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Enerige & Management > Wärme - Pelletpreis steigt um rund zehn Prozent
Quelle: Shutterstock / tchara
WÄRME:
Pelletpreis steigt um rund zehn Prozent
Holzpellets haben sich im August deutlich verteuert. Der Abstand zu Heizöl und Erdgas bleibt dennoch groß, während weniger Sägespäne für die Produktion verfügbar sind.
 
Heizen mit Pellets ist teurer geworden: Für eine Abnahmemenge von 6 Tonnen nennt das Deutsche Pelletinstitut (Depi) im August bundesweit einen Durchschnittspreis von 427,72 Euro je Tonne. Das Berliner Institut erhebt monatlich den Pelletpreis. Gegenüber Juli stieg der Preis um rund 10 Prozent. Eine kWh Wärme aus Pellets kostet damit 8,55 Cent.

Trotz dieses Anstiegs bleiben Pellets günstiger als die beiden fossilen Vergleichsbrennstoffe. Nach Berechnungen des Depi kosten sie rund 35 Prozent weniger als Heizöl und rund 24 Prozent weniger als Erdgas. Das Preisniveau für Pellets liegt allerdings über dem der vergangenen beiden Jahre.
 
Pellets kosten im August 8,55 Cent je kWh. Damit liegen die Brennstoffkosten weiterhin unter denen von Heizöl und Erdgas.
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Quelle: Depi

Als Ursache für den vergleichsweise starken Anstieg im Sommer nennt das Depi vor allem die geringere Verfügbarkeit von Sägespänen. Sie bilden den wichtigsten Rohstoff für die Pelletproduktion. Wegen der schwachen Baukonjunktur schneiden Sägewerke derzeit weniger Holz ein. Dadurch fallen auch weniger Sägespäne an. Zugleich verweist das Institut auf gestiegene Personal- und Transportkosten.

Depi-Geschäftsführer Martin Bentele stellt dem aktuellen Anstieg die längerfristige Preisentwicklung gegenüber. Seit 2015 lagen Pellets nach Angaben des Instituts im Durchschnitt rund 25 Prozent unter dem Preis von Heizöl und fast 31 Prozent unter dem von Erdgas. „Auch wenn die Preise aktuell höher liegen: Wer langfristig mit Pellets heizt, hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich weniger für seine Wärme bezahlt als bei Öl oder Gas“, sagt Bentele.

Regional zeigt sich im August ein Preisgefälle. Bei einer Abnahmemenge von 6 Tonnen weist die Preistabelle des Depi für Süddeutschland 429,45 Euro je Tonne aus. In Mitteldeutschland liegt der Wert bei 422,97 Euro, in Nord- und Ostdeutschland bei 419,19 Euro. Damit ist Süddeutschland in dieser Abnahmeklasse die teuerste der drei ausgewiesenen Regionen.

Bei größeren Liefermengen sinkt der Tonnenpreis. Für eine Abnahme von 26 Tonnen nennt das Depi bundesweit einen Durchschnitt von 410,24 Euro je Tonne. Regional nennt das Institut 415,42 Euro im Süden, 406,34 Euro in Nord- und Ostdeutschland sowie 402,32 Euro in Mitteldeutschland. Bei 3 Tonnen liegen die Werte zwischen 435,84 Euro in Nord- und Ostdeutschland und 443,12 Euro im Süden.

Der Depi-Pelletpreis bildet den Durchschnittspreis für Pellets der Qualitätsklasse „ENplus A1“ ab. Das Institut berücksichtigt Lieferungen im Umkreis von 50 Kilometern sowie alle Nebenkosten und die Mehrwertsteuer. Neben dem bundesweiten Durchschnitt veröffentlicht es Werte für Süd-, Mittel- sowie Nord- und Ostdeutschland. (ds)
 

Davina Spohn
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