das Pflugverfahren zum Einsatz, bei dem die Leerrohre direkt in den Boden eingezogen wurden (wir berichteten). 

Das Vorhaben ist Teil eines größeren Investitionsprogramms: Bayernwerk Netz plant, bis 2030 rund 6,2 Milliarden Euro in den Aus- und Umbau des Stromnetzes zu investieren, darunter 1.000 Kilometer neue Hochspannungsleitungen und 300 Umspannwerke.
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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Montag, 08.12.2025, 11:01 Uhr

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