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Enerige & Management > Personalie - Wind-Europe-Chef wird Lehrer
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
PERSONALIE:
Wind-Europe-Chef wird Lehrer
Der Dachverband Wind Europe muss sich einen neuen CEO suchen: Giles Dickson hat angekündigt, nach zehn Jahren an der Spitze Schullehrer in Großbritannien zu werden.
 
Giles Dickson, CEO des europäischen Windenergie-Dachverbands Wind Europe, hat angekündigt, nach zehn Jahren im Amt in der zweiten Jahreshälfte zurücktreten. Der studierte Japanologe und ehemalige britische Diplomat plant, anschließend als Schullehrer zu arbeiten und so nach seinen langen Auslandsaufenthalten „der Gesellschaft etwas zurückzugeben, aus der ich komme“.

Der Vorstand von Wind Europe hat einer Pressemitteilung zufolge bereits eine Findungskommission für den Nachfolger eingerichtet. Ihr gehören unter anderem der im März gewählte Vorsitzende Henrik Andersen, Chef des dänischen Windturbinen-Herstellers Vestas und sein Stellvertreter Rasmus Errboe, CEO des dänischen Energiekonzerns Orsted, an. Dickson bleibt bis zur Ernennung eines Nachfolgers Wind-Europe-CEO.

Für Andersen hat der Brite Dickson maßgeblichen Anteil am Hochlauf der Windenergie in Europa. Windkraft deckt derzeit nach Angaben des Dachverbandes 20 Prozent des Stromverbrauchs in Europa ab. Durch ihre Nutzung werden demnach in der EU jährlich 100 Milliarden Kubikmeter fossile Brennstoffe eingespart. Die Branche beschäftigt aktuell 370.000 Menschen; bis 2030 wird mit einem Anstieg auf 600.000 Arbeitsplätze gerechnet. Der Beitrag der Windindustrie zur europäischen Wirtschaftsleistung liegt bei 52 Milliarden Euro pro Jahr. Im Durchschnitt trägt jede neu installierte Windkraftanlage 16 Millionen Euro zur europäischen Wirtschaft bei. In Europa gibt es mehr als 250 Fabriken der Windindustrie, darunter auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen.
 
Giles Dickson
Quelle: Windeurope

Dickson war auch immer wieder Gast bei deutschen Windbranchen-Veranstaltungen. Er zeichnete sich dabei neben seiner Sachkenntnis unter anderem durch humorvolle Dinner-Reden auf Deutsch sowie beste Fußballkenntnisse bis hinunter zu deutschen Bundesligisten aus.
 

Georg Eble
Redakteur
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