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STROM:
Erneuerbare dominieren Erzeugung im ersten Quartal
Erneuerbare Energien decken laut ZSW und BDEW im ersten Quartal 2026 rund 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem Windkraft sorgt für den Anstieg.
Erneuerbare Energien haben im ersten Quartal 2026 rund 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das geht aus
vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands
der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um fast sechs
Prozentpunkte.
Insgesamt erzeugten Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien von Januar bis März 73,4 Milliarden kWh Strom. Die Bruttostromerzeugung lag bei 140,6 Milliarden kWh und damit um 5,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Bruttoinlandsstromverbrauch belief sich auf 137,6 Milliarden kWh.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch beträgt nach der gängigen Berechnungsmethode 53 Prozent. Diese Kennzahl basiert auf europäischen Vorgaben und dient als Referenz für die Ausbauziele der Bundesregierung. Bezogen auf die Bruttostromerzeugung ergibt sich ein Anteil von 52,2 Prozent.
Unterschiede bei den Quellen
Treiber des Zuwachses war laut den Organisationen vor allem die Windenergie. Die Stromerzeugung aus Wind an Land stieg gegenüber dem windschwachen Vorjahresquartal um 27,5 Prozent, auf See sogar um 44,4 Prozent. Dagegen lag die Stromproduktion aus Photovoltaik rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Als Gründe nennen ZSW und BDEW ungünstige Witterungsbedingungen sowie einen sonnigeren Jahresbeginn im Jahr 2025.
Auch andere erneuerbare Quellen entwickelten sich uneinheitlich. Die Stromproduktion aus Wasserkraft sank aufgrund geringer Niederschläge um rund 21 Prozent. Die Erzeugung aus Biomasse blieb mit einem Minus von 1,5 Prozent nahezu stabil.
Von der gesamten Stromerzeugung entfielen 24,5 Prozent auf Windenergie an Land (34,4 Milliarden kWh), 7,0 Prozent auf Offshore-Wind (9,8 Milliarden kWh), 9,6 Prozent auf Photovoltaik (13,5 Milliarden kWh), 7,8 Prozent auf Biomasse (11,0 Milliarden kWh) und 2,4 Prozent auf Wasserkraft (3,3 Milliarden kWh). Konventionelle Energieträger kamen auf 67,2 Milliarden kWh und lagen damit leicht unter dem Vorjahresniveau.
Rolle der Erneuerbaren stärken
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, bewertet die Entwicklung laut Verband als Signal für die Rolle erneuerbarer Energien in der Versorgung. „Sie tragen neben dem Klimaschutz auch zur Versorgungssicherheit sowie zur strategischen Unabhängigkeit bei“, erinnerte sie.
Mit Blick auf geopolitische Spannungen unterstreicht sie die Bedeutung einer geringeren Abhängigkeit von fossilen Importen. Zugleich fordert Andreae, die Dynamik durch Reformen bei Netzen und im Erneuerbare-Energien-Gesetz weiter zu unterstützen. Entscheidend seien verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Anlagen und Netzinfrastruktur.
Auch das ZSW verweist auf die industriepolitische Dimension. Der geschäftsführende Vorstand des ZSW, Frithjof Staiß, erklärte, eine auf erneuerbaren Energien basierende Versorgung stärke die Resilienz der Industrie und eröffne Innovationspotenziale. Er fordert, sowohl nationale als auch europäische Instrumente stärker zu nutzen, um den Ausbau zu beschleunigen und industrielle Wertschöpfung in Bereichen wie Wasserstoff, Batterien und CO2-Abscheidung zu sichern.
Parallel dazu plant das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) Anpassungen bei der Energiewende (wir berichteten). Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will den Ausbau erneuerbarer Energien stärker mit dem Netzausbau verzahnen und Fördermechanismen überprüfen. Ziel bleibe ein Anteil von 80 Prozent erneuerbarem Strom am Verbrauch bis 2030.
Insgesamt erzeugten Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien von Januar bis März 73,4 Milliarden kWh Strom. Die Bruttostromerzeugung lag bei 140,6 Milliarden kWh und damit um 5,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Bruttoinlandsstromverbrauch belief sich auf 137,6 Milliarden kWh.
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch beträgt nach der gängigen Berechnungsmethode 53 Prozent. Diese Kennzahl basiert auf europäischen Vorgaben und dient als Referenz für die Ausbauziele der Bundesregierung. Bezogen auf die Bruttostromerzeugung ergibt sich ein Anteil von 52,2 Prozent.
Unterschiede bei den Quellen
Treiber des Zuwachses war laut den Organisationen vor allem die Windenergie. Die Stromerzeugung aus Wind an Land stieg gegenüber dem windschwachen Vorjahresquartal um 27,5 Prozent, auf See sogar um 44,4 Prozent. Dagegen lag die Stromproduktion aus Photovoltaik rund fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Als Gründe nennen ZSW und BDEW ungünstige Witterungsbedingungen sowie einen sonnigeren Jahresbeginn im Jahr 2025.
Auch andere erneuerbare Quellen entwickelten sich uneinheitlich. Die Stromproduktion aus Wasserkraft sank aufgrund geringer Niederschläge um rund 21 Prozent. Die Erzeugung aus Biomasse blieb mit einem Minus von 1,5 Prozent nahezu stabil.
Von der gesamten Stromerzeugung entfielen 24,5 Prozent auf Windenergie an Land (34,4 Milliarden kWh), 7,0 Prozent auf Offshore-Wind (9,8 Milliarden kWh), 9,6 Prozent auf Photovoltaik (13,5 Milliarden kWh), 7,8 Prozent auf Biomasse (11,0 Milliarden kWh) und 2,4 Prozent auf Wasserkraft (3,3 Milliarden kWh). Konventionelle Energieträger kamen auf 67,2 Milliarden kWh und lagen damit leicht unter dem Vorjahresniveau.
Rolle der Erneuerbaren stärken
Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, bewertet die Entwicklung laut Verband als Signal für die Rolle erneuerbarer Energien in der Versorgung. „Sie tragen neben dem Klimaschutz auch zur Versorgungssicherheit sowie zur strategischen Unabhängigkeit bei“, erinnerte sie.
Mit Blick auf geopolitische Spannungen unterstreicht sie die Bedeutung einer geringeren Abhängigkeit von fossilen Importen. Zugleich fordert Andreae, die Dynamik durch Reformen bei Netzen und im Erneuerbare-Energien-Gesetz weiter zu unterstützen. Entscheidend seien verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in Anlagen und Netzinfrastruktur.
Auch das ZSW verweist auf die industriepolitische Dimension. Der geschäftsführende Vorstand des ZSW, Frithjof Staiß, erklärte, eine auf erneuerbaren Energien basierende Versorgung stärke die Resilienz der Industrie und eröffne Innovationspotenziale. Er fordert, sowohl nationale als auch europäische Instrumente stärker zu nutzen, um den Ausbau zu beschleunigen und industrielle Wertschöpfung in Bereichen wie Wasserstoff, Batterien und CO2-Abscheidung zu sichern.
Parallel dazu plant das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) Anpassungen bei der Energiewende (wir berichteten). Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will den Ausbau erneuerbarer Energien stärker mit dem Netzausbau verzahnen und Fördermechanismen überprüfen. Ziel bleibe ein Anteil von 80 Prozent erneuerbarem Strom am Verbrauch bis 2030.
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 01.04.2026, 12:08 Uhr
Mittwoch, 01.04.2026, 12:08 Uhr
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