• Gaspreise nähern sich höchstem Stand seit Januar 2023
  • Augsburg baut E-Carsharing aus
  • AKW Paks ging wieder mit Maximalleistung ans Netz
  • Landtag votiert einstimmig für separate Strompreiszone
  • Total Energies steigt aus Arctic LNG 2 aus
  • Streit um Kraftwerk für Rechenzentrum
  • Verkehrsressort will alle alternativen Antriebe gleichbehandeln
  • Fortschritte in der Nordsee
  • Strategische Gasreserve bleibt bis 2029
  • Flexible Stromnutzung stößt auf Interesse
Enerige & Management > Regenerative - Maxsolar und DB Energie schließen Hybrid-PPA
Quelle: Shutterstock / lovelyday12
REGENERATIVE:
Maxsolar und DB Energie schließen Hybrid-PPA
Maxsolar liefert DB Energie zehn Jahre Strom aus einem Solarpark mit Batteriespeicher. Das Projekt Friedrichshof kommt ohne Förderung aus.
 
Maxsolar und DB Energie haben einen zehnjährigen PPA-Stromliefervertrag für eine Anlagenkombination aus Photovoltaik und Batteriespeicher geschlossen, teilten die Partner mit. Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich bei dem Projekt Friedrichshof in Mecklenburg-Vorpommern um die erste förderfreie Anlagenkombination dieser Art in Deutschland, die über einen Hybrid-PPA vermarktet wird.

Hybrid-PPA können eine Erzeugungsanlage und einen Speicher am selben Standort umfassen oder einen Stromabnahmevertrag für die Erzeugungsanlage mit einem gesonderten Speichervertrag kombinieren. Ziel ist, den Wert des Stroms durch einen flexibleren Lieferzeitpunkt zu erhöhen.

Der Solarpark in der Gemeinde Klein Belitz im Landkreis Rostock soll eine installierte Leistung von rund 37 MW erreichen. Maxsolar rechnet mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 36.680 MWh. Am selben Standort entsteht ein Batteriespeicher mit 15 MW Leistung und 30 MWh Speicherkapazität. Photovoltaikanlage und Speicher sollen im Sommer 2027 den Betrieb gehen.

Der Stromliefervertrag läuft über zehn Jahre. Maxsolar liefert den erzeugten Strom einschließlich der Herkunftsnachweise an DB Energie. Die Vertragsparteien haben eine „Pay-as-Nominated“-Bilanzkreislieferung vereinbart. Grundlage bildet die jeweils für den Folgetag prognostizierte Stromerzeugung. 

Speicher verschiebt Liefermengen

Der Batteriespeicher soll es ermöglichen, die prognostizierten Einspeisemengen innerhalb des Lieferprofils zeitlich zu verschieben. Damit lässt sich die Einspeisung von der unmittelbaren Solarstromproduktion entkoppeln. Der PPA umfasst somit nicht nur die Abnahme der Erzeugung, sondern bezieht die Flexibilität des Speichers in das Vermarktungsmodell ein.

„Das Projekt Friedrichshof zeigt, wie sich Photovoltaik und Batteriespeicher als integrierte Anlagenkombination auch ohne Förderung erfolgreich vermarkten lassen und damit den Weg für eine neue Generation erneuerbarer Energieprojekte ebnen“, sagte Anwar Darwich, Commercial Director bei Maxsolar. 

Maxsolar will nach eigenen Angaben weitere Photovoltaikprojekte zusammen mit Batteriespeichern entwickeln und vermarkten. Das Unternehmen sieht in solchen Anlagenkombinationen eine Möglichkeit, förderfreie Projekte stärker an den Preissignalen des Strommarktes auszurichten.

Das Projekt Friedrichshof soll dafür einen ersten Anwendungsfall im PPA-Geschäft der beiden Unternehmen liefern. Entscheidend für das Vermarktungsmodell ist, dass der Speicher nicht getrennt vom Solarpark betrachtet wird. Er wird in die Erfüllung des vereinbarten Lieferprofils einbezogen und kann Erzeugungsmengen zwischen verschiedenen Stunden verschieben. Dadurch erweitert sich die Rolle des Speichers von einer eigenständigen Flexibilitätsanlage zu einem Bestandteil der langfristigen Stromlieferung.

Die im Jahr 2009 gegründete Maxsolar GmbH mit Sitz in Traunstein entwickelt integrierte Energiekonzepte, die Photovoltaik, Windkraft, Speicher, Elektromobilität und Wärmeversorgung verbinden. Das Unternehmen beschäftigt rund 400 Mitarbeitende und verfügt über eine Projektpipeline von 7.600 MW. (hr)
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 10.08.2026, 12:01 Uhr

Mehr zum Thema