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Enerige & Management > F&E - RWTH Aachen entwickelt Logistik-Plattform für H2-Tankstellen
Quelle: Shutterstock / Audio und werbung
F&E:
RWTH Aachen entwickelt Logistik-Plattform für H2-Tankstellen
Ein Forschungsteam der RWTH Aachen entwickelt eine Plattform zur besseren Abstimmung von Wasserstoffangebot und -nachfrage im Logistiksektor.
 
Im Forschungsprojekt „HyConnect“ arbeitet der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen mit Partnern an einer digitalen Plattform zur Koordination von Wasserstoffbedarf und -angebot im Straßengüterverkehr. Die geplante Lösung soll Reservierung, Kapazitätsmanagement und Zahlungsabwicklung an Wasserstofftankstellen ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung der RWTH Aachen. Ziel ist es, Planungssicherheit zu schaffen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und so den Markthochlauf wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge zu unterstützen. 

Die Plattform richtet sich an Betreiber von Lkw-Flotten und Tankstellen. Sie soll deren Bedarfs- und Verfügbarkeitsdaten zusammenführen und so eine effizientere Nutzung der bislang dünn ausgebauten H₂-Infrastruktur ermöglichen. „Die spärliche Infrastruktur und die geringen Vorhaltekapazitäten der Wasserstofftankstellen können bei Logistikbetrieben zeitraubende und kostspielige Umwege notwendig machen“, sagt PEM-Leiter Professor Achim Kampker.

Auf der anderen Seite führe die noch geringe Zahl von Wasserstoff-Lkw zu Planungsunsicherheiten bei den Betreibern entsprechender Tankstellen, die diese in Form hoher Preise weitergäben. „Ein effizienter Datenaustausch zwischen IT-Systemen kann diese Effekte deutlich reduzieren, ist aber häufig nur durch individuell entwickelte und dadurch kostenintensive Tools im kleinen Umfang möglich“, erläutert PEMs Projektverantwortlicher Ferdinand Cordes.

Dynamischer Preisbildungsmechanismus

Hier setze „HyConnect“ an. Neben der technischen Entwicklung der Plattform umfasst das Projekt die Ausarbeitung eines dynamischen Preisbildungsmechanismus für Wasserstoff sowie die Implementierung einer universellen, KI-gestützten Datenschnittstelle zur Integration in bestehende Logistik- und Tankstellen-IT-Systeme. Diese Schnittstelle soll als Prototyp getestet und auf Alltagstauglichkeit evaluiert werden. 

Die Projektlaufzeit beträgt zweieinhalb Jahre (Januar 2026 bis Juni 2028). Der Pilotbetrieb der Plattform ist während der Laufzeit geplant. Die Ergebnisse sollen auf den EU-Binnenmarkt übertragbar sein. Das Projekt wird vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium gefördert, Projektträger ist PTJ (Projektträger Jülich).
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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Mittwoch, 14.01.2026, 10:57 Uhr

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