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Enerige & Management > Smart Home - Naturstrom und Lumenhaus bündeln Angebote
Quelle: Fotolia / Denys Prykhodov
SMART HOME:
Naturstrom und Lumenhaus bündeln Angebote
Die Naturstrom AG und Lumenhaus verknüpfen Tarif und Energiemanagement, um Eigenheime effizienter zu steuern und Stromkosten zu senken. Zudem werde das Netz entlastet.
 
Die Naturstrom AG ein unabhängiger Ökostromanbieter mit Sitz in Düsseldorf, und die LumenHaus GmbH, ein Start-up für Energielösungen im Eigenheim, haben eine Kooperation gestartet. Ziel ist es laut den Unternehmen, den dynamischen Stromtarif „Maturstrom Smart“ in die Produktwelt von Lumenhaus zu integrieren und so eine umfassende Steuerung von Energieflüssen im Haushalt zu ermöglichen.

Kern der Zusammenarbeit ist das Home Energy Management System (HEMS) „myLumenHaus“. Dieses soll künftig das Zusammenspiel von Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox automatisiert steuern. Dabei berücksichtigt das System auch die Preissignale des dynamischen Stromtarifs. Nach Angaben von Lumenhaus optimiert eine KI-gestützte Steuerung den Energieverbrauch, indem sie Lasten gezielt in Zeiten mit niedrigen Strompreisen verschiebt.

Dynamischer Tarif mit KI eingebunden

William Liu, CEO von Lumenhaus, bezeichnet steuerbare Großverbraucher und dynamische Tarife als „natürliche Verbündete“. Das Unternehmen versteht sich als Plattformanbieter für die Energiewende im Eigenheim und kombiniert verschiedene Technologien zu einem integrierten Angebot. Mit dem HEMS könnten Kundinnen und Kunden ihren Stromverbrauch etwa bei Wärmepumpen oder Wallboxen automatisiert an günstige Zeitfenster anpassen, so Liu.

Den dynamischen Tarif bringt Naturstrom in die Partnerschaft ein. Laut dem Unternehmen orientiert sich dessen Arbeitspreis direkt am Day-Ahead-Markt der Strombörse. Dort wird der Strompreis auf Basis von Angebot und Nachfrage im Viertelstundentakt neu gebildet. Insbesondere bei hoher Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen sinken die Preise deutlich. Nach Unternehmensangaben lag der Preis im vergangenen Jahr in 573 Stunden im negativen Bereich.

Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender von Naturstrom, erwartet eine wachsende Bedeutung solcher Tarife. Dynamische Preismodelle würden sich neben klassischen Festpreistarifen als zusätzlicher Standard etablieren, so Hummel. Vor allem in Haushalten mit elektrifizierten Anwendungen könnten sie Einsparpotenziale erschließen.

Technische Ausstattung erforderlich

Die Kombination aus Tarif und Steuerungssystem soll diese Effekte für Endkunden nutzbar machen. Durch die automatische Anpassung des Verbrauchs an Preissignale könnten Haushalte ihre Stromkosten reduzieren, ohne aktiv eingreifen zu müssen. Voraussetzung ist jedoch eine entsprechende technische Ausstattung, insbesondere steuerbare Verbraucher und ein intelligentes Energiemanagement.

Die Naturstrom AG wurde 1998 gegründet und versorgt nach eigenen Angaben mehr als 300.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit Ökostrom und weiteren Energiedienstleistungen. 
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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