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Enerige & Management > Aus Der Aktuellen Ausgabe - Sagen Sie mal: Constantin Eis
Quelle: E&M
AUS DER AKTUELLEN AUSGABE:
Sagen Sie mal: Constantin Eis
In der E&M-Rubrik „Sagen Sie mal“ stellen wir ein paar kurze Fragen und bitten um kurze Antworten zu einem aktuellen Thema.
 
 
Constantin Eis ist CEO der CMBLU Energy AG mit Sitz in Alzenau bei Aschaffenburg
Quelle: CMBLU Energy AG

Herr Eis, Ihr Unternehmen − die CMBLU Energy − hat kürzlich mit einer Finanzierungsrunde die Milliardenbewertung erreicht. Was bedeutet dieser Schritt konkret für die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens?

Die erreichte Bewertung ist für uns vor allem eine Bestätigung der bisherigen Leistung des gesamten Teams − sowohl in der technologischen Entwicklung als auch in der Industrialisierung. Ausschlaggebend waren unsere Fortschritte in der Umsetzung sowie erste erfolgreiche Kundeneinsätze. Durch neue Gesellschafter wie Samsung Ventures hoffen wir, unser Wachstum gezielt zu beschleunigen und damit auch unsere Skalierungsfähigkeit zu erhöhen. Wir sehen weltweit einen deutlich steigenden Bedarf an Flexibilität in Energiesystemen, der sowohl durch den Ausbau erneuerbarer Energien als auch durch die Nachfrage von Industriekunden getrieben wird. Besonders dynamisch entwickelt sich aktuell der US-Markt, etwa durch den stark wachsenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren.

Ihre Solid-Flow-Batterien kommen ohne Lithium aus. Welche Vorteile sehen Sie darin mit Blick auf Kosten, Lieferketten und Genehmigungen?

Unsere Batterie ist wasserbasiert und kommt vollständig ohne Lithium aus, was uns deutlich unabhängiger von globalen Lieferketten macht. Die benötigten Rohstoffe können in Europa oder den USA beschafft werden, was insbesondere in der aktuellen geopolitischen Lage ein klarer Vorteil in Bezug auf Resilienz und Planbarkeit ist. Gleichzeitig führt diese Unabhängigkeit zu stabileren Kostenstrukturen, da wir weniger von volatilen Rohstoffmärkten betroffen sind. Auf der Genehmigungsseite unterliegen wir zwar den üblichen Verfahren, einschließlich Umweltgutachten und Brandschutzkonzepten, jedoch ist das Risiko für Umweltbelastungen und Brände im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien wesentlich geringer. Dies vereinfacht Genehmigungsprozesse und erhöht die Akzeptanz beispielsweise in hochverdichteten Industrie- oder Wohngebieten.

Mit Uniper haben Sie bereits eine Rahmenvereinbarung über 5 Millionen kWh geschlossen. Welche Rolle spielen Solid-Flow-Batterien für Dienstleister und die Industrie?

Die Industrie ist für uns ein zentraler Wachstumstreiber, da viele Unternehmen aktuell unter hohen Strompreisen und steigenden Netzentgelten leiden. Unsere Technologie ermöglicht es, Lastspitzen gezielt zu reduzieren und dadurch die Netzkosten signifikant zu senken, was zu einer schnellen Amortisation der Investition führen kann. Gleichzeitig beobachten wir, dass immer mehr Industriebetriebe eigene Stromerzeugungsanlagen installieren, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien. In Kombination mit unserer Speichertechnologie nutzen Unternehmen diese Anlagen effizienter und erhöhen ihre Eigenverbrauchsquote deutlich. Unser erster kommerzieller Industriekunde Mercedes-Benz will unsere Solid-Flow-Batterie im Werk Rastatt genau zu diesem Zweck einsetzen und sie mit Blick auf zukünftige Projekte erproben. 
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Dienstag, 18.08.2026, 09:17 Uhr

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