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Enerige & Management > Stromnetz - Weiterer Abschnitt des Südostlinks genehmigt
Quelle: E&M / Katia Meyer-Tien
STROMNETZ:
Weiterer Abschnitt des Südostlinks genehmigt
Weitere 95 Kilometer des Südostlinks wurden von der Bundesnetzagentur genehmigt. Diese verlaufen als Gleichstrom-Erdkabel von Sachsen-Anhalt über Sachsen nach Thüringen.
 
Die Bundesnetzagentur hat das siebte Planfeststellungsverfahren für den Südostlink beendet. Der Abschnitt A2 verläuft von Könnern in Sachsen-Anhalt durch Sachsen nach Eisenberg im Norden Thüringens. Mit dem Beschluss hat die Bundesnetzagentur weitere 95 Kilometer des Südostlink genehmigt. Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz verlegt den Leitungsneubau auf der gesamten Strecke als Erdkabel. Damit sind rund 400 Kilometer des etwa 540 Kilometer langen Südostlink zugelassen.

Vor den eigentlichen Bauarbeiten wurden im Bereich des zukünftigen Trassenverlaufs archäologische Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche wichtige Funde gemacht. Die Bundesnetzagentur hatte seit Januar 2024 mehrere Anträge auf vorzeitigen Baubeginn in diesem Abschnitt genehmigt.

Dadurch konnte der Vorhabenträger 50 Hertz bereits mit ersten Bauarbeiten beginnen. Beispielsweise wurden zum Teil bereits Straßen und Fließgewässer im geschlossenen Verfahren unterquert. Mit diesem können die Leitungen durch Rohre unterirdisch verlegt werden. Auch mit Fällungen und der Errichtung der Kabelmonitoringstation in Zöschen (Sachsen-Anhalt) konnte der Vorhabenträger bereits beginnen.

Wichtige Hauptachse der Energiewende

Das Projekt Südostlink besteht aus dem Netzausbau-Vorhaben 5 und einem Teil von Vorhaben 5a. Die Vorhaben verfügen über je 2.000 MW Übertragungsleistung und eine Spannung von 525 kV. Das Vorhaben 5 verbindet die beiden Umspannwerke Wolmirstedt und Isar. Das Vorhaben 5a verläuft vom Landkreis Ludwigslust-Parchim zum Umspannwerk Isar. Ab Höhe des Landkreises Börde verlaufen beide Vorhaben parallel.

Der Südostlink transportiert zukünftig Hochspannungs-Gleichstrom von Nordostdeutschland nach Bayern. Vorhaben 5 soll 2027, Vorhaben 5a im Jahr 2030 ans Netz gehen. Verantwortlich für Planung, Bau und Betrieb des Südostlink sind die beiden Übertragungsnetzbetreiber Tennet und 50 Hertz.

Die Trasse beginnt in Sachsen-Anhalt an der Grenze zwischen dem Salzland­kreis im Norden und dem Saale­kreis im Süden, südöstlich von Könnern. Von dort verläuft sie in süd­östlicher Richtung und folgt dabei der A14. Nord­östlich von Halle (Saale) verlässt die Trasse die Bündelung mit der Autobahn, schwenkt weiter nach Osten und umgeht das Stadt­gebiet weiträumig. Sie umgeht den Raßnitzer See östlich und nimmt an der Grenze des Landkreises Leipzig die Bündelung mit der A9 auf. Im weiteren Verlauf orientiert sich die Trasse weiterhin an der A9.

Östlich von Weißenfels verläuft die Trasse zwischen Zörbitz im Westen und Granschütz im Osten und quert im Anschluss die B 91, nordwestlich von Dippelsdorf. Westlich der Ortschaft Nessa bindet die Trasse wieder an die A9 an. Weiter südlich umgeht die Trasse Krausch­witz westlich. Bis zur Landes­grenze passiert die Trasse die Gemeinde Meineweh westlich sowie Weickelsdorf östlich. Der Abschnitt endet nord­östlich der Stadt Eisenberg, östlich des Heidelander Ortsteils Königshofen in Thüringen.
 
Verlauf des genehmigten Südostlinks von Könnern bis Eisenberg
(zur Vollansicht bitte auf das PDF klicken)
Quelle: Bundesnetzagentur

Der Planfeststellungsbeschluss für Vorhaben 5a-a2  steht ab 31. März 2025 im Internet bereit.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Dienstag, 18.03.2025, 13:36 Uhr

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