Eine zweistellige Zahl von 480-kW-Ladesäulen will EnBW bis Ende des Jahres errichten. Quelle: EnBW
E-MOBILITÄT:
EnBW startet 480-kW-Laden für Pkw
EnBW nimmt Schnelllader von „XCharge“ mit bis zu 480 kW Leistung ins Portfolio auf. Bis Jahresende sollen mehrere Standorte mit der Technik ausgestattet werden.
Noch gibt es in Deutschland nur wenige E-Automodelle, die eine Ladeleistung von 480 kW überhaupt ausnutzen können, aber die Karlsruher EnBW will vorbereitet sein: Im Referenz-Ladepark am Firmensitz ist jetzt
eine erste von Schnellladestationen des Typs C7 von „XCharge“ mit einer maximalen Ladeleistung von 480 kW in Betrieb gegangen, wie der Energiekonzern mitteilt. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Ladeparks mit diesen besonders
schnellen High-Power-Chargern (HPC) im sogenannten „Hypernetz“ der EnBW bundesweit zweistellig werden.
„Die E-Mobilität wird sich in den kommenden Jahren weiter dynamisch entwickeln. Deshalb bauen wir unser Schnellladenetz nicht nur quantitativ immer weiter aus, sondern investieren gezielt in neue Ladetechnologie, die unseren hohen Anforderungen und denen unserer Kundinnen und Kunden gerecht wird“, lässt sich Lars Jacobs, Chief Commercial Officer sowie kommissarischer technischer Leiter der Elektromobilitätssparte der EnBW, zitieren.
Der C7 verfügt über zwei Ladeanschlüsse und verteilt die verfügbare Leistung dynamisch auf parallel angeschlossene Fahrzeuge. Die maximale Ausgangsleistung beträgt 480 kW bei bis zu 600 Ampere. Nach Angaben von EnBW lassen sich abhängig vom Fahrzeug innerhalb von 20 Minuten bis zu 640 Kilometer Reichweite nachladen, allerdings: Fahrzeuge, die tatsächlich mit dieser Leistung laden können, sind in Deutschland derzeit noch rar gesät.
So gibt zwar der auf deutschen Straßen noch eher selten zu sehende chinesische Hersteller Xpeng auf seiner Homepage für sein Modell X9 eine Ladeleistung von bis zu 542 kW an, beim − ebenfalls chinesischen − Zeekr 7X sind es 475 kW. Aber: Die deutlich weiter verbreiteten Modelle des US-Unternehmens Tesla kommen auf eine maximale Ladeleistung von 250 kW. Unter den deutschen Herstellern verspricht BMW für seinen neuen „iX3 50 xDrive“ immerhin bis zu 400 kW, ebenso wie Porsche für den Cayenne Electric. Mercedes und Audi (maximal 320 kW) und Volkswagen (maximal 200 kW) folgen dahinter.
Bereit für kommende Fahrzeuggenerationen
EnBW will sich dementsprechend mit der neuen Ladesäulengeneration explizit „für kommende Fahrzeuggenerationen vorbereiten, die immer höhere Ladeleistungen verarbeiten können“. Sie sollen vor allem an Standorten eingesetzt werden, an denen Elektroautos während kurzer Aufenthalte möglichst viel Energie aufnehmen sollen. Dazu zählen nach Angaben des Unternehmens insbesondere Ladeparks entlang von Fernstraßen. EnBW betreibt nach eigenen Angaben derzeit mehr als 9.000 Schnellladepunkte in Deutschland.
EnBW und X Charge hatten ihre längerfristige Zusammenarbeit im Februar 2026 bekannt gegeben (wir berichteten). Vorausgegangen war nach Angaben der Unternehmen ein Feldtest mit mehreren zehntausend Ladevorgängen. X Charge hatte die neue Generation des C7 im Juni 2026 auf der Fachmesse „Power2Drive Europe“ vorgestellt. (kmt)
„Die E-Mobilität wird sich in den kommenden Jahren weiter dynamisch entwickeln. Deshalb bauen wir unser Schnellladenetz nicht nur quantitativ immer weiter aus, sondern investieren gezielt in neue Ladetechnologie, die unseren hohen Anforderungen und denen unserer Kundinnen und Kunden gerecht wird“, lässt sich Lars Jacobs, Chief Commercial Officer sowie kommissarischer technischer Leiter der Elektromobilitätssparte der EnBW, zitieren.
Der C7 verfügt über zwei Ladeanschlüsse und verteilt die verfügbare Leistung dynamisch auf parallel angeschlossene Fahrzeuge. Die maximale Ausgangsleistung beträgt 480 kW bei bis zu 600 Ampere. Nach Angaben von EnBW lassen sich abhängig vom Fahrzeug innerhalb von 20 Minuten bis zu 640 Kilometer Reichweite nachladen, allerdings: Fahrzeuge, die tatsächlich mit dieser Leistung laden können, sind in Deutschland derzeit noch rar gesät.
So gibt zwar der auf deutschen Straßen noch eher selten zu sehende chinesische Hersteller Xpeng auf seiner Homepage für sein Modell X9 eine Ladeleistung von bis zu 542 kW an, beim − ebenfalls chinesischen − Zeekr 7X sind es 475 kW. Aber: Die deutlich weiter verbreiteten Modelle des US-Unternehmens Tesla kommen auf eine maximale Ladeleistung von 250 kW. Unter den deutschen Herstellern verspricht BMW für seinen neuen „iX3 50 xDrive“ immerhin bis zu 400 kW, ebenso wie Porsche für den Cayenne Electric. Mercedes und Audi (maximal 320 kW) und Volkswagen (maximal 200 kW) folgen dahinter.
Bereit für kommende Fahrzeuggenerationen
EnBW will sich dementsprechend mit der neuen Ladesäulengeneration explizit „für kommende Fahrzeuggenerationen vorbereiten, die immer höhere Ladeleistungen verarbeiten können“. Sie sollen vor allem an Standorten eingesetzt werden, an denen Elektroautos während kurzer Aufenthalte möglichst viel Energie aufnehmen sollen. Dazu zählen nach Angaben des Unternehmens insbesondere Ladeparks entlang von Fernstraßen. EnBW betreibt nach eigenen Angaben derzeit mehr als 9.000 Schnellladepunkte in Deutschland.
EnBW und X Charge hatten ihre längerfristige Zusammenarbeit im Februar 2026 bekannt gegeben (wir berichteten). Vorausgegangen war nach Angaben der Unternehmen ein Feldtest mit mehreren zehntausend Ladevorgängen. X Charge hatte die neue Generation des C7 im Juni 2026 auf der Fachmesse „Power2Drive Europe“ vorgestellt. (kmt)
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 23.09.2026, 12:53 Uhr
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