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Enerige & Management > Kohle - Neue Förderrunde für Strukturwandel startet
Quelle: Fotolia / kw-on
KOHLE:
Neue Förderrunde für Strukturwandel startet
Neue Fördermittel für den Strukturwandel in Kohleregionen stehen bereit. Das Bundesumweltministerium hat eine weitere Förderrunde für kommunale Nachhaltigkeitsprojekte gestartet.
 
Das Bundesumweltministerium hat eine weitere Förderrunde seines Programms für den Strukturwandel in ehemaligen Kohleregionen gestartet. Am 25. März hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) in Berlin die vierte Förderrunde des Programms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) eröffnet. 

Das Programm richtet sich an Akteure aus dem Lausitzer, Mitteldeutschen und Rheinischen Revier. Kommunen, Unternehmen, Hochschulen sowie Vereine und Stiftungen können ihre Projektskizzen einreichen. Das Ministerium will damit Vorhaben fördern, die den sozial-ökologischen Wandel in den betroffenen Regionen voranbringen. In einem zweistufigen Verfahren wählt es zunächst geeignete Ideen aus und fordert diese anschließend zur Antragstellung auf.

Schneider erklärte, ein nachhaltiger Strukturwandel gelinge vor allem dann, wenn die Menschen vor Ort aktiv eingebunden sind. Der Austausch zwischen den Regionen spiele dabei eine wichtige Rolle. Einige der bislang geförderten Projekte hätten sich bereits als übertragbar erwiesen und dienten anderen Kommunen als Orientierung. Neben wirtschaftlichen Perspektiven gewinnen laut Schneider auch Umweltqualität und gesellschaftlicher Zusammenhalt an Bedeutung.

Förderung umfasst bisher 116 Projekte

In den ersten drei Förderrunden stieß das Programm auf breite Resonanz, wie es von Seiten des Ministeriums heißt. Es unterstützt nach Ministeriumsangaben derzeit 116 Modellvorhaben mit insgesamt rund 105 Millionen Euro. Für das gesamte Programm stehen Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro bereit. Die Förderung ist Teil des Strukturstärkungsgesetzes für Kohleregionen und gehört zum Fördersystem für strukturschwache Regionen in Deutschland.

Das Förderprogramm legt einen Schwerpunkt auf „weiche“ Standortfaktoren. Dazu zählen Umweltqualität, soziale Teilhabe und bürgerschaftliches Engagement. Diese Aspekte beeinflussen nach Einschätzung des Ministeriums zunehmend die Attraktivität von Regionen, etwa bei der Gewinnung von Fachkräften oder beim Zuzug von Familien.

Gefördert werden sowohl investive als auch konzeptionelle Maßnahmen. Zu den investiven Projekten gehören beispielsweise die naturnahe Gestaltung von Flächen und Gewässern sowie Vorhaben im nachhaltigen Tourismus. Zudem unterstützt das Programm kommunale Nachhaltigkeitsstrategien, Managementstrukturen und die Vernetzung von Akteuren.

Auch Bildungs- und Kulturprojekte zählen zum Förderportfolio. Sie sollen insbesondere Kinder und Jugendliche für Nachhaltigkeit sensibilisieren und ihr Engagement stärken. Damit verbindet das Ministerium ökologische Ziele mit gesellschaftlicher Entwicklung in den betroffenen Regionen.

Interessierte Akteure können ihre Projektskizzen seit dem 25. März einreichen. Zur Unterstützung organisiert die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), die das Programm als Projektträger betreut, zwei digitale Informationsveranstaltungen. Diese finden am 15. April und am 5. Mai statt und sollen Fragen zur Bewerbung klären.
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Mittwoch, 25.03.2026, 14:50 Uhr

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