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Enerige & Management > Wasserstoff - Stuttgart startet Bau der Wasserstoff-Pipeline
Verlegung der Wasserstoffpipeline am Stuttgarter Hafen. Quelle: Stadtwerke Stuttgart
WASSERSTOFF:
Stuttgart startet Bau der Wasserstoff-Pipeline
Die Stadtwerke Stuttgart haben mit dem Bau einer Wasserstoff-Pipeline entlang des Neckars begonnen. Die Leitung soll grünen Wasserstoff aus dem Hafen zu Abnehmern transportieren.
 
Im Stuttgarter Stadtbezirk Wangen haben am 15. Mai die Bauarbeiten für eine neue Wasserstoff-Pipeline begonnen. Wie die Stadtwerke Stuttgart mitteilten, ist die Leitung ein Bestandteil des Wasserstoffprojekts „Green Hydrogen Hub Stuttgart“ im Stuttgarter Hafen. Die Pipeline soll künftig grünen Wasserstoff zu potenziellen Kunden transportieren.

Nach Angaben des kommunalen Energieunternehmens entsteht im Hafen Stuttgart-Wangen ein Hub zur Produktion von grünem Wasserstoff. Von dort aus soll die Pipeline zunächst auf rund vier Kilometern Länge entlang des Neckars verlaufen. Die Bauarbeiten betreffen die Stadtbezirke Wangen, Hedelfingen und Ost. Die Stadtwerke Stuttgart planen, die Arbeiten innerhalb eines Jahres abzuschließen.

Zum Baustart kommen laut Unternehmen schwere Baumaschinen für die Trassierung, den Grabenbau sowie das Verlegen und Verfüllen der Leitung zum Einsatz. 

Stromnetz mit verlegt

Parallel zum Pipeline-Bau nutzt die Stuttgart Netze GmbH die Tiefbauarbeiten für den Ausbau des Stromnetzes. Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Stuttgart verlegt entlang der Trasse Leerrohre für neue Hochspannungskabel mit 110 kV. Über diese Leitungen werden große Industrieanlagen an das Stromnetz angeschlossen.

Marlies Hummel-Dietz, Kaufmännische Geschäftsführerin der Stuttgart Netze, erklärte, die koordinierten Arbeiten sollen Kosten senken und die Belastungen für Anwohnerinnen, Anwohner und Verkehr reduzieren. Zugleich werde die Stromversorgung auf die Anforderungen der Energiewende vorbereitet. 
Die „H2 GeNeSiS“-Pipeline ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Partner aus der Region. Beteiligt sind neben den Stadtwerken Stuttgart die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG, das Steinbeis-Innovationszentrum energieeffiziente und emissionsfreie Technologien sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg.

Baustein für Green Hydrogen Hub

Der Hub soll im Endausbau bis zu 1.200 Tonnen hochreinen grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Die Verteilung erfolgt entweder über die neue Pipeline oder per Trailer auf der Straße.

Die Wasserstoffprojekte der Stadtwerke Stuttgart werden laut Unternehmen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), vom Land Baden-Württemberg sowie vom Verband Region Stuttgart gefördert. Für die Herstellung des Wasserstoffs werde ausschließlich Strom aus Wind- und Solaranlagen eingesetzt. Der Wasserstoff sei nach den Kriterien für „Renewable Fuels of Non-Biological Origin“ (RFNBO) zertifiziert.

Die Projektpartner sehen Wasserstoff als wichtigen Baustein für die Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität. Dadurch könne die Energiewende effizienter gestaltet werden.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Freitag, 15.05.2026, 14:18 Uhr

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