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Enerige & Management > Mobilität - VDA will leichteres Laden
Quelle: Pixabay / Larisa Koshkina
MOBILITÄT:
VDA will leichteres Laden
Zu teuer, zu kompliziert: Der VDA moniert das öffentliche Ladesystem in Deutschland. Und macht Vorschläge zur Verbesserung.
 
Ein unabhängiges Vergleichsportal für Ladetarife fordert der Verband der Automobilindustrie (VDA). So könnten Transparenz und Wahlmöglichkeiten für E-Autofahrende geschaffen und das Vertrauen in die Ladeinfrastruktur gestärkt werden, lässt sich VDA-Präsidentin Hildegard Müller in einer aktuellen Pressemitteilung zitieren.

Denn in Sachen Preistransparenz der öffentlichen Ladeinfrastruktur sieht der VDA Deutschland derzeit gar nicht gut aufgestellt. Über Orte, Anbieter und Tarife hinweg gebe es teils große Preisdifferenzen, die Preise reichten von circa 30 Cent pro kWh bis zu knapp 90 Cent und seien damit zwei bis drei Mal teurer als das Laden an der heimischen Steckdose, rechnet der VDA vor. Und bemängelt darüber hinaus, dass Verbraucherinnen und Verbraucher oft Verträge mit mehreren verschiedenen Anbietern abschließen müssen, um günstige Tarife überhaupt nutzen zu können. „Wir brauchen dringend Lösungen, die den Umstieg auf die Elektromobilität erleichtern – nicht erschweren. Aktuell ist das zu komplex – und für die gleiche Menge Strom teils das Dreifache zu zahlen, ist schlichtweg nicht tragbar“, sagt Müller.

Eine dieser Lösungen könnte dem VDA zufolge die Senkung der Stromnebenkosten, also der Netzentgelte, Steuern und Abgaben sein. „Eine Reduzierung der Stromsteuer auf den europäischen Mindestsatz wäre ein erster wichtiger Schritt, um die Kosten für die Verbraucher zu senken“, sagt Müller. Darüber hinaus seien ein bedarfsgerechter Netzausbau und Anreize für eine bessere Netzauslastung notwendig.

Neben dem Aufbau eines Vergleichsportals müsse auch die EU-Gebäude-Energierichtlinie EBPD im nationalen Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz verankert werden, um private Lademöglichkeiten zu fördern. Auch gelte es, durch eine hohe THG-Minderungsquote den Einsatz erneuerbarer Energien im Straßenverkehr zu stärken und gleichzeitig Potenziale zur Senkung der Stromkosten an öffentlichen Ladepunkten auszuschöpfen. 
Und: „Unnötige“ Stand- und Blockiergebühren sollen wegfallen, wenn es nach dem VDA geht: Konkret fordert der Verband die Erhebung von Blockiergebühren erst nach Abschluss des Ladevorgangs sowie keine Gebühren während der Nachtruhezeit in Wohngebieten. „Der Kunde darf nicht durch Gebühren zusätzlich belastet werden, die keine klare Funktion haben“, erklärt Müller.

Das vollständige Positionspapier „Bezahlbares Laden an öffentlicher Ladeinfrastruktur“  ist auf den Internetseite des VDA abrufbar.
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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