
Stephan Bornhöft (links) der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice und Peter Ohm der Greulich & Co. GmbH. Quelle: Stadtwerke Karlsruhe
ÜBERNAHME:
Stadtwerke Karlsruhe sichern sich Tiefbaukompetenz
Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Karlsruhe übernimmt das örtliche Tiefbauunternehmen Greulich. Damit will sie den Ausbau der Netze für Strom, Wärme und Wasser beschleunigen.
Stromleitungen verlegen, Fernwärmenetze erweitern, Glasfaser ausbauen – nahezu alle Infrastrukturvorhaben von Stadtwerken
beginnen im Erdreich. Um unabhängiger von externen Kapazitäten zu werden, beteiligen sich aktuell vermehrt Energieversorger
an Tiefbauunternehmen. Auch die Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH geht diesen Schritt: Sie übernimmt die Greulich & Co.
GmbH, ein in Karlsruhe ansässiges Unternehmen für Tief- und Rohrleitungsbau.
Mit dem Kauf will die Netzgesellschaft zusätzliche Kapazitäten aufbauen und Fachkräfte langfristig an sich binden. Ziel sei es, Bauvorhaben in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme künftig schneller und flexibler umsetzen zu können. Die rund 80 Mitarbeitenden von Greulich bleiben im Unternehmen, wie der Energieversorger versichert. Das übernommene Unternehmen soll fortan als eigenständige Tochtergesellschaft unter dem Dach des Netzservice der Stadtwerke Karlsruhe firmieren.
Die bisherigen Eigentümer veräußerten die Firma aus Altersgründen, wie es aus dem Norden Baden-Württembergs weiter heißt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut Netzservice bedeutet die Übernahme keine Abkehr von bestehenden Partnerschaften im Tiefbau. Vielmehr sollen die hinzugewonnenen Kapazitäten das eigene Leistungsportfolio erweitern, um wachsende Anforderungen im Infrastrukturausbau besser abdecken zu können.
Neue Perspektiven für Greulich & Co.
Greulich & Co. wurde 1923 gegründet und ist auf Tief- und Rohrleitungsbau für die Energie- und Wasserversorgung spezialisiert. Zum Leistungsspektrum gehören insbesondere Arbeiten im Bereich Gas, Wasser und Fernwärme. Mit dem Einstieg der Stadtwerke-Gruppe erhalte das Unternehmen neue Perspektiven, heißt es in der Mitteilung.
„Wir gewinnen mit der Übernahme qualifizierte Fachkräfte und stärken unsere Baukompetenz dort, wo sie für die Energiewende am dringendsten gebraucht wird“, erklärt Stephan Bornhöft, Geschäftsführer des Stadtwerke Karlsruhe Netzservice und neuer Gesellschaftervertreter von Greulich & Co. Die Übernahme sei ein konsequenter Schritt, um den Ausbau der Netzinfrastruktur voranzutreiben und gleichzeitig die bewährte Zusammenarbeit mit externen Partnern fortzuführen.
Auch Peter Ohm, der bisherige Inhaber, sieht in dem Verkauf eine zukunftssichere Lösung: „Für mich war entscheidend, dass mein Team eine langfristige Perspektive behält. Der Netzservice bringt Stabilität und Entwicklungsmöglichkeiten mit – und ein echtes Interesse am Netzausbau.“
Energieversorger setzen verstärkt auf eigene Tiefbaukompetenz: Die Stadtwerke Herne (Nordrhein-Westfalen) kauften im April das Tiefbauunternehmen Josef Koch. Ebenfalls im April dieses Jahr hatten die Stadtwerke Amberg (Bayern) den lokalen Tiefbauer Alfred Arbogast vollständig übernommen und damit nach eigenen Angaben nicht nur ihr Portfolio erweitert, sondern den Familienbetrieb auch vor der Insolvenz bewahrt. Auch die DEW 21 aus Dortmund, hat Anfang des Jahres die Übernahme der Kneip Leitungstiefbau GmbH bekanntgegeben.
Mit dem Kauf will die Netzgesellschaft zusätzliche Kapazitäten aufbauen und Fachkräfte langfristig an sich binden. Ziel sei es, Bauvorhaben in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme künftig schneller und flexibler umsetzen zu können. Die rund 80 Mitarbeitenden von Greulich bleiben im Unternehmen, wie der Energieversorger versichert. Das übernommene Unternehmen soll fortan als eigenständige Tochtergesellschaft unter dem Dach des Netzservice der Stadtwerke Karlsruhe firmieren.
Die bisherigen Eigentümer veräußerten die Firma aus Altersgründen, wie es aus dem Norden Baden-Württembergs weiter heißt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut Netzservice bedeutet die Übernahme keine Abkehr von bestehenden Partnerschaften im Tiefbau. Vielmehr sollen die hinzugewonnenen Kapazitäten das eigene Leistungsportfolio erweitern, um wachsende Anforderungen im Infrastrukturausbau besser abdecken zu können.
Neue Perspektiven für Greulich & Co.
Greulich & Co. wurde 1923 gegründet und ist auf Tief- und Rohrleitungsbau für die Energie- und Wasserversorgung spezialisiert. Zum Leistungsspektrum gehören insbesondere Arbeiten im Bereich Gas, Wasser und Fernwärme. Mit dem Einstieg der Stadtwerke-Gruppe erhalte das Unternehmen neue Perspektiven, heißt es in der Mitteilung.
„Wir gewinnen mit der Übernahme qualifizierte Fachkräfte und stärken unsere Baukompetenz dort, wo sie für die Energiewende am dringendsten gebraucht wird“, erklärt Stephan Bornhöft, Geschäftsführer des Stadtwerke Karlsruhe Netzservice und neuer Gesellschaftervertreter von Greulich & Co. Die Übernahme sei ein konsequenter Schritt, um den Ausbau der Netzinfrastruktur voranzutreiben und gleichzeitig die bewährte Zusammenarbeit mit externen Partnern fortzuführen.
Auch Peter Ohm, der bisherige Inhaber, sieht in dem Verkauf eine zukunftssichere Lösung: „Für mich war entscheidend, dass mein Team eine langfristige Perspektive behält. Der Netzservice bringt Stabilität und Entwicklungsmöglichkeiten mit – und ein echtes Interesse am Netzausbau.“
Energieversorger setzen verstärkt auf eigene Tiefbaukompetenz: Die Stadtwerke Herne (Nordrhein-Westfalen) kauften im April das Tiefbauunternehmen Josef Koch. Ebenfalls im April dieses Jahr hatten die Stadtwerke Amberg (Bayern) den lokalen Tiefbauer Alfred Arbogast vollständig übernommen und damit nach eigenen Angaben nicht nur ihr Portfolio erweitert, sondern den Familienbetrieb auch vor der Insolvenz bewahrt. Auch die DEW 21 aus Dortmund, hat Anfang des Jahres die Übernahme der Kneip Leitungstiefbau GmbH bekanntgegeben.

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Montag, 28.07.2025, 16:01 Uhr
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