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Quelle: Shutterstock / James Suawa
GEOTHERMIE:
Tiefenwärme aus dem Schussental
Tiefengeothermie soll künftig zur Wärmeversorgung von Ravensburg und Weingarten beitragen. Die TWS haben jetzt die Aufsuchungserlaubnis bekommen.
Ein „hohes Potenzial für Geothermie“ sehen Experten in der Geologie des Schussentals. Dieses Potenzial will die „Die Erdwärmegesellschaft
Schussental mbH“ (EGS), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Technischen Werke Schussental (TWS), jetzt erschließen
und hat dafür vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg die Aufsuchungserlaubnis bekommen. Bis Ende 2029
darf die EGS nun in großen Teilen des TWS-Gasnetzgebietes die tiefengeothermischen Möglichkeiten ausloten.
Das Schussental liegt im Alpenvorland in der Region Bodensee-Oberschwaben. In den kommenden Jahren sollen dort zunächst Voruntersuchungen und Vermessungen durchgeführt und ein geeigneter Standort ermittelt werden. Dafür werden zunächst ältere 2D-Daten der geologischen Gegebenheiten vor Ort ausgewertet. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau und die EGS entscheiden dann, ob die Datengrundlage ausreichend ist für die angestrebten Bohrungen. Bei einem positiven Ergebnis könnten im nächsten Schritt – frühestens 2027 − die ersten Bohrungen erfolgen. Nach derzeitiger Planung würden sie bis in eine Tiefe von etwa 2.500 Metern reichen.
Erweisen sich die vorliegenden Daten als nicht ausreichend, soll − frühestens Anfang 2026 − eine genauere Betrachtung mittels 3D-Seismik erfolgen. „Dann fahren Messfahrzeuge das Gebiet flächendeckend ab und sammeln Daten. Anhand der Werte sind wir in der Lage, ein 3D-Modell des Untergrunds zu berechnen“, erklärt Miriam Sepke-Vogt, Projektmanagerin bei der EGS. Erst wenn der spätere Standort anhand der Daten ermittelt wurde, folgen weitere Untersuchungen wie eine Umweltverträglichkeitsprüfung.
Den Schwerpunkt bei der Suche nach einem geeigneten Ort für eine Bohrung will die EGS auf Ravensburg und Weingarten legen. „Die TWS baut in beiden Städten Wärmenetze auf und aus. Kann die EGS hier eine erfolgreiche Bohrung durchführen und heißes Wasser aus der Tiefe fördern, wird die Wärme- und Warmwasserversorgung der Wärmenetze klimaneutraler. Im Idealfall können wir die hohen Temperaturen direkt für die Wärmeversorgung nutzen“, sagt Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der TWS und der EGS, und ergänzt: „Die geothermische Erschließung eines Gebietes dauert Jahre. Wir lassen keine Zeit nutzlos verstreichen und bleiben mit Folgeanträgen, auch für Fördermittel, dran.“
Das Schussental liegt im Alpenvorland in der Region Bodensee-Oberschwaben. In den kommenden Jahren sollen dort zunächst Voruntersuchungen und Vermessungen durchgeführt und ein geeigneter Standort ermittelt werden. Dafür werden zunächst ältere 2D-Daten der geologischen Gegebenheiten vor Ort ausgewertet. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau und die EGS entscheiden dann, ob die Datengrundlage ausreichend ist für die angestrebten Bohrungen. Bei einem positiven Ergebnis könnten im nächsten Schritt – frühestens 2027 − die ersten Bohrungen erfolgen. Nach derzeitiger Planung würden sie bis in eine Tiefe von etwa 2.500 Metern reichen.
Erweisen sich die vorliegenden Daten als nicht ausreichend, soll − frühestens Anfang 2026 − eine genauere Betrachtung mittels 3D-Seismik erfolgen. „Dann fahren Messfahrzeuge das Gebiet flächendeckend ab und sammeln Daten. Anhand der Werte sind wir in der Lage, ein 3D-Modell des Untergrunds zu berechnen“, erklärt Miriam Sepke-Vogt, Projektmanagerin bei der EGS. Erst wenn der spätere Standort anhand der Daten ermittelt wurde, folgen weitere Untersuchungen wie eine Umweltverträglichkeitsprüfung.
Den Schwerpunkt bei der Suche nach einem geeigneten Ort für eine Bohrung will die EGS auf Ravensburg und Weingarten legen. „Die TWS baut in beiden Städten Wärmenetze auf und aus. Kann die EGS hier eine erfolgreiche Bohrung durchführen und heißes Wasser aus der Tiefe fördern, wird die Wärme- und Warmwasserversorgung der Wärmenetze klimaneutraler. Im Idealfall können wir die hohen Temperaturen direkt für die Wärmeversorgung nutzen“, sagt Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der TWS und der EGS, und ergänzt: „Die geothermische Erschließung eines Gebietes dauert Jahre. Wir lassen keine Zeit nutzlos verstreichen und bleiben mit Folgeanträgen, auch für Fördermittel, dran.“
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Montag, 13.01.2025, 15:34 Uhr
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