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Enerige & Management > PPA-Preisindex - Leichtes PPA-Preisplus zum Jahresbeginn
Quelle: E&M
PPA-PREISINDEX:
Leichtes PPA-Preisplus zum Jahresbeginn
Die Preiskorridore für marktübliche Power Purchase Agreements sind im Januar 2026 gestiegen. Das ergibt der PPA-Preisindex von E&M und Enervis.
 
Die erzielbaren Preiskorridore für typische Strom-Direktlieferverträge aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (Power Purchase Agreements) haben sich in Deutschland im Januar 2026 – in Abhängigkeit vom Strom-Terminmarkt der Börse EEX – nach oben entwickelt. Das ergeben aktuelle Berechnungen des Analysehauses Enervis für den gemeinsamen PPA-Preisindex mit Energie und Management. 

Demnach sind die Preise im Terminmarkt im Januar, die die Referenzpreise für PPA bilden, vor allem im kurzfristigen Zeithorizont gestiegen. Während das Frontjahr 2027 bei knapp 85 Euro/MWh notiert, sind die Notierungen für die kommenden Quartale deutlich angestiegen. Das längerfristige Preisniveau notiert weiterhin bei unter 75 Euro/MWh für die Base-Lieferung.

Grafik 1: Neue PV-Freiflächenanlagen 
 
Neue Photovoltaik-Großanlagen konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zehnjährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen – hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
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Quelle: Enervis

Für PPA auf neue Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit zehnjähriger Stromlieferung mit einem Lieferstart im Februar 2026 lag der Preiskorridor im Januar zwischen 29 Euro/MWh und 41 Euro/MWh.

Der dazu korrespondierende Terminmarkt-Mischpreis im Januar für die betreffende PPA-Laufzeit lag bei circa 77 Euro/MWh.

Grafik 2: Onshore-Windenergieanlagen im Bestand
 
Über 20 Jahre alte Windräder an Land konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zweijährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen – hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
(zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: Enervis

Für PPA auf bestehende, über 20 Jahre alte, ausgeförderte Windenergieanlagen an Land (Ü20-Anlagen) mit zweijähriger Stromlieferung vom Februar an ermittelten die Analysten von Enervis eine realistische Schwankungsbreite im Januar von 50 Euro/MWh bis 69 Euro/MWh. Diese hängt neben dem Terminmarkt-Mischpreis von Standort, Anlagentyp und weiteren PPA-Parametern ab. Die PPA-Preisrange liegt somit oberhalb des Niveaus des Vormonats Dezember. 

Der Terminmarkt-Mischpreis, der die Referenz für diesen PPA-Preis darstellt, lag bei rund 88 Euro/MWh und damit höher als noch im Vormonat.
 

Die Methodik des PPA-Preisindex

Auf die Marktpreis-Bandbreiten von PPA kommen die Analysten von Enervis so: Sie nehmen vom ermittelten durchschnittlichen Preis der jeweils einschlägigen Terminmarkt-Lieferprodukte auf dem Graustrom-Terminmarkt der Börse EEX − dem Dreh- und Angelpunkt für die Bepreisung dieser langfristigen Direktlieferverträge − verschiedene Ab- und Zuschläge vor:
 

Redaktion
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Dienstag, 03.02.2026, 14:27 Uhr

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