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Enerige & Management > Photovoltaik - Stadtwerke Münster weiten Mieterstromangebot aus
Quelle: Pixabay / cverkest
PHOTOVOLTAIK:
Stadtwerke Münster weiten Mieterstromangebot aus
Nach einem Pilotprojekt erweitern die Stadtwerke Münster und das Wohnungsunternemen „Wohn + Stadtbau“ ihr Mieterstromangebot im York-Quartier. 
 
Die Stadtwerke Münster und das kommunale Wohnungsunternehmen Wohn + Stadtbau erweitern zum 1. Juli ihr Mieterstromangebot im münsterschen York-Quartier. Nachdem ein Pilotprojekt mit mehreren Gebäuden umgesetzt wurde, sollen nun weitere Häuser einen regulären Mieterstromtarif abschließen können. 

Grundlage des Angebots sind Photovoltaikanlagen auf zwei Gebäuden. Die Anlagen verfügen über Leistungen von 70,24 kW beziehungsweise 24,64 kW. Der erzeugte Solarstrom wird direkt in den angeschlossenen Wohngebäuden genutzt. Ergänzend liefern die Stadtwerke Münster Ökostrom, um die Versorgung auch in Zeiten geringer Solarstromerzeugung sicherzustellen.

Wohn + Stadtbau sieht das Modell als Teil seiner Strategie zur Dekarbonisierung des eigenen Gebäudebestands. Nach Angaben des Unternehmens sollen lokale Stromerzeugung und -nutzung dazu beitragen, die Energiekosten für die Mieterschaft zu begrenzen und die CO2-Emissionen im Quartier zu senken. „Photovoltaik auf dem Dach und erneuerbarer Strom in der Steckdose gehören für uns zusammen“, erklärt Sebastian Albers, Prokurist von Wohn + Stadtbau. Das Unternehmen verknüpfe die Entwicklung des Quartiers mit dem Ausbau einer lokalen Energieversorgung.

Kommunale Kooperation als Grundlage

Die Stadtwerke Münster entwickelten für das Quartier ein Versorgungskonzept, das Solarstrom vom Dach mit zusätzlichem Ökostrom kombiniert. Eine Herausforderung bei Mieterstromprojekten besteht darin, die Stromversorgung auch außerhalb der Erzeugungszeiten der Photovoltaikanlagen sicherzustellen. Nach Angaben der Projektpartner trug zudem die Ansprache der Mieterinnen und Mieter dazu bei, ausreichend Interesse für das Angebot zu schaffen. 

Für die Stadtwerke Münster besitzt das Projekt auch Bedeutung über das York-Quartier hinaus. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam ein starkes Angebot für die Mietenden schaffen konnten“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk. Die Kooperation zweier kommunaler Unternehmen habe ein Angebot hervorgebracht, das einen konkreten Nutzen für die Stadt schaffe.

Nach Angaben der Partner sollen künftig weitere Gebäude mit Mieterstrom versorgt werden. Geplant ist eine Ausweitung des Modells sowohl innerhalb des York-Quartiers als auch auf weitere Wohnstandorte im Bestand von Wohn + Stadtbau.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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