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KOHLE:
Kohle erlebt durch die Energiekrise ein Comeback
Die weltweite Kohlenachfrage dürfte 2026 trotz Ausbau erneuerbarer Energien erneut einen Rekord erreichen. Die Nachfrage nach dem fossilen Brennstoff steigt.
Der Konflikt im Nahen Osten und die dadurch stark gestiegenen Erdgaspreise treiben die Kohleverstromung zusätzlich an. Die
Internationale Energieagentur (IEA) erwartet deshalb laut neuestem Coal Mid-Year Update dieses Jahr einen Anstieg der globalen
Steinkohle-Nachfrage um 1,2 Prozent auf 8,94 Milliarden Tonnen. Damit würde der Verbrauch bereits zum zweiten Mal in Folge
einen Höchststand erreichen. Dabei hatte sich im vergangenen Jahr noch ein anderes Bild abgezeichnet. 2025 sank der Einsatz
von Kohle zur Strom-Erzeugung in Kraftwerken erstmals seit rund 50 Jahren sowohl in China als auch in Indien. Dennoch stieg
die globale Kohlenachfrage 2025 um 0,3 Prozent auf 8,84 Milliarden Tonnen:
Ein besonders ausgeprägtes El-Niño-Ereignis dürfte 2026 in Teilen Asiens den Strombedarf für Kühlung erhöhen und zugleich die Wasserkraft-Produktion dämpfen. Das könnte die Kohleverstromung insbesondere in Indien und Vietnam weiter stützen.
Bei der Kohleproduktion zeichnet sich dagegen ein Rückgang ab. 2025 blieb die weltweite Förderung mit rund 9,1 Milliarden Tonnen auf Rekordniveau. China, auf das mehr als die Hälfte der weltweiten Produktion entfällt, steigerte seine Förderung um 1,4 Prozent. In den USA zog die Produktion ebenfalls an, während Indien und Australien etwa auf dem Niveau des Vorjahres blieben. In Russland und Indonesien ging die Förderung zurück.
2026 dürfte die weltweite Produktion um rund 1 Prozent sinken, aber zum dritten Mal in Folge höher als bei 9 Milliarden Tonnen liegen. In China ging die Förderung im Juni und Juli nach Sicherheitskontrollen infolge eines schweren Grubenunglücks vorübergehend um rund 10 Prozent zurück.
Mit anhaltend hoher Nachfrage und dem Ziel größerer Energiesicherheit wird jedoch mit einer Erholung gerechnet. In Indien dürfte die Produktion um mehr als 1 Prozent steigen, während Indonesien seine Förderung nach Überangebot und gesunkenen Preisen weiter drosseln könnte. In den USA wird ein Produktionsrückgang von 3 Prozent erwartet. Wie es 2027 weitergeht, hängt stark von der Entwicklung der Gas- und LNG-Märkte ab. (ak)
- Rückgänge in einigen der wichtigsten Märkte wurden durch höhere Nachfrage in anderen Ländern ausgeglichen. In den USA etwa legten Stromverbrauch und Kohlenachfrage zu.
- Höhere Erdgaspreise, eine starke Nachfrage nach Elektrizität und politische Unterstützung für die heimische Energieproduktion sorgten dafür, dass der seit zwei Jahrzehnten anhaltende Abwärtstrend unterbrochen wurde.
- Auch energieintensive Industrien trieben den Verbrauch: In Indonesien spielte die Nickelproduktion eine Rolle, in China der Einsatz von Kohle zur Herstellung chemischer Produkte.
Ein besonders ausgeprägtes El-Niño-Ereignis dürfte 2026 in Teilen Asiens den Strombedarf für Kühlung erhöhen und zugleich die Wasserkraft-Produktion dämpfen. Das könnte die Kohleverstromung insbesondere in Indien und Vietnam weiter stützen.
Bei der Kohleproduktion zeichnet sich dagegen ein Rückgang ab. 2025 blieb die weltweite Förderung mit rund 9,1 Milliarden Tonnen auf Rekordniveau. China, auf das mehr als die Hälfte der weltweiten Produktion entfällt, steigerte seine Förderung um 1,4 Prozent. In den USA zog die Produktion ebenfalls an, während Indien und Australien etwa auf dem Niveau des Vorjahres blieben. In Russland und Indonesien ging die Förderung zurück.
2026 dürfte die weltweite Produktion um rund 1 Prozent sinken, aber zum dritten Mal in Folge höher als bei 9 Milliarden Tonnen liegen. In China ging die Förderung im Juni und Juli nach Sicherheitskontrollen infolge eines schweren Grubenunglücks vorübergehend um rund 10 Prozent zurück.
Mit anhaltend hoher Nachfrage und dem Ziel größerer Energiesicherheit wird jedoch mit einer Erholung gerechnet. In Indien dürfte die Produktion um mehr als 1 Prozent steigen, während Indonesien seine Förderung nach Überangebot und gesunkenen Preisen weiter drosseln könnte. In den USA wird ein Produktionsrückgang von 3 Prozent erwartet. Wie es 2027 weitergeht, hängt stark von der Entwicklung der Gas- und LNG-Märkte ab. (ak)
Andrea Kraus
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 21.09.2026, 16:22 Uhr
Montag, 21.09.2026, 16:22 Uhr
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