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Quelle: Fotolia / Andrey Popov
BILANZ:
Evo warnt vor Millionenverlusten in 2022
Für das Jahr 2021 verzeichnet der nordrhein-westfälische Energieversorger noch eine positive Bilanz, 2022 droht das Minus – trotz Preiserhöhungen.
11,4 Mio. Euro hat die Energieversorgung Oberhausen AG (Evo) im Jahr 2021 erwirtschaftet und damit das gesetzte Ziel von 11 Mio. Euro für die Gewinnabführung erreicht. Das teilte das nordrhein-westfälische Unternehmen anlässlich seiner Bilanzpressekonferenz
mit. Im Jahr zuvor war das nicht gelungen: 2020 hatte Evo mit 5,6 Mio Euro nur knapp die Hälfte der in den Jahren zuvor üblichen 11 Mio. Euro an seine Anteilseigner abführen können (wir berichteten).
2022 sei der Erdgasabsatz um 10,3 % und der Absatz von Fernwärme um 16,9 % gestiegen. Der Stromabsatz hingegen sank um 2,6 %. Zufrieden zeigte sich der technische Vorstand der Evo, Christian Basler, mit den beiden neuen KWK-Projekten in Alt-Oberhausen und Sterkrade, die Strom für 16.000 und Fernwärme für 11.000 Haushalte produzierten: „Dank zukunftsweisender Technologie, die bereits für die Umstellung auf Wasserstoff ausgerüstet ist, haben wir rund 10.000 Tonnen CO2 eingespart.“
Ausblick auf 2022 negativ
Düster allerdings erscheint der Ausblick für das Jahr 2022. Von einer „nie dagewesenen Ausnahmesituation“ sprach Basler angesichts der weltweiten Energiekrise und des Ukrainekrieges. Die Auswirkungen seien kaum noch absehbar. Die bereits angekündigten Preiserhöhungen ab Juni – 2,38 Cent pro kWh für Bestandskundinnen und -kunden ohne Preisgarantie beim Strom; 1,79 Cent pro kWh bei Gas – seien unumgänglich. Weitere Erhöhungen im Herbst könne man nicht ausschließen.
Trotzdem müsse man angesichts der Vervielfachung der Energiepreise und der Gefahr eines Import-Stopps für russisches Gas mit deutlichen Verlusten im Jahr 2022 rechnen, sagte Hartmut Gieske, der kaufmännische Vorstand des Unternehmens. „Nach heutiger Prognose verlieren wir trotz Preisanpassung 13,6 Mio. Euro. Das würde bedeuten, dass wir mit einem Defizit von 6,8 Mio Euro abschließen.“
2022 sei der Erdgasabsatz um 10,3 % und der Absatz von Fernwärme um 16,9 % gestiegen. Der Stromabsatz hingegen sank um 2,6 %. Zufrieden zeigte sich der technische Vorstand der Evo, Christian Basler, mit den beiden neuen KWK-Projekten in Alt-Oberhausen und Sterkrade, die Strom für 16.000 und Fernwärme für 11.000 Haushalte produzierten: „Dank zukunftsweisender Technologie, die bereits für die Umstellung auf Wasserstoff ausgerüstet ist, haben wir rund 10.000 Tonnen CO2 eingespart.“
Ausblick auf 2022 negativ
Düster allerdings erscheint der Ausblick für das Jahr 2022. Von einer „nie dagewesenen Ausnahmesituation“ sprach Basler angesichts der weltweiten Energiekrise und des Ukrainekrieges. Die Auswirkungen seien kaum noch absehbar. Die bereits angekündigten Preiserhöhungen ab Juni – 2,38 Cent pro kWh für Bestandskundinnen und -kunden ohne Preisgarantie beim Strom; 1,79 Cent pro kWh bei Gas – seien unumgänglich. Weitere Erhöhungen im Herbst könne man nicht ausschließen.
Trotzdem müsse man angesichts der Vervielfachung der Energiepreise und der Gefahr eines Import-Stopps für russisches Gas mit deutlichen Verlusten im Jahr 2022 rechnen, sagte Hartmut Gieske, der kaufmännische Vorstand des Unternehmens. „Nach heutiger Prognose verlieren wir trotz Preisanpassung 13,6 Mio. Euro. Das würde bedeuten, dass wir mit einem Defizit von 6,8 Mio Euro abschließen.“
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Mittwoch, 27.04.2022, 14:57 Uhr
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