Quelle: Pixabay / Alex Csiki
PHOTOVOLTAIK:
Verband: PV spart bis zu 270 Milliarden Euro Kosten
Die rund sechs Millionen Solarstromanlagen in Deutschland haben laut Bundesverband Solarwirtschaft seit 2020 fossile Energieimporte und Klimafolgen in Milliardenhöhe vermieden.
Nach Berechnungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) haben die in Deutschland installierten Photovoltaikanlagen
zwischen 2020 und 2025 einen volkswirtschaftlichen Nutzen in dreistelliger Milliardenhöhe erzielt. Demnach ersetzte Solarstrom
fossile Energieimporte im Wert von rund 20 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurden laut Schätzungen Klimaschadenskosten von bis
zu 250 Milliarden Euro vermieden.
Grundlage der Berechnungen ist die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen in den vergangenen sechs Jahren. Nach Angaben des Verbandes erzeugten die Anlagen in diesem Zeitraum knapp 390 Milliarden kWh Strom. Diese Strommenge habe vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke verdrängt und damit sowohl den Bedarf an fossilen Brennstoffimporten als auch die Treibhausgas-Emissionen reduziert.
Treibhausgase vermieden
Der Verband verweist dabei auf Daten des Umweltbundesamtes (UBA). Demnach wurden durch die Nutzung von Solarstrom in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren 500 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden. Mehr als die Hälfte davon entfiel laut den Angaben auf die Jahre 2020 bis 2025. In diesem Zeitraum seien 270 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart worden.
Auf Basis von Schätzungen des UBA beziffert der BSW-Solar die daraus resultierenden vermiedenen Klimaschadenskosten auf bis zu 250 Milliarden Euro. Die Berechnung berücksichtigt laut Verband die Auswirkungen auf heutige und künftige Generationen gleichermaßen.
Zusätzlich habe die Photovoltaik die Ausgaben für Energieimporte gesenkt. Der Wert der vermiedenen Importe summiere sich nach Schätzungen des Verbandes allein in den vergangenen sechs Jahren auf mehr als 20 Milliarden Euro.
Wirtschaftsfaktor für Deutschland
Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, sieht darin einen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität. Solarstrom schütze nicht nur das Klima, sondern stärke auch den Wirtschaftsstandort Deutschland, erklärte er. Jede neue Solaranlage reduziere die Abhängigkeit von Energieimporten und erhöhe die Widerstandsfähigkeit der Strompreise gegenüber geopolitischen Krisen. Die Photovoltaik habe sich insbesondere in Verbindung mit Batteriespeichern zu einem wichtigen Baustein für Versorgungssicherheit und Energiesouveränität entwickelt.
Auch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Fraunhofer ISE) mit Sitz in Freiburg verweist auf die Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Leonhard Gandhi, Leiter der Plattform Energy-Charts beim Fraunhofer ISE, erklärte, der starke Ausbau der Photovoltaik seit 2022 habe dazu beigetragen, die Auswirkungen steigender Erdgaspreise auf den Börsenstrompreis abzumildern. Gleichzeitig betonte er, dass der Ausbau der Erneuerbaren insgesamt noch nicht ausreiche, um Deutschland deutlich unabhängiger von geopolitischen Krisen zu machen.
PV-Förderung beibehalten
Direkt vor der Fachmesse Intersolar fordert der BSW-Solar deshalb, den Ausbau von Solarenergie und Speichern weiter voranzutreiben. Nach Angaben des Verbandes beschäftigt die deutsche Solar- und Speicherbranche inzwischen rund 120.000 Menschen und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 30 Milliarden Euro.
Unterstützung erhält dieser Kurs laut einer aktuellen Yougov-Umfrage auch aus der Bevölkerung. Demnach sprechen sich rund 70 Prozent der Befragten dafür aus, die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieimporten durch einen stärkeren Ausbau Regenerativer und von Speichertechnologien weiter zu verringern.
Auch die bayerische Staatsregierung sieht die vom Bund geplante Streichung der Einspeisevergütung für Dach-Solaranlagen kritisch. „Bei einer abrupten Streichung könnten die Ausbauzahlen der PV-Aufdachanlagen in Bayern deutlich zurückgehen“,
heißt es in einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der oppositionellen Grünen im Landtag.
Gleichwohl widerspreche ein Festhalten an der Einspeisevergütung dem Ziel, die PV stärker in den Markt zu integrieren. „Stattdessen sollte ein schrittweises Vorgehen verfolgt werden, das die Systemintegration stärkt, ohne den Zubau
auszubremsen“, so das von Hubert Aiwanger (Freie Wähler) geführte Landesministerium.
Grundlage der Berechnungen ist die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen in den vergangenen sechs Jahren. Nach Angaben des Verbandes erzeugten die Anlagen in diesem Zeitraum knapp 390 Milliarden kWh Strom. Diese Strommenge habe vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke verdrängt und damit sowohl den Bedarf an fossilen Brennstoffimporten als auch die Treibhausgas-Emissionen reduziert.
Treibhausgase vermieden
Der Verband verweist dabei auf Daten des Umweltbundesamtes (UBA). Demnach wurden durch die Nutzung von Solarstrom in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren 500 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden. Mehr als die Hälfte davon entfiel laut den Angaben auf die Jahre 2020 bis 2025. In diesem Zeitraum seien 270 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart worden.
Auf Basis von Schätzungen des UBA beziffert der BSW-Solar die daraus resultierenden vermiedenen Klimaschadenskosten auf bis zu 250 Milliarden Euro. Die Berechnung berücksichtigt laut Verband die Auswirkungen auf heutige und künftige Generationen gleichermaßen.
Zusätzlich habe die Photovoltaik die Ausgaben für Energieimporte gesenkt. Der Wert der vermiedenen Importe summiere sich nach Schätzungen des Verbandes allein in den vergangenen sechs Jahren auf mehr als 20 Milliarden Euro.
Wirtschaftsfaktor für Deutschland
Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, sieht darin einen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität. Solarstrom schütze nicht nur das Klima, sondern stärke auch den Wirtschaftsstandort Deutschland, erklärte er. Jede neue Solaranlage reduziere die Abhängigkeit von Energieimporten und erhöhe die Widerstandsfähigkeit der Strompreise gegenüber geopolitischen Krisen. Die Photovoltaik habe sich insbesondere in Verbindung mit Batteriespeichern zu einem wichtigen Baustein für Versorgungssicherheit und Energiesouveränität entwickelt.
Auch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Fraunhofer ISE) mit Sitz in Freiburg verweist auf die Bedeutung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Leonhard Gandhi, Leiter der Plattform Energy-Charts beim Fraunhofer ISE, erklärte, der starke Ausbau der Photovoltaik seit 2022 habe dazu beigetragen, die Auswirkungen steigender Erdgaspreise auf den Börsenstrompreis abzumildern. Gleichzeitig betonte er, dass der Ausbau der Erneuerbaren insgesamt noch nicht ausreiche, um Deutschland deutlich unabhängiger von geopolitischen Krisen zu machen.
PV-Förderung beibehalten
Direkt vor der Fachmesse Intersolar fordert der BSW-Solar deshalb, den Ausbau von Solarenergie und Speichern weiter voranzutreiben. Nach Angaben des Verbandes beschäftigt die deutsche Solar- und Speicherbranche inzwischen rund 120.000 Menschen und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 30 Milliarden Euro.
Unterstützung erhält dieser Kurs laut einer aktuellen Yougov-Umfrage auch aus der Bevölkerung. Demnach sprechen sich rund 70 Prozent der Befragten dafür aus, die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieimporten durch einen stärkeren Ausbau Regenerativer und von Speichertechnologien weiter zu verringern.
Auch die bayerische Staatsregierung sieht die vom Bund geplante Streichung der Einspeisevergütung für Dach-Solaranlagen kritisch. „Bei einer abrupten Streichung könnten die Ausbauzahlen der PV-Aufdachanlagen in Bayern deutlich zurückgehen“,
heißt es in einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der oppositionellen Grünen im Landtag.
Gleichwohl widerspreche ein Festhalten an der Einspeisevergütung dem Ziel, die PV stärker in den Markt zu integrieren. „Stattdessen sollte ein schrittweises Vorgehen verfolgt werden, das die Systemintegration stärkt, ohne den Zubau
auszubremsen“, so das von Hubert Aiwanger (Freie Wähler) geführte Landesministerium.
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Montag, 22.06.2026, 10:47 Uhr
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