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Enerige & Management > Wasserstoff - Bad Lauchstädter Gasaufbereitung besteht Dichtigkeitstest
Die Gasaufbereitungsanlage in Bad Lauchstädt. Quelle: Tom Schulze
WASSERSTOFF:
Bad Lauchstädter Gasaufbereitung besteht Dichtigkeitstest
Der TÜV Thüringen hat die Gasaufbereitungsanlage im Energiepark Bad Lauchstädt erfolgreich geprüft. Damit kann die Anlage für Forschungszwecke in Betrieb gehen. 
 
 
Der TÜV Thüringen hat die Gasaufbereitungsanlage im Energiepark Bad Lauchstädt erfolgreich auf Dichtheit und Funktion geprüft. Damit kann der künftig in der Anlage ausgespeicherte Wasserstoff für Forschungszwecke genutzt werden, teilte der TÜV mit. Ziel ist es, Erkenntnisse für den sicheren Transport und die Aufbereitung von Wasserstoff in industriellen Anwendungen zu gewinnen. 

Der Energiepark Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt dient dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) als sogenanntes Reallabor. Windstrom aus einem benachbarten Windpark soll hier direkt für die Erzeugung von grünem Wasserstoff genutzt werden. Noch im Jahr 2026 soll die 30-MW-Elektrolyseanlage den ersten Wasserstoff erzeugen, der langfristig in einer Salzkaverne gespeichert und anschließend über eine Pipeline in das Wasserstoffnetz der mitteldeutschen Industrie eingespeist werden soll. 

Entscheidend dafür ist die Gasaufbereitungsanlage. Denn abseits von Laborborbedingungen sind beim Transport in ehemaligen Gasleitungen oder bei der Einspeicherung in Salzkavernen Verschmutzungen durch Feuchtigkeit, Salzlösungen oder schwefelhaltige Verbindungen aus Ablagerungen zu erwarten. Für die Anwendung in der Industrie oder in Mobilitätslösungen ist aber ein möglichst hoher Reinheitsgrad das Wasserstoffs entscheidend. 

Die nun geprüfte Versuchsanlage des DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg erprobt eben diese Reinigung von Wasserstoff nach Transport und Speicherung. Dafür wird hochreiner Wasserstoff gezielt mit Verunreinigungen versetzt und anschließend mit verschiedenen Verfahren wie Adsorption, Absorption und Molekularsieben gereinigt. Nach Angaben des Betreibers lässt sich dabei ein Reinheitsgrad von bis zu 99,97 Prozent erreichen. Die Erkenntnisse sollen in die Auslegung künftiger dezentraler Gasaufbereitungsanlagen einfließen. 

Die Sachverständigen des TÜV Thüringen unterzogen dafür die wasserstoffführenden Anlagenteile einer Dichtheitsprüfung mit Prüfdrucken von bis zu 35 bar. Mithilfe spezieller Wasserstoff-Spürgeräte wurden Undichtigkeiten an Dichtelementen identifiziert und im Rahmen der Inspektion beseitigt. Aufgrund seiner geringen Molekülgröße kann Wasserstoff leichter durch Dichtungen und Werkstoffe dringen als Erdgas. (kmt)
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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