Quelle: Shutterstock / Wojciech Wrzesien
GAS:
EU riskiert neue Abhängigkeit
Laut IEEFA könnte die EU bis 2030 bis zu 80 Prozent ihres LNG aus den USA beziehen – mit erheblichen Risiken für Versorgungssicherheit und Klimaziele.
Neue Abhängigkeit statt Diversifizierung: Bis 2030 könnten bis zu 80 Prozent aller EU-Importe von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA kommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht
des US-Forschungsinstituts IEEFA (Institute for Energy Economics and Financial Analysis).
Der Analyse zufolge haben sich die LNG-Importe der EU aus den USA seit 2021 fast vervierfacht – von 21 auf 81 Milliarden Kubikmeter (bcm). Damit kamen 2025 rund 57 Prozent der LNG-Importe der EU aus den USA. Für 2030 rechnet IEEFA mit bis zu 115 bcm, was einem Anteil von 75 bis 80 Prozent an den LNG-Importen entsprechen würde. Damit könnte der Gesamtanteil der USA an allen Gas- und LNG-Importen der EU bis 2030 auf 40 Prozent steigen – nach 27 Prozent im Jahr 2025.
Das 2025 geschlossene Energieabkommen zwischen der EU und den USA sieht vor, dass die EU bis 2028 Energie im Wert von 750 Milliarden US-Dollar aus den Vereinigten Staaten abnimmt. Nach Berechnungen des IEEFA ließen sich mit demselben Betrag rund 546.000 MW Solar- und Windleistung installieren.
Dieser Trend steht im Widerspruch zu den Zielen der EU, ihre Energieversorgung zu diversifizieren und die Gasnachfrage zu reduzieren. Die hohe Abhängigkeit von US-LNG birgt aus Sicht der Studienautoren geopolitische Risiken und könnte die Umsetzung des European Green Deal, mit dem die Klimaneutralität erreicht werden soll, gefährden. Zwar habe die EU ihre Gasimporte aus Russland zwischen 2021 und 2025 um 75 Prozent reduziert, doch der Ersatz durch langlaufende US-Verträge könne neue strukturelle Abhängigkeiten schaffen.
Die größten Abnehmerstaaten für US-LNG in der EU waren zuletzt die Niederlande, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland. Diese fünf Länder vereinigten 2025 drei Viertel der gesamten US-LNG-Importe innerhalb der Union auf sich.
Der Analyse zufolge haben sich die LNG-Importe der EU aus den USA seit 2021 fast vervierfacht – von 21 auf 81 Milliarden Kubikmeter (bcm). Damit kamen 2025 rund 57 Prozent der LNG-Importe der EU aus den USA. Für 2030 rechnet IEEFA mit bis zu 115 bcm, was einem Anteil von 75 bis 80 Prozent an den LNG-Importen entsprechen würde. Damit könnte der Gesamtanteil der USA an allen Gas- und LNG-Importen der EU bis 2030 auf 40 Prozent steigen – nach 27 Prozent im Jahr 2025.
Das 2025 geschlossene Energieabkommen zwischen der EU und den USA sieht vor, dass die EU bis 2028 Energie im Wert von 750 Milliarden US-Dollar aus den Vereinigten Staaten abnimmt. Nach Berechnungen des IEEFA ließen sich mit demselben Betrag rund 546.000 MW Solar- und Windleistung installieren.
Dieser Trend steht im Widerspruch zu den Zielen der EU, ihre Energieversorgung zu diversifizieren und die Gasnachfrage zu reduzieren. Die hohe Abhängigkeit von US-LNG birgt aus Sicht der Studienautoren geopolitische Risiken und könnte die Umsetzung des European Green Deal, mit dem die Klimaneutralität erreicht werden soll, gefährden. Zwar habe die EU ihre Gasimporte aus Russland zwischen 2021 und 2025 um 75 Prozent reduziert, doch der Ersatz durch langlaufende US-Verträge könne neue strukturelle Abhängigkeiten schaffen.
Die größten Abnehmerstaaten für US-LNG in der EU waren zuletzt die Niederlande, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland. Diese fünf Länder vereinigten 2025 drei Viertel der gesamten US-LNG-Importe innerhalb der Union auf sich.
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 19.01.2026, 12:42 Uhr
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