Quelle: OpenAI/KI-generierte Abbildung
SPECULANTIUS:
Tschechische EP-Gruppe soll für Uniper bieten
In der Rubrik „Speculantius“ veröffentlicht die Redaktion für den Markt relevante Gerüchte, Meinungen und unbestätigte Berichte.
Im Bieterverfahren um Uniper kommt ein in der deutschen Energiewirtschaft bekannter Name ins Spiel. Nach Informationen des
Handelsblatts hat die EP-Gruppe des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky ein unverbindliches Angebot für den Düsseldorfer
Energiekonzern abgegeben.
Das Blatt beruft sich dabei auf Finanzkreise. Demnach gilt die Offerte nicht nur einzelnen Geschäftsbereichen, sondern dem gesamten Uniper-Konzern. Die EP-Gruppe trete als alleiniger Käufer auf. Offiziell wollte sich das Unternehmen gegenüber dem Handelsblatt nicht zu einem möglichen Einstieg äußern. Die Frist für unverbindliche Angebote war nach Angaben der Zeitung am 21. September abgelaufen.
Kretinsky ist bereits in der deutschen Energiewirtschaft aktiv. Anfang 2025 übernahm die EP-Gruppe sämtliche Anteile am Lausitzer Energieunternehmen Leag. Auch in anderen europäischen Ländern hat Kretinsky sein Energiegeschäft in den vergangenen Jahren ausgebaut. Vor knapp einem Jahr war er mit der EP-Gruppe zu einem der größten Einzelaktionäre des französischen Energiekonzerns Total geworden.
Bei Uniper könnte ein Einstieg allerdings auf Widerstand der Arbeitnehmervertreter treffen. Nach Angaben des Handelsblatts hatte der Betriebsrat bereits in einem frühen Stadium des Verkaufsprozesses deutlich gemacht, einen Verkauf an einen strategischen Investor wie eine feindliche Übernahme zu behandeln.
Andere Bieter wollen einzelne Geschäftsbereiche
Wie das Handelsblatt weiter schreibt, gebe es mehrere Interessenten. Einige davon sollen vor allem einzelne Geschäftsbereiche im Blick haben. Genannt werden unter anderem der finnische Energiekonzern Fortum und Vattenfall mit Interesse an Unipers skandinavischen Wasser- und Kernkraftaktivitäten. Rohstoffhändler könnten sich dagegen für das Gasgeschäft interessieren. Das unverbindliche Angebot der EP-Gruppe soll Uniper als Ganzes umfassen.
Uniper befindet sich seit der Energiekrise 2022 nahezu vollständig im Besitz des Bundes. Der damals größte deutsche Gasimporteur war nach dem Ausbleiben russischer Gaslieferungen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Ersatzmengen mussten zu erheblich höheren Preisen am Weltmarkt beschafft werden. Der Bund rettete den Konzern mit Milliardenhilfen und übernahm schließlich mehr als 99 Prozent der Anteile.
Diese Beteiligung muss Deutschland wieder deutlich reduzieren. Eine Auflage der Europäischen Kommission sieht vor, dass der Bund seinen Anteil bis Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie zurückführt. Seit Mai läuft deshalb die Suche nach neuen Eigentümern. Dabei hält sich der Bund mehrere Möglichkeiten offen: den Verkauf von Aktienpaketen an Investoren, einen Börsengang oder eine Kombination aus beiden Varianten. (sag)
Das Blatt beruft sich dabei auf Finanzkreise. Demnach gilt die Offerte nicht nur einzelnen Geschäftsbereichen, sondern dem gesamten Uniper-Konzern. Die EP-Gruppe trete als alleiniger Käufer auf. Offiziell wollte sich das Unternehmen gegenüber dem Handelsblatt nicht zu einem möglichen Einstieg äußern. Die Frist für unverbindliche Angebote war nach Angaben der Zeitung am 21. September abgelaufen.
Kretinsky ist bereits in der deutschen Energiewirtschaft aktiv. Anfang 2025 übernahm die EP-Gruppe sämtliche Anteile am Lausitzer Energieunternehmen Leag. Auch in anderen europäischen Ländern hat Kretinsky sein Energiegeschäft in den vergangenen Jahren ausgebaut. Vor knapp einem Jahr war er mit der EP-Gruppe zu einem der größten Einzelaktionäre des französischen Energiekonzerns Total geworden.
Bei Uniper könnte ein Einstieg allerdings auf Widerstand der Arbeitnehmervertreter treffen. Nach Angaben des Handelsblatts hatte der Betriebsrat bereits in einem frühen Stadium des Verkaufsprozesses deutlich gemacht, einen Verkauf an einen strategischen Investor wie eine feindliche Übernahme zu behandeln.
Andere Bieter wollen einzelne Geschäftsbereiche
Wie das Handelsblatt weiter schreibt, gebe es mehrere Interessenten. Einige davon sollen vor allem einzelne Geschäftsbereiche im Blick haben. Genannt werden unter anderem der finnische Energiekonzern Fortum und Vattenfall mit Interesse an Unipers skandinavischen Wasser- und Kernkraftaktivitäten. Rohstoffhändler könnten sich dagegen für das Gasgeschäft interessieren. Das unverbindliche Angebot der EP-Gruppe soll Uniper als Ganzes umfassen.
Uniper befindet sich seit der Energiekrise 2022 nahezu vollständig im Besitz des Bundes. Der damals größte deutsche Gasimporteur war nach dem Ausbleiben russischer Gaslieferungen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Ersatzmengen mussten zu erheblich höheren Preisen am Weltmarkt beschafft werden. Der Bund rettete den Konzern mit Milliardenhilfen und übernahm schließlich mehr als 99 Prozent der Anteile.
Diese Beteiligung muss Deutschland wieder deutlich reduzieren. Eine Auflage der Europäischen Kommission sieht vor, dass der Bund seinen Anteil bis Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie zurückführt. Seit Mai läuft deshalb die Suche nach neuen Eigentümern. Dabei hält sich der Bund mehrere Möglichkeiten offen: den Verkauf von Aktienpaketen an Investoren, einen Börsengang oder eine Kombination aus beiden Varianten. (sag)
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 23.09.2026, 13:01 Uhr
Mittwoch, 23.09.2026, 13:01 Uhr
Mehr zum Thema
teilen
teilen
teilen
teilen
Gasreserve stößt auf Zustimmung der Energieverbände