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GAS:
EU will Gasspeicher nur zu 80 Prozent füllen
Die EU-Kommission will für die Gasspeicher vor dem Winter nur einen Füllstand von 80 Prozent vorschreiben. Sie sieht trotz niedriger Speicherstände die Versorgung gesichert.
Die Europäische Kommission strebt für die europäischen Gasspeicher in diesem Jahr einen Füllstand von 80 Prozent an. Das sagte eine Sprecherin der EU-Kommission, bei einem Briefing in Brüssel. Die Speicher seien derzeit EU-weit
zu beinahe 62 Prozent gefüllt. „Wir befinden uns eindeutig in einer sehr volatilen Lage“, sagte sie. Dennoch sei die Situation stabil.
Nach Angaben von Gas Infrastructure Europe (GIE), dem europäischen Verband der Betreiber von Gasinfrastruktur, lagen die Speicher zuletzt bei 61,1 Prozent ihrer Kapazität. Damit betrug der Füllstand rund 13 Prozentpunkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das Nachfülltempo sei zwar „etwas langsamer“ als in den Vorjahren, insgesamt laufe die Entwicklung aber gut, sagte die Sprecherin.
Die EU-Kommission strebe keine vollständig gefüllten Speicher an. Stattdessen solle ein Füllstand von 80 Prozent erreicht werden. Nach den geltenden EU-Regeln müssen die Mitgliedstaaten ihre Speicher zwischen dem 1. Oktober und dem 1. Dezember grundsätzlich zu 90 Prozent füllen. Bei schwierigen Marktbedingungen können sie das Ziel auf 80 Prozent reduzieren. Halten ungünstige Bedingungen an, kann der Füllstand für eine Saison um weitere 5 Prozentpunkte niedriger liegen.
Sorge wegen Preisentwicklung
Die Kommission begründet die niedrigere Zielvorgabe mit den aktuellen Marktbedingungen. Befürchtet werden weiter hohe Preise, weil Lieferanten wissen, dass die Importeure kaufen müssen. Nach Einschätzung der Kommission besteht trotz der geopolitischen Lage kein Risiko für die Gasversorgung. Sie verwies dabei auch auf den seit Ende Februar andauernden Krieg zwischen Iran und Israel sowie die dadurch beeinträchtigte Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Zugleich hätten jüngste Hitzewellen das Stromsystem der EU stark belastet.
Wie sich die Speicherstände bis zum Winter entwickeln, hängt unter anderem von den Einspeiseraten und der Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) ab. Modellrechnungen von Montel zufolge könnten die europäischen Speicher zum 1. November in einem pessimistischen Szenario einen Füllstand von etwa 69 Prozent erreichen. Bei günstigeren Bedingungen wären rund 84 Prozent möglich.
Auch für Deutschland zeichnet sich ein niedrigerer Speicherstand ab. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) rechnet nach eigenen Angaben hingegen nicht mit einer Gasmangellage im kommenden Winter. Die Bundesregierung bereite dennoch Handlungsoptionen vor, um bei einer Verschlechterung der Versorgungslage eingreifen zu können. (sh)
Nach Angaben von Gas Infrastructure Europe (GIE), dem europäischen Verband der Betreiber von Gasinfrastruktur, lagen die Speicher zuletzt bei 61,1 Prozent ihrer Kapazität. Damit betrug der Füllstand rund 13 Prozentpunkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das Nachfülltempo sei zwar „etwas langsamer“ als in den Vorjahren, insgesamt laufe die Entwicklung aber gut, sagte die Sprecherin.
Die EU-Kommission strebe keine vollständig gefüllten Speicher an. Stattdessen solle ein Füllstand von 80 Prozent erreicht werden. Nach den geltenden EU-Regeln müssen die Mitgliedstaaten ihre Speicher zwischen dem 1. Oktober und dem 1. Dezember grundsätzlich zu 90 Prozent füllen. Bei schwierigen Marktbedingungen können sie das Ziel auf 80 Prozent reduzieren. Halten ungünstige Bedingungen an, kann der Füllstand für eine Saison um weitere 5 Prozentpunkte niedriger liegen.
Sorge wegen Preisentwicklung
Die Kommission begründet die niedrigere Zielvorgabe mit den aktuellen Marktbedingungen. Befürchtet werden weiter hohe Preise, weil Lieferanten wissen, dass die Importeure kaufen müssen. Nach Einschätzung der Kommission besteht trotz der geopolitischen Lage kein Risiko für die Gasversorgung. Sie verwies dabei auch auf den seit Ende Februar andauernden Krieg zwischen Iran und Israel sowie die dadurch beeinträchtigte Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Zugleich hätten jüngste Hitzewellen das Stromsystem der EU stark belastet.
Wie sich die Speicherstände bis zum Winter entwickeln, hängt unter anderem von den Einspeiseraten und der Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) ab. Modellrechnungen von Montel zufolge könnten die europäischen Speicher zum 1. November in einem pessimistischen Szenario einen Füllstand von etwa 69 Prozent erreichen. Bei günstigeren Bedingungen wären rund 84 Prozent möglich.
Auch für Deutschland zeichnet sich ein niedrigerer Speicherstand ab. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) rechnet nach eigenen Angaben hingegen nicht mit einer Gasmangellage im kommenden Winter. Die Bundesregierung bereite dennoch Handlungsoptionen vor, um bei einer Verschlechterung der Versorgungslage eingreifen zu können. (sh)
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Freitag, 21.08.2026, 12:19 Uhr
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