
Quelle: Pixabay / Jörn Heller
POLITIK:
Verbände fordern bezahlbare Wärmewende für alle
Ein breites Bündnis aus Wirtschafts-, Sozial- und Umweltverbänden fordert die Bundesregierung auf, am aktuellen Heizungsgesetz (GEG) festzuhalten. Der BNE ist auch dabei.
Ein Zusammenschluss aus 21 Wirtschafts-, Sozial- und Umweltverbänden setzt sich für die Fortführung der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes
(GEG) ein. Das Bündnis fordert, dass neue Heizungen weiterhin überwiegend mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen,
um langfristige fossile Abhängigkeiten zu vermeiden. Zudem müsse die Förderung so gestaltet sein, dass alle Haushalte den
Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme bewältigen können.
„Das GEG schafft Planungssicherheit für Kommunen und Unternehmen, stärkt Innovationen und sorgt dafür, dass Heizen bezahlbar bleibt“, heißt es in dem gemeinsamen Appell. Zu den Unterzeichnenden gehören unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE).
Wasserstoff und Erdgas ohne Zukunft
Besonders kritisch sehen die Organisationen die Diskussion um den Einsatz von Wasserstoff oder Biomethan in Gasheizungen. Laut dem Bündnis werden Verbraucherinnen und Verbraucher dadurch höheren Kosten und Unsicherheiten ausgesetzt. Zudem sprechen sich die Verbände dafür aus, an den bestehenden Fristen der kommunalen Wärmeplanung festzuhalten.
Patrick Rohde, stellvertretender Geschäftsführer Politik beim BUND, warnt vor neuen fossilen Abhängigkeiten: „Ohne die geltenden Leitplanken würde teuren und klimaschädlichen Scheinlösungen wie Wasserstoff-Heizungen Tür und Tor geöffnet.“
Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, ergänzt: „Wir brauchen eine soziale Wärmewende, die sozial gestaffelte Förderung, wirksamen Mieterschutz und gezielte Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen umfasst.“ Eine im Februar veröffentlichte Studie des Öko-Instituts und des Sozialverbandes (wir berichteten) belege, dass das GEG CO2-Emissionen gezielter und gerechter senken kann als eine reine Marktregulierung über den CO2-Preis, so Rock.
Seit 2023 mehr als eine Million neue Gasheizungen
Laut Tanja Loitz, Geschäftsführerin von CO2-online, entscheiden sich trotz steigender Kosten weiterhin viele Hauseigentümer für Gasheizungen – allein in den jüngsten zwei Jahren wurden merhr als 1,2 Millionen neue Anlagen installiert. Doch die Rahmenbedingungen verschärften sich. Der Verbändeappell: „Durch den steigenden CO2-Preis, zunehmende Netzentgelte und gesetzliche Einschränkungen wird das Heizen mit Gas deutlich teurer. Erneuerbare Energien und energetische Sanierung sind die beste Absicherung gegen hohe Heizkosten.“
Auch der Geschäftsführer des BNE, Robert Busch, betont die Bedeutung des GEG: „Es reduziert mit erneuerbarer Freiheitsenergie unsere Abhängigkeit von Erdgas- und Erdölimporten und stärkt damit unsere Resilienz.“ Das Bündnis fordert die Bundesregierung auf, ein klares Signal für die Wärmewende zu senden und die bestehende Regelung nicht aufzuweichen.
Der Verbändeappell zur Wärmewende steht im Internet bereit.
„Das GEG schafft Planungssicherheit für Kommunen und Unternehmen, stärkt Innovationen und sorgt dafür, dass Heizen bezahlbar bleibt“, heißt es in dem gemeinsamen Appell. Zu den Unterzeichnenden gehören unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Greenpeace, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE).
Wasserstoff und Erdgas ohne Zukunft
Besonders kritisch sehen die Organisationen die Diskussion um den Einsatz von Wasserstoff oder Biomethan in Gasheizungen. Laut dem Bündnis werden Verbraucherinnen und Verbraucher dadurch höheren Kosten und Unsicherheiten ausgesetzt. Zudem sprechen sich die Verbände dafür aus, an den bestehenden Fristen der kommunalen Wärmeplanung festzuhalten.
Patrick Rohde, stellvertretender Geschäftsführer Politik beim BUND, warnt vor neuen fossilen Abhängigkeiten: „Ohne die geltenden Leitplanken würde teuren und klimaschädlichen Scheinlösungen wie Wasserstoff-Heizungen Tür und Tor geöffnet.“
Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, ergänzt: „Wir brauchen eine soziale Wärmewende, die sozial gestaffelte Förderung, wirksamen Mieterschutz und gezielte Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen umfasst.“ Eine im Februar veröffentlichte Studie des Öko-Instituts und des Sozialverbandes (wir berichteten) belege, dass das GEG CO2-Emissionen gezielter und gerechter senken kann als eine reine Marktregulierung über den CO2-Preis, so Rock.
Seit 2023 mehr als eine Million neue Gasheizungen
Laut Tanja Loitz, Geschäftsführerin von CO2-online, entscheiden sich trotz steigender Kosten weiterhin viele Hauseigentümer für Gasheizungen – allein in den jüngsten zwei Jahren wurden merhr als 1,2 Millionen neue Anlagen installiert. Doch die Rahmenbedingungen verschärften sich. Der Verbändeappell: „Durch den steigenden CO2-Preis, zunehmende Netzentgelte und gesetzliche Einschränkungen wird das Heizen mit Gas deutlich teurer. Erneuerbare Energien und energetische Sanierung sind die beste Absicherung gegen hohe Heizkosten.“
Auch der Geschäftsführer des BNE, Robert Busch, betont die Bedeutung des GEG: „Es reduziert mit erneuerbarer Freiheitsenergie unsere Abhängigkeit von Erdgas- und Erdölimporten und stärkt damit unsere Resilienz.“ Das Bündnis fordert die Bundesregierung auf, ein klares Signal für die Wärmewende zu senden und die bestehende Regelung nicht aufzuweichen.
Der Verbändeappell zur Wärmewende steht im Internet bereit.

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Donnerstag, 20.03.2025, 13:18 Uhr
Donnerstag, 20.03.2025, 13:18 Uhr
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