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Enerige & Management > Wirtschaft - Flugwindkraftwerk-Bauer in Schieflage
Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
WIRTSCHAFT:
Flugwindkraftwerk-Bauer in Schieflage
Der Hamburger Flugwindkraftanlagen-Pioneer Skysails Power hat Insolvenz angemeldet. Gespräche mit potenziellen Investoren gehen weiter, teilte das Unternehmen.
 
Die „SkySails Power“ GmbH hat am 9. Dezember einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen begründet den Schritt in einer Mitteilung damit, „dass die Verhandlungen mit einem Investor und damit die laufende Finanzierungsrunde nicht rechtzeitig zum Abschluss gekommen sind“. Das Amtsgericht Hamburg bestellte den Rechtsanwalt Tjark Thies von der Kanzlei Reimer zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

„Der Antrag war ein rechtlich notwendiger Schritt, verbessert aber durch den so geschaffenen Rechtsrahmen die Aussichten auf den erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsrunde“, so Stephan Wrage, Geschäftsführer und Gründer des in Turbulenzen geratenen Flugwindkraftwerk-Bauers. Das Volumen der laufenden Finanzierungsrunde beziffert die Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage der Redaktion auf rund 15 Millionen Euro. „Wir sind sehr zuversichtlich, diese Runde erfolgreich abzuschließen“

Der Geschäftsbetrieb werde unter Aufsicht des vorläufigen Insolvenzverwalters fortgeführt. Und die Gespräche mit interessierten Investoren liefen weiter, heißt es, Ziel des Verfahrens sei es, die langfristige Finanzierung zu sichern.

Nach Angaben des Unternehmens, das aktuell 124 Mitarbeitende zählt, ist das Auftragsvolumen im November dieses Jahres auf einen zweistelligen Millionenbetrag gestiegen. Im September hatte Skysails eine Partnerschaft mit einem taiwanesischen Unternehmen vereinbart, um die Entwicklung von Flugwindenergie im asiatischen Raum voranzubringen.

Die Insolvenz betrifft nach Angaben der Unternehmenssprecherin ausschließlich die Skysails Power GmbH. „Die Skysails Group GmbH ist nicht Teil des Verfahrens.“

Die Wurzeln von Skysails reichen mehr als 15 Jahre zurück. Unternehmensgründer Stephan Wrage begann mit der Entwicklung von Zugdrachen für die internationale Seeschifffahrt. Obgleich Reedereien mit der Erfindung Treibstoff sparten, setze sich die Technik am Markt wegen der geringen Dieselpreise nicht durch. Im Jahr 2016 ging Skysails pleite. Gleichsam wie Phönix aus der Asche startete Wrage mit neuen Investoren Skysails Power.

Im bis dato letzten im Unternehmensregister veröffentlichten Jahresabschluss weist Skysails für 2023 einen Fehlbetrag von 8,5 Millionen Euro aus. Die Zahl der Mitarbeitenden betrug damals im Jahresdurchschnitt 78.
 
Quelle: SkySails Group
 

Manfred Fischer
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Freitag, 12.12.2025, 14:51 Uhr

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