Das Fenecon-Werk in Iggensbach. Quelle: Fenecon
INTERVIEW:
Fenecon-Chef sieht Großspeicher-Hype mit wachsender Skepsis
Der CEO des Speicherherstellers Fenecon, Franz-Josef Feilmeier, spricht im E&M-Interview über China, den Boom bei Batteriespeichern und Netzanschlüsse.
Der Markt für Batteriespeicher boomt. Doch Franz-Josef Feilmeier, Gründer und Geschäftsführer des bayerischen Speicherherstellers
Fenecon, sieht die Entwicklung insbesondere bei großen Batteriespeichern zunehmend kritisch. „Ich glaube, dieser ganze Stand-alone-Großspeicher-Hype
wird in dieser Form auch bald schon wieder ein Stück weit vorbei sein“, sagt er im Interview mit Energie & Management.
Derzeit drängen zahlreiche Projektentwickler und Investoren in den Markt. Viele konzentrieren sich vor allem darauf, möglichst schnell einen Netzanschluss zu sichern. Doch längst nicht alle Vorhaben werden tatsächlich umgesetzt. Nach Einschätzung Feilmeiers werden 90 Prozent der ursprünglich angedachten Projekte und beantragten Netzanschlüsse nicht realisiert. Auch Fenecon könnte schneller wachsen, wenn mehr Netzanschlüsse verfügbar wären.
Als möglichen Ausweg sieht Feilmeier flexible Netzanschlussvereinbarungen, sogenannte Flexible Connection Agreements (FCA). Allerdings müssten diese dynamisch ausgestaltet werden. Pauschale Einschränkungen, etwa ein Einspeiseverbot für Batteriespeicher zwischen 7 und 19 Uhr im Sommer, hält er für wenig sinnvoll. Stattdessen sollten Speicher abhängig von der tatsächlichen Netzauslastung betrieben werden können.
Wirtschaftlich entwickelt sich Fenecon nach Angaben des Geschäftsführers positiv. Der Umsatz liegt derzeit rund 20 Prozent über dem Vorjahresniveau, der Auftragseingang sogar 30 Prozent darüber. Das Unternehmen profitiert unter anderem davon, dass mehrere Wettbewerber im Heimspeichermarkt ausgeschieden sind. Auch bei Industrie- und Gewerbespeichern beobachtet Feilmeier eine steigende Nachfrage.
Ein Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf Großspeichern mit Fahrzeugbatterien, die ursprünglich für Elektroautos vorgesehen waren, dort aber nicht zum Einsatz kamen. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um gebrauchte Batterien. Fenecon nutzt solche Batterien für stationäre Speicher, anstatt sie unmittelbar dem Recycling zuzuführen.
Im Interview spricht Feilmeier auch über die frühere enge Zusammenarbeit mit dem chinesischen Batteriehersteller BYD und deren Ende im Jahr 2021. Damals erwirtschaftete Fenecon rund 80 Prozent seines Umsatzes mit BYD-Produkten. Heute arbeitet das Unternehmen unter anderem mit dem chinesischen Hersteller CATL zusammen, will aber zugleich seine eigene Fertigung in Deutschland ausbauen. Für 2027 sind eine Wechselrichter- und eine Batteriemodulproduktion geplant.

Das vollständige Interview mit Franz-Josef Feilmeier lesen Sie in der E&M-Zeitungsausgabe vom 1. November. (sag)
Derzeit drängen zahlreiche Projektentwickler und Investoren in den Markt. Viele konzentrieren sich vor allem darauf, möglichst schnell einen Netzanschluss zu sichern. Doch längst nicht alle Vorhaben werden tatsächlich umgesetzt. Nach Einschätzung Feilmeiers werden 90 Prozent der ursprünglich angedachten Projekte und beantragten Netzanschlüsse nicht realisiert. Auch Fenecon könnte schneller wachsen, wenn mehr Netzanschlüsse verfügbar wären.
Als möglichen Ausweg sieht Feilmeier flexible Netzanschlussvereinbarungen, sogenannte Flexible Connection Agreements (FCA). Allerdings müssten diese dynamisch ausgestaltet werden. Pauschale Einschränkungen, etwa ein Einspeiseverbot für Batteriespeicher zwischen 7 und 19 Uhr im Sommer, hält er für wenig sinnvoll. Stattdessen sollten Speicher abhängig von der tatsächlichen Netzauslastung betrieben werden können.
Wirtschaftlich entwickelt sich Fenecon nach Angaben des Geschäftsführers positiv. Der Umsatz liegt derzeit rund 20 Prozent über dem Vorjahresniveau, der Auftragseingang sogar 30 Prozent darüber. Das Unternehmen profitiert unter anderem davon, dass mehrere Wettbewerber im Heimspeichermarkt ausgeschieden sind. Auch bei Industrie- und Gewerbespeichern beobachtet Feilmeier eine steigende Nachfrage.
Ein Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf Großspeichern mit Fahrzeugbatterien, die ursprünglich für Elektroautos vorgesehen waren, dort aber nicht zum Einsatz kamen. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um gebrauchte Batterien. Fenecon nutzt solche Batterien für stationäre Speicher, anstatt sie unmittelbar dem Recycling zuzuführen.
Im Interview spricht Feilmeier auch über die frühere enge Zusammenarbeit mit dem chinesischen Batteriehersteller BYD und deren Ende im Jahr 2021. Damals erwirtschaftete Fenecon rund 80 Prozent seines Umsatzes mit BYD-Produkten. Heute arbeitet das Unternehmen unter anderem mit dem chinesischen Hersteller CATL zusammen, will aber zugleich seine eigene Fertigung in Deutschland ausbauen. Für 2027 sind eine Wechselrichter- und eine Batteriemodulproduktion geplant.

Franz-Josef Feilmeier
Quelle: Christine Brandl
Quelle: Christine Brandl
Das vollständige Interview mit Franz-Josef Feilmeier lesen Sie in der E&M-Zeitungsausgabe vom 1. November. (sag)
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 26.10.2026, 16:08 Uhr
Montag, 26.10.2026, 16:08 Uhr
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