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Enerige & Management > Wasserstoff - Open Season für H2-Importterminal Wilhelmshaven
Quelle: Pixabay / akitada31
WASSERSTOFF:
Open Season für H2-Importterminal Wilhelmshaven
Uniper Hydrogen GmbH hat eine Open Season für Kapazitäten an seinem geplanten Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven gestartet.
 
Uniper Hydrogen fragt für das Wilhelmshavener Wasserstoff-Importterminal den Badarf des Marktes ab. Das H2-Importterminal soll den Import von Wasserstoff über Ammoniak ermöglichen, teilte Uniper Hydrogen am 15. Mai mit. Nach dem Entladen des Ammoniaks wird dieses in einem großtechnischen Ammoniak-Cracker vor Ort aufgespalten und der Wasserstoff in das deutsche Wasserstoff-Kernnetz eingespeist.

Darüber hinaus bestehen laut Uniper Bahnverlade-Kapazitäten für den sicheren und effizienten Transport von Ammoniak über die Schiene. Die Importkapazität beträgt bis zu 2,6 Millionen Tonnen Ammoniak, was rund 350.000 Tonnen Wasserstoff entspricht.

Die Open Season wird in zwei aufeinanderfolgenden Phasen durchgeführt, wie es weiter heißt. In der ersten Phase sind interessierte Marktteilnehmer aufgefordert, eine Interessenbekundung einzureichen, in der sie ihre gewünschte Kapazität angeben und eine Teilnahmegebühr entrichten. Im anschließenden Zuteilungsverfahren wird die Kapazitätsreservierung bestätigt.

In der zweiten Phase sollen laut Uniper Eckpunkte als Grundlage für den Terminalnutzungsvertrag ausgegeben werden, der mit den teilnehmenden Kapazitätsnutzern entwickelt wird. Der Prozess endet mit der Unterzeichnung des Terminalnutzungsvertrags, wodurch eine verbindliche Kapazitätsbuchung zustande kommt.

Ammoniak gilt als kostengünstiges Medium für den Wasserstoff-Transport. In Wilhelmshaven will Uniper deshalb Anlagen zur Spaltung von Ammoniak in Wasserstoff und Stickstoff errichten. Der direkte Transport von Wasserstoff ist technisch anspruchsvoll und kostspielig, während Ammoniak einfacher verflüssigt und verschifft werden kann. Für die Rückgewinnung von Wasserstoff sind jedoch großtechnische Cracker-Anlagen erforderlich.
 

Heidi Roider
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