Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) gratuliert Vertretern der Unternehmen HyTACC GmbH und CryoTest GmbH zu den Förderbescheiden. Quelle: StMWi / Aneta Ufert
FINANZIERUNG:
Finanzspritze für Wasserstoff-Zentrum in Niederbayern
Der Bund unterstützt den Aufbau eines H2-Technologiezentrums in Niederbayern mit 54 Millionen Euro. Die Förderzusage wurde nun für den Standort Pfeffenhausen offiziell übergeben.
Mit einer Förderzusage in Höhe von 54 Millionen Euro erhält das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum in Pfeffenhausen nahe Landshut (Bayern) finanzielle Unterstützung
aus Bundesmitteln. Zusätzlich stellt der Freistaat Bayern bis zu 10 Millionen Euro für den Erwerb und die Erschließung des Geländes bereit. Dies gibt das Bayerische Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bekannt. Das Zentrum in Pfeffenhausen soll Prüf-, Test- und Zertifizierungsinfrastrukturen für Wasserstofftechnologien aufbauen
und sich auf Anwendungen im Mobilitätsbereich konzentrieren (wir berichteten).
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) überreichte die Förderzusage an die Projektbeteiligten. Anwesend war auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der die Bedeutung des Standorts für den Hochlauf der Wasserstoffmobilität betonte. Laut Aiwanger ermöglichen die Bundesmittel gemeinsam mit den Landeszuwendungen den Aufbau der Grundinfrastruktur sowie spezieller Test- und Prüfeinrichtungen für Komponenten in den Bereichen Tank, Betankung und Antrieb. Diese Infrastruktur richte sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups sowie an Zulieferer, die an wasserstoffbasierten Mobilitätslösungen arbeiten. Ziel sei es, Unternehmen bei der technologischen Entwicklung und Markteinführung zu unterstützen.
Eine zentrale Rolle spiele dabei auch die wissenschaftliche Begleitung. In Pfeffenhausen arbeiten mehrere Hochschulen zusammen, darunter die Technische Hochschule Ingolstadt, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut. Nach Darstellung des Ministeriums bringt dieser Forschungsverbund wissenschaftliche Expertise direkt an den Standort und soll den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie fördern.
Einbindung in bundesweites Wasserstoffnetz
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum in Pfeffenhausen ist Teil des vom Bund initiierten Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff. Dieses Konzept sieht mehrere dezentrale Standorte in Deutschland vor, an denen Prüf- und Entwicklungsinfrastrukturen für Wasserstofftechnologien entstehen. In einem Wettbewerb im Jahr 2020 wählte der Bund neben Pfeffenhausen die Standorte Duisburg, Chemnitz sowie den norddeutschen Verbund Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Stade aus.
Für jeden dieser Standorte sind laut Bundesvorgaben Fördermittel von bis zu 72,5 Millionen Euro vorgesehen. In Pfeffenhausen verteilt sich die nun zugesagte Fördersumme von 54 Millionen Euro auf Teilprojekte von fünf bayerischen Akteuren. Dazu zählen die Unternehmen HyTACC und CryoTest sowie die beteiligten Hochschulen in Regensburg, Ingolstadt und Landshut.
Inhaltlich liegt der Schwerpunkt des Zentrums auf der Entwicklung und Erprobung von Komponenten für Tanksysteme, Betankungstechnik und Antriebslösungen. Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf schwere Nutzfahrzeuge, Personenwagen und kleinere Flugzeuge. Zudem soll das Zentrum Wasserstoff in unterschiedlichen Zustandsformen bereitstellen, darunter gasförmig, flüssig sowie in kryogen verflüssigter Form.
Die Versorgung des Standorts mit Wasserstoff erfolgt über einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 5 MW, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. Nach Angaben des Ministeriums nahm die Anlage bereits im Jahr 2024 den Betrieb auf. Sie erzeugt grünen Wasserstoff und bildet damit eine wichtige Grundlage für den praktischen Betrieb der Test- und Prüfinfrastruktur.
Mit dem Aufbau des Zentrums verfolgt der Freistaat das Ziel, industrielle Anwendungen von Wasserstofftechnologien zu beschleunigen und die regionale Wertschöpfung zu stärken. Gleichzeitig soll der Standort in die Lage versetzt werden, technische Standards mitzuentwickeln, die über Bayern hinaus Anwendung finden können.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) überreichte die Förderzusage an die Projektbeteiligten. Anwesend war auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der die Bedeutung des Standorts für den Hochlauf der Wasserstoffmobilität betonte. Laut Aiwanger ermöglichen die Bundesmittel gemeinsam mit den Landeszuwendungen den Aufbau der Grundinfrastruktur sowie spezieller Test- und Prüfeinrichtungen für Komponenten in den Bereichen Tank, Betankung und Antrieb. Diese Infrastruktur richte sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups sowie an Zulieferer, die an wasserstoffbasierten Mobilitätslösungen arbeiten. Ziel sei es, Unternehmen bei der technologischen Entwicklung und Markteinführung zu unterstützen.
Eine zentrale Rolle spiele dabei auch die wissenschaftliche Begleitung. In Pfeffenhausen arbeiten mehrere Hochschulen zusammen, darunter die Technische Hochschule Ingolstadt, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut. Nach Darstellung des Ministeriums bringt dieser Forschungsverbund wissenschaftliche Expertise direkt an den Standort und soll den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie fördern.
Einbindung in bundesweites Wasserstoffnetz
Das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum in Pfeffenhausen ist Teil des vom Bund initiierten Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff. Dieses Konzept sieht mehrere dezentrale Standorte in Deutschland vor, an denen Prüf- und Entwicklungsinfrastrukturen für Wasserstofftechnologien entstehen. In einem Wettbewerb im Jahr 2020 wählte der Bund neben Pfeffenhausen die Standorte Duisburg, Chemnitz sowie den norddeutschen Verbund Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Stade aus.
Für jeden dieser Standorte sind laut Bundesvorgaben Fördermittel von bis zu 72,5 Millionen Euro vorgesehen. In Pfeffenhausen verteilt sich die nun zugesagte Fördersumme von 54 Millionen Euro auf Teilprojekte von fünf bayerischen Akteuren. Dazu zählen die Unternehmen HyTACC und CryoTest sowie die beteiligten Hochschulen in Regensburg, Ingolstadt und Landshut.
Inhaltlich liegt der Schwerpunkt des Zentrums auf der Entwicklung und Erprobung von Komponenten für Tanksysteme, Betankungstechnik und Antriebslösungen. Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf schwere Nutzfahrzeuge, Personenwagen und kleinere Flugzeuge. Zudem soll das Zentrum Wasserstoff in unterschiedlichen Zustandsformen bereitstellen, darunter gasförmig, flüssig sowie in kryogen verflüssigter Form.
Die Versorgung des Standorts mit Wasserstoff erfolgt über einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 5 MW, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. Nach Angaben des Ministeriums nahm die Anlage bereits im Jahr 2024 den Betrieb auf. Sie erzeugt grünen Wasserstoff und bildet damit eine wichtige Grundlage für den praktischen Betrieb der Test- und Prüfinfrastruktur.
Mit dem Aufbau des Zentrums verfolgt der Freistaat das Ziel, industrielle Anwendungen von Wasserstofftechnologien zu beschleunigen und die regionale Wertschöpfung zu stärken. Gleichzeitig soll der Standort in die Lage versetzt werden, technische Standards mitzuentwickeln, die über Bayern hinaus Anwendung finden können.
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 10.02.2026, 16:26 Uhr
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