Der erste Monopile für Windanker liegt in Mukran bereit. Quelle: Iberdrola
WINDKRAFT OFFSHORE:
Iberdrola startet Bau von Windanker in der Ostsee
Der Energiekonzern Iberdrola hat in Sassnitz-Mukran mit dem Bau des Offshore-Windparks Windanker begonnen. Ab Ende 2026 soll er mit 315 MW Strom für rund 315.000 Haushalte liefern.
Der europäische Energiekonzern Iberdrola hat am 1. Oktober mit dem Bau seines Offshore-Windparks „Windanker“ vor Sassnitz-Mukran
(Insel Rügen/Mecklenburg-Vorpommern) begonnen. Das Unternehmen mit Hauptsitz im spanischen Bilbao ist nach eigenen Angaben
der größte Betreiber von Offshore-Windparks in der deutschen Ostsee. Mit Windanker realisiert Iberdrola dort sein drittes
Projekt nach „Wikinger“ und „Baltic Eagle“.
Laut Felipe Montero, CEO von Iberdrola Deutschland, bringt der Windpark modernste Offshore-Technologie in die Ostsee, schafft Wertschöpfung in der Region und stärkt die Verbindung zwischen der deutschen und spanischen Industrie. Der Park soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden.
Der neue Windpark soll eine Leistung von 315 MW haben und ab Ende 2026 klimafreundlichen Strom für etwa 315.000 Haushalte erzeugen. Laut Iberdrola wird Windanker Teil des sogenannten Baltic Hub, mit dem die installierte Kapazität des Unternehmens in der Ostsee auf mehr als 1.100 MW anwächst. Insgesamt will Iberdrola dafür rund 3,5 Milliarden Euro investieren. Nach Unternehmensangaben wird das Offshore-Cluster künftig den jährlichen Strombedarf von mehr als 1,1 Millionen Haushalten decken.
21Turbinen von Siemens Gamesa
Zum Baustart setzte Iberdrola das erste Monopile-Fundament. Diese bis zu 84 Meter langen und 2.100 Tonnen schweren Stahlfundamente bilden jeweils die Basis für 21 Turbinen von Siemens Gamesa. Die Turbinen des Typs SG 14-236 DD haben jeweils eine Leistung von rund 15 MW. Gefertigt wurden die Fundamente in einer neuen Produktionsanlage in Spanien, die im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Navantia Seanergies und Windar Renovables für besonders große Monopiles ausgerüstet wurde.
Die Installation der Gründungen übernimmt das niederländische Unternehmen Van Oord mit dem Installationsschiff „Svanen“. Iberdrola betont, dass durch die internationale Zusammenarbeit Wertschöpfung in mehreren Ländern gesichert werde. Bereits in der Vergangenheit haben die beteiligten Unternehmen Offshore-Projekte in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA umgesetzt.
Weitere Pläne für die Ostsee
In der deutschen Ostsee einschließlich der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) sind nach Angaben des Beratungsunternehmens Deutsche Windguard von Mitte des Jahres sechs Windparks mit einer Gesamtleistung von 1.800 MW installiert. Zusätzlich zu Windanker sei vor Rügen ein weiterer Park „Ostsee Energies“ von Total Energies mit einer Leistung von etwa 1.000 MW geplant. Hinzu kommt etwa 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß ein weiterer Park mit der Bezeichnung „Gennaker“, entwickelt von Skyborn Renewables mit 977 MW.
Insgesamt ist dies deutlich weniger als in der deutschen Nordsee. Dort sind, wegen der günstigeren Windverhältnisse, einschließlich der dortigen AWZ aktuell bereits Anlagen mit 7.400 MW Leistung in Betrieb.
Baltic Hub hilft der Energiewende
Seit Dezember 2024 ist das japanische Energieunternehmen Kansai mit 49 Prozent an Windanker beteiligt. Iberdrola hält mit 51 Prozent die Mehrheit. Nach Angaben des Konzerns soll die Beteiligung auch die internationale Finanzierung und Absicherung des Projekts stärken.
Neben der technischen Umsetzung hebt Iberdrola die energiepolitische Bedeutung hervor. Mit Windanker werde nicht nur zusätzliche Offshore-Kapazität in der Ostsee geschaffen, sondern auch ein Beitrag zur Erreichung der deutschen Klimaziele geleistet. Der Baltic Hub werde langfristig zur Stabilisierung der Energieversorgung beitragen und mehrere Hunderttausend Haushalte in Nord- und Mitteldeutschland mit erneuerbarem Strom versorgen.
Iberdrola ist nach eigenen Angaben Europas größter Energieversorger nach Marktkapitalisierung. Weltweit versorgt der Konzern mehr als 100 Millionen Menschen mit Strom und beschäftigt über 42.000 Mitarbeitende. Im Jahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von fast 50 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 5,6 Milliarden Euro.
Laut Felipe Montero, CEO von Iberdrola Deutschland, bringt der Windpark modernste Offshore-Technologie in die Ostsee, schafft Wertschöpfung in der Region und stärkt die Verbindung zwischen der deutschen und spanischen Industrie. Der Park soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden.
Der neue Windpark soll eine Leistung von 315 MW haben und ab Ende 2026 klimafreundlichen Strom für etwa 315.000 Haushalte erzeugen. Laut Iberdrola wird Windanker Teil des sogenannten Baltic Hub, mit dem die installierte Kapazität des Unternehmens in der Ostsee auf mehr als 1.100 MW anwächst. Insgesamt will Iberdrola dafür rund 3,5 Milliarden Euro investieren. Nach Unternehmensangaben wird das Offshore-Cluster künftig den jährlichen Strombedarf von mehr als 1,1 Millionen Haushalten decken.
21Turbinen von Siemens Gamesa
Zum Baustart setzte Iberdrola das erste Monopile-Fundament. Diese bis zu 84 Meter langen und 2.100 Tonnen schweren Stahlfundamente bilden jeweils die Basis für 21 Turbinen von Siemens Gamesa. Die Turbinen des Typs SG 14-236 DD haben jeweils eine Leistung von rund 15 MW. Gefertigt wurden die Fundamente in einer neuen Produktionsanlage in Spanien, die im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Navantia Seanergies und Windar Renovables für besonders große Monopiles ausgerüstet wurde.
Die Installation der Gründungen übernimmt das niederländische Unternehmen Van Oord mit dem Installationsschiff „Svanen“. Iberdrola betont, dass durch die internationale Zusammenarbeit Wertschöpfung in mehreren Ländern gesichert werde. Bereits in der Vergangenheit haben die beteiligten Unternehmen Offshore-Projekte in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA umgesetzt.
Weitere Pläne für die Ostsee
In der deutschen Ostsee einschließlich der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) sind nach Angaben des Beratungsunternehmens Deutsche Windguard von Mitte des Jahres sechs Windparks mit einer Gesamtleistung von 1.800 MW installiert. Zusätzlich zu Windanker sei vor Rügen ein weiterer Park „Ostsee Energies“ von Total Energies mit einer Leistung von etwa 1.000 MW geplant. Hinzu kommt etwa 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß ein weiterer Park mit der Bezeichnung „Gennaker“, entwickelt von Skyborn Renewables mit 977 MW.
Insgesamt ist dies deutlich weniger als in der deutschen Nordsee. Dort sind, wegen der günstigeren Windverhältnisse, einschließlich der dortigen AWZ aktuell bereits Anlagen mit 7.400 MW Leistung in Betrieb.
Baltic Hub hilft der Energiewende
Seit Dezember 2024 ist das japanische Energieunternehmen Kansai mit 49 Prozent an Windanker beteiligt. Iberdrola hält mit 51 Prozent die Mehrheit. Nach Angaben des Konzerns soll die Beteiligung auch die internationale Finanzierung und Absicherung des Projekts stärken.
Neben der technischen Umsetzung hebt Iberdrola die energiepolitische Bedeutung hervor. Mit Windanker werde nicht nur zusätzliche Offshore-Kapazität in der Ostsee geschaffen, sondern auch ein Beitrag zur Erreichung der deutschen Klimaziele geleistet. Der Baltic Hub werde langfristig zur Stabilisierung der Energieversorgung beitragen und mehrere Hunderttausend Haushalte in Nord- und Mitteldeutschland mit erneuerbarem Strom versorgen.
Iberdrola ist nach eigenen Angaben Europas größter Energieversorger nach Marktkapitalisierung. Weltweit versorgt der Konzern mehr als 100 Millionen Menschen mit Strom und beschäftigt über 42.000 Mitarbeitende. Im Jahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von fast 50 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 5,6 Milliarden Euro.
© 2025 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 01.10.2025, 15:06 Uhr
Mittwoch, 01.10.2025, 15:06 Uhr
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