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Enerige & Management > Bilanz - In Osterholz fließt viel Geld in die Infrastruktur
Quelle: Fotolia / Minerva Studio
BILANZ:
In Osterholz fließt viel Geld in die Infrastruktur
Deutlich höhere Investitionen und eine Bilanzsumme von 120,7 Millionen  Euro vermelden die Osterholzer Stadtwerke.
 
Mit 11,2 Millionen Euro lagen die Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur rund 40 Prozent über dem Vorjahreswert von 8,0 Millionen Euro. Wie aus einer Mitteilung des niedersächsischen Versorgers weiter hervorgeht, erhöhte sich die Bilanzsumme auf 120,7 Millionen Euro (Vorjahr: 117,2 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse gingen witterungsbedingt von 92,1 Millionen Euro auf 85,8 Millionen Euro zurück.

Ungeachtet dessen behauptete das kommunale Unternehmen nach eigenen Angaben seine Marktposition mit einem Anteil von mehr als 75 Prozent in den Wettbewerbssparten Strom und Gas. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 162 auf 166.

Wärmeplanung und Digitalisierung im Fokus

Ein Schwerpunkt des Geschäftsjahres lag auf der Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur sowie der Vorbereitung auf die Anforderungen der Energiewende. Die Investitionen flossen in Versorgungssicherheit, Digitalisierung und die Modernisierung betrieblicher Prozesse. 

Darüber hinaus begleiteten die Osterholzer Stadtwerke die Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Osterholz-Scharmbeck sowie die Gemeinden Lilienthal und Ritterhude. Die Konzepte bilden die Grundlage für den Aufbau einer langfristig klimafreundlichen Wärmeversorgung und gewinnen vor dem Hintergrund der gesetzlichen Vorgaben zur Wärmewende weiter an Bedeutung. 

Auch wirtschaftlich blieb das Unternehmen stabil. Die Ausschüttung an die Gesellschafter lag – wie im Vorjahr – bei rund 4,4 Millionen Euro. Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström bewertet das Jahr als Beleg für die zunehmende Komplexität der Energieversorgung. Neben dem Ausbau der Netze, regulatorischen Anforderungen und der Digitalisierung rücke vor allem die Umsetzung regionaler Lösungen für Strom-, Gas- und Wärmeversorgung in den Mittelpunkt. Ziel bleibe es, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit mit den Anforderungen der Energiewende zu verbinden. 
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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