Quelle: Georg Eble
WINDKRAFT:
Offshore-Windkraft als Beschäftigungstreiber
Vor allem Bundesländer, die gar keinen Zugang zum Meer haben, profitieren von der Windkraft auf hoher See. So eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Windenergie Offshore.
Die Offshore-Windenergie entwickelt sich laut Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) in Deutschland zunehmend zu einem industriellen
Wachstumstreiber. Der Verband beruft sich dabei auf eine von ihm beauftragte Studie des Instituts Windreseach. Auffällig ist
dabei: Nicht nur die Küstenländer profitieren von den Windrädern auf hoher See, sondern insbesondere das industrielle Binnenland.
Wie der BWO weiter mitteilte, erreichte im Jahr 2025 die Offshore-Branche eine Wertschöpfung von 14,6 Milliarden Euro und bleibt damit ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Bei Umsetzung des gesetzlichen Ausbauziels von 70 GW bis 2045 kann diese auf über 50 Milliarden Euro steigen. Die Studie hebt hervor, dass die Wertschöpfung entlang der gesamten Kette entsteht – von Planung und Fertigung bis zu Betrieb und Rückbau – und damit zahlreiche Industriezweige einbindet.
Insgesamt arbeiten knapp 50.000 Menschen in der Branche, umgerechnet rund 31.530 Vollzeitstellen. Die regionale Verteilung der Jobs folgt einer klaren Arbeitsteilung. Während Norddeutschland Schwerpunkte bei Umsetzung, Logistik und Betrieb der Offshore-Windparks aufweist, konzentrieren sich industrielle Fertigung und Zulieferstrukturen zunehmend im Westen und Süden der Republik.
Nordrhein-Westfalen führt mit rund 6.300 Vollzeitstellen, gefolgt von Baden-Württemberg mit über 5.300. Auch das Saarland zählt mit 3.575 Arbeitnehmern zu den bedeutenden Standorten. Als erstes Nordland beschäftigt Niedersachsen 3.557 Menschen in dem Bereich.
Die Branche umfasst derzeit 893 Marktteilnehmer, von denen rund ein Drittel ausschließlich im Offshore-Segment tätig ist. Gleichzeitig steht die Lieferkette unter wachsendem internationalen Wettbewerbsdruck. Die Studie betont, dass Deutschland über eine breit aufgestellte und regional verteilte Wertschöpfungskette verfügt, die jedoch zunehmend unter Druck gerät.
Unzureichende Netzanbindung hemmt Wachstum
Ein zentrales Hemmnis bleibt die Netzanbindung. Laut Befragung der Marktteilnehmer führen Engpässe zu Verzögerungen von durchschnittlich 3,2 Jahren. Diese Verzögerungen wirken sich auf Projekte, Investitionen und die gesamte Lieferkette aus.
Gleichzeitig sieht die Studie erhebliche Beschäftigungspotenziale. „Das Potenzial ist erheblich: Bei stabilen Ausbaupfaden kann sich die Beschäftigung bis 2045 nahezu vervierfachen.“ In diesem Szenario könnte die Zahl der Beschäftigten auf rund 120.000 steigen. Voraussetzung dafür sind verlässliche Rahmenbedingungen und ein kontinuierlicher Ausbaupfad.
Die Modellrechnungen zeigen jedoch auch die Risiken einer reduzierten Ausbaupolitik. Wird das Ziel bis 2045 um nur 10 GW auf 60 GW abgesenkt, könnten bis zu 50.000 Arbeitsplätze sowie rund 20 Milliarden Euro an Wertschöpfung entfallen. Beschäftigung und wirtschaftliche Effekte hängen laut Studie maßgeblich von industriepolitischen Rahmenbedingungen und dem Anteil inländischer Wertschöpfung ab.
BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm warnt entsprechend vor einer Abschwächung der Ausbauziele: „Wer den Ausbau der Offshore-Windenergie infrage stellt, gefährdet nicht nur die Energieversorgung, sondern auch zehntausende Arbeitsplätze und industrielle Perspektiven in Deutschland. Eine Absenkung der Ausbauziele würde die Wertschöpfungskette schwächen und Investitionen ins Ausland verlagern.“
Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus Online-Befragung, Experteninterviews und Marktanalyse.
Wie der BWO weiter mitteilte, erreichte im Jahr 2025 die Offshore-Branche eine Wertschöpfung von 14,6 Milliarden Euro und bleibt damit ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Bei Umsetzung des gesetzlichen Ausbauziels von 70 GW bis 2045 kann diese auf über 50 Milliarden Euro steigen. Die Studie hebt hervor, dass die Wertschöpfung entlang der gesamten Kette entsteht – von Planung und Fertigung bis zu Betrieb und Rückbau – und damit zahlreiche Industriezweige einbindet.
Insgesamt arbeiten knapp 50.000 Menschen in der Branche, umgerechnet rund 31.530 Vollzeitstellen. Die regionale Verteilung der Jobs folgt einer klaren Arbeitsteilung. Während Norddeutschland Schwerpunkte bei Umsetzung, Logistik und Betrieb der Offshore-Windparks aufweist, konzentrieren sich industrielle Fertigung und Zulieferstrukturen zunehmend im Westen und Süden der Republik.
Nordrhein-Westfalen führt mit rund 6.300 Vollzeitstellen, gefolgt von Baden-Württemberg mit über 5.300. Auch das Saarland zählt mit 3.575 Arbeitnehmern zu den bedeutenden Standorten. Als erstes Nordland beschäftigt Niedersachsen 3.557 Menschen in dem Bereich.
Die Branche umfasst derzeit 893 Marktteilnehmer, von denen rund ein Drittel ausschließlich im Offshore-Segment tätig ist. Gleichzeitig steht die Lieferkette unter wachsendem internationalen Wettbewerbsdruck. Die Studie betont, dass Deutschland über eine breit aufgestellte und regional verteilte Wertschöpfungskette verfügt, die jedoch zunehmend unter Druck gerät.
Unzureichende Netzanbindung hemmt Wachstum
Ein zentrales Hemmnis bleibt die Netzanbindung. Laut Befragung der Marktteilnehmer führen Engpässe zu Verzögerungen von durchschnittlich 3,2 Jahren. Diese Verzögerungen wirken sich auf Projekte, Investitionen und die gesamte Lieferkette aus.
Gleichzeitig sieht die Studie erhebliche Beschäftigungspotenziale. „Das Potenzial ist erheblich: Bei stabilen Ausbaupfaden kann sich die Beschäftigung bis 2045 nahezu vervierfachen.“ In diesem Szenario könnte die Zahl der Beschäftigten auf rund 120.000 steigen. Voraussetzung dafür sind verlässliche Rahmenbedingungen und ein kontinuierlicher Ausbaupfad.
Die Modellrechnungen zeigen jedoch auch die Risiken einer reduzierten Ausbaupolitik. Wird das Ziel bis 2045 um nur 10 GW auf 60 GW abgesenkt, könnten bis zu 50.000 Arbeitsplätze sowie rund 20 Milliarden Euro an Wertschöpfung entfallen. Beschäftigung und wirtschaftliche Effekte hängen laut Studie maßgeblich von industriepolitischen Rahmenbedingungen und dem Anteil inländischer Wertschöpfung ab.
BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm warnt entsprechend vor einer Abschwächung der Ausbauziele: „Wer den Ausbau der Offshore-Windenergie infrage stellt, gefährdet nicht nur die Energieversorgung, sondern auch zehntausende Arbeitsplätze und industrielle Perspektiven in Deutschland. Eine Absenkung der Ausbauziele würde die Wertschöpfungskette schwächen und Investitionen ins Ausland verlagern.“
Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus Online-Befragung, Experteninterviews und Marktanalyse.
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 14.04.2026, 16:37 Uhr
Dienstag, 14.04.2026, 16:37 Uhr
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