• US-Zölle sorgen für Preisabgaben
  • Solarverband kritisiert Fußball-Klub für Wahl des Modulherstellers
  • Regas fragt LNG-Bedarf für Mukran-Terminal ab
  • EU-Kommission muss Klimaziel für 2040 vielleicht abschwächen
  • Umfrage sieht Atomkraftbefürworter vorn
  • Süwag produziert ungewöhnliche Erklärvideos fürs Netz
  • Grüner Wasserstoff als „riskante Wette“
  • BP-Verwaltungsratschef zieht Konsequenzen aus Schwenk
  • Ambergs Versorger kauft insolvente Baufirma und hat große Pläne
  • PNE erhält Genehmigung für fast 61 MW Windkraftleistung
Enerige & Management > Klimaschutz - Wirtschaft gründet Carbon-Management-Initiative
Quelle: Shutterstock / Thanadon88
KLIMASCHUTZ:
Wirtschaft gründet Carbon-Management-Initiative
Führende Unternehmen der Gas- und Wasserstoffwirtschaft haben die Deutsche Carbon Management Initiative gegründet. Sie soll Carbon Capture, Utilization and Storage (CCU/CCS) fördern.
 
Am 17. März startete die Deutsche Carbon Management Initiative. Das Bündnis von Unternehmen der Gas- und Wasserstoffwirtschaft will damit die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/CCS) vorantreiben. Die Initiative fordert politische Rahmenbedingungen für eine effiziente CO2-Infrastruktur sowie emissionsarme Industrieprozesse und Wasserstoffproduktion.

Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, nennt Carbon Management einen zentralen Baustein zur Dekarbonisierung der Industrie. „Schwer vermeidbare Emissionen müssen reduziert werden, um Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, sagte er.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören Sefe, OGE, Gasunie, Uniper und Höegh Evi. Sie bringen Erfahrungen in Infrastruktur, Handel und Speicherung ein. Die Initiative will eine CO2-Wertschöpfungskette in Deutschland etablieren – von der Abscheidung über den Transport bis zur geologischen Speicherung oder Nutzung. Dabei sollen auch die öffentliche Akzeptanz für CCU/CCS gestärkt und regulatorische Hürden abgebaut werden.

Deutschen Rahmen definieren

Länder wie Norwegen, Dänemark und die Niederlande setzten bereits Carbon-Management-Programme um, so die Initiative. In Deutschland fehle dafür noch ein einheitlicher rechtlicher Rahmen. Die Initiative plant daher eine Plattform für den Austausch mit Politik, Wissenschaft und Umweltverbänden.

„CO2-Abscheidung, Speicherung und Nutzung sind notwendig, um Klimaziele zu erreichen und die energieintensive Industrie zu erhalten“, betonte Kehler. Die Initiative wolle die politischen Prozesse aktiv begleiten. Trägerorganisation ist Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, die operative Umsetzung übernimmt die GW Wirtschafts GmbH. Geplant sind eine Informationsplattform und Best-Practice-Beispiele.

Die Webseite der Deutschen Carbon Management Initiative  ist bereits online.
 
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
+49 (0) 151 28207503
eMail
facebook
© 2025 Energie & Management GmbH
Montag, 17.03.2025, 17:18 Uhr

Mehr zum Thema