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Enerige & Management > IT - Siemens plant standardisierte Infrastruktur für Rechenzentren
Quelle: Shutterstock / Kjetil Kolbjornsrud
IT:
Siemens plant standardisierte Infrastruktur für Rechenzentren
Siemens und Rittal wollen die Stromverteilung in Rechenzentren standardisieren. Das Ziel sind schnellere Bauzeiten und eine stabile Infrastruktur für steigende Leistungsdichten. 
 
Siemens und Rittal haben eine strategische Partnerschaft für standardisierte Lösungen zur Energieverteilung in Rechenzentren geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Bau von Hochleistungs-Rechenzentren zu beschleunigen, die Inbetriebnahme zu verkürzen und die wachsenden Leistungsdichten durch die Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) zu bedienen. 

Wie aus einer Mitteilung von Siemens hervorgeht, soll sich die Kooperation auf Märkte richten, in denen Normen der International Electrotechnical Commission (IEC) gelten. Das sind etwa 170 Länder weltweit. Im Mittelpunkt steht eine standardisierte Infrastruktur für die Stromverteilung. Siemens arbeitet dafür mit der Friedhelm Loh Group und deren Unternehmen Rittal zusammen, das Racks (Serverschränke) sowie Infrastruktur für Stromversorgung und Kühlung anbietet. 

Nach Angaben der Unternehmen liegen in KI-Rechenzentren Leistungswerte von 100 kW und mehr pro Rack bereits im üblichen Bereich. Bis 2030 könnte die Leistungsdichte weiter stark steigen. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an Energieverteilung, Kühlung und Wärmerückgewinnung. 

Eine der ersten gemeinsamen Lösungen soll eine Anwendung sein, die direkt im Kern des Rechenzentrums installiert wird, also in der Nähe von Server- und Speicherschränken. Vorgesehen ist ein eigenes Power-Rack, das mehrere Serverschränke versorgt und die Leistungselektronik bündelt. Darüber hinaus arbeiten beide Unternehmen an einer standardisierten Niederspannungsverteilung für modulare und containerisierte Rechenzentren sowie an Lösungen für Betriebs- und Personensicherheit. 

Erste Kundenprojekte befinden sich den Unternehmen zufolge bereits in der Umsetzung. Perspektivisch soll die Zusammenarbeit auch auf weitere Branchen und Anwendungen ausgeweitet werden.
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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