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Enerige & Management > Biomasse - Bioenergy Europe stellt Forderungen an die Politik
Quelle: Bioenergy Europe
BIOMASSE:
Bioenergy Europe stellt Forderungen an die Politik
Eine Statistik für 2024 zur Bioenergie in der EU hat der Verband Bioenergy Europe vorgelegt. In einem Brief an die Politik fordert er zugleich weitere Unterstützung für die Branche.
 
Der „Landscape Report 2024“ des Verbandes Bioenergy Europe wurde am 8. Januar 2025 vorgelegt. Er hebt die Beiträge der Bioenergie zur Dekarbonisierung, Energieunabhängigkeit und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit hervor. Jean-Marc Jossart, Generalsekretär von Bioenergy Europe, sagte dazu: „Bioenergie ist heute nach wie vor die größte erneuerbare Energiequelle in Europa und bietet unübertroffene Möglichkeiten, Emissionen zu reduzieren, Arbeitsplätze zu schaffen und die Energiesicherheit durch die Nutzung lokaler Ressourcen zu stärken.“

Bioenergie machte laut dem Bericht im Jahr 2022 rund 54 Prozent im europäischen erneuerbaren Energiemix aus und vermied jährlich 300 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Der Sektor trage direkt zur Energiesicherheit Europas bei, verringert die Abhängigkeit von externen Energieimporten und fördere gleichzeitig die ländliche Wirtschaft und die lokale Beschäftigung. „Europa hat die einmalige Gelegenheit, bei erneuerbaren Technologien führend zu sein, 1,5 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen und das BIP der EU bis 2050 potenziell um bis zu 70 Milliarden Euro zu steigern“, unterstrich Jossart.

Bioenergie als Wirtschaftsmotor

Deshalb solle Bioenergie jetzt in den Mittelpunkt der europäischen Energie-, Industrie- und Klimastrategien gestellt werden, forderte der Verband in einem Brief an die politischen Gremien der EU. In vier kritischen Bereichen könne Bioenergie unmittelbare und langfristige Vorteile für die Klima- und Energieziele der EU bringen. Das sei einmal die Förderung biobasierter Technologien zur Kohlenstoffentfernung, um die europäischen Dekarbonisierungsziele zu erreichen und die Industrie beim Übergang von einer fossilen Brennstoffwirtschaft zu einer biobasierten Wirtschaft zu unterstützen.

Zweitens müsse die Gerätemodernisierung für nachhaltiges Heizen beschleunigt werden. Moderne Biowärmetechnologien böten eine kostengünstige Lösung zur Dekarbonisierung des Heizsektors der EU. Der Austausch veralteter Geräte durch erneuerbare Alternativen verbessert die Energieeffizienz, senkt die Emissionen und senkt die Kosten für Haushalte und Unternehmen. Drittens solle die EU die nachhaltige Biomasseversorgung in ihrer Bioökonomiestrategie sicherstellen.

Schließlich müsse eine regulatorische Stabilität geschaffen werden, damit Investitionen und Innovationen angereizt werden. Dies könne der Schlüssel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der EU sein und den Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft vorantreiben, so Bioenergy Europe.

Der Verband wurde 1990 gegründet und ist eine gemeinnützige, in Brüssel ansässige internationale Organisation, die mehr als 40 Verbände und 150 Unternehmen sowie Hochschulen und Forschungsinstitute aus ganz Europa vereint.

Der Policy Brief des Bioenergy Europe  steht als PDF zum Download bereit.
 
Anteil von Bioenergie im Wärmesektor in Europa 2022
(Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken)
Quelle: Bioenergy Europe
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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