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Enerige & Management > Gas - Equinor startet Produktion im Nordsee-Gasfeld Eirin
Mit der Anbindung des Eirin-Feldes verlängert sich die Nutzungsdauer der Plattform Gina Krog um sieben Jahre. Quelle: Equinor
GAS:
Equinor startet Produktion im Nordsee-Gasfeld Eirin
Zunächst galt es als unwirtschaftlich, jetzt soll es Europas Energiesicherheit stützen: Equinor hat die Produktion am Gasfeld Eirin aufgenommen. 
 
Im Eirin-Feld, etwa 250 Kilometer westlich der norwegischen Stadt Stavanger gelegen, wird jetzt Gas gefördert. Das teilte der Energiekonzern Equinor mit. Das Feld ist über die Plattformen Gina Krog und Sleipner A an das europäische Gasnetz angebunden.

Die erwarteten förderbaren Ressourcen liegen bei rund 27,6 Millionen Barrel Öläquivalent, überwiegend Gas. Das Feld war bereits 1978 entdeckt worden, galt jedoch bislang als unrentabel. Vor dem Hintergrund des gestiegenen Bedarfs an norwegischem Gas nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wurde die Lagerstätte im Jahr 2023 erneut bewertet.

„Die Partnerschaft erkannte die Möglichkeit, in einer herausfordernden Zeit zur Energiesicherheit Europas beizutragen“, sagt Linda Kada Hoiland, Senior Vice President für Spätphasenfelder bei Equinor und neu ernannte Vice President für Statfjord in Exploration & Production Norway. „Wir erstellten einen ehrgeizigen Plan für eine schnelle, kosteneffiziente und sichere Entwicklung, der nun umgesetzt wurde. Eirin wird die Produktion der Gina-Krog-Plattform um sieben Jahre verlängern. Das bedeutet Gas für Europa und weiterhin eine gute Wertschöpfung aus den mit der Plattform verbundenen Arbeitsplätzen.“

Durch die Anbindung des Feldes wird die wirtschaftliche Lebensdauer der Plattform Gina Krog von 2029 auf 2036 verlängert. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 4,5 Milliarden norwegische Kronen (rund 415 Millionen Euro). 
Von der Projektinitiierung im Januar 2023 bis zum Produktionsstart vergingen rund drei Jahre, Equinor spricht von einer „Rekordzeit“. Die finale Investitionsentscheidung fiel nach einer Reifephase von 4,5 Monaten. Die Entwicklung basiert auf standardisierten Unterwasserlösungen und nutzt vorhandene Infrastruktur, einschließlich Steigleitungen. Das Feld liegt in einer Wassertiefe von etwa 120 Metern, bei einer Lagerstättentiefe von rund 4.000 Metern. 

Partner im Lizenzgebiet sind Equinor als Betriebsführer mit 58,7 Prozent sowie Orlen Upstream Norway AS mit 41,3 Prozent. 
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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Dienstag, 05.05.2026, 12:22 Uhr

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