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Enerige & Management > Effizienz - EU-Patent zur Leistungssteigerung von Druckluftspeichern
Quelle: Fotolia / Photo-K
EFFIZIENZ:
EU-Patent zur Leistungssteigerung von Druckluftspeichern
Die Hochschule Koblenz erhält ein EU-Patent für ein Verfahren zur Leistungssteigerung von Kompressoren und Druckluftspeichern. Für die Skalierung werden Industriepartner gesucht.
 
Die Forschungsgruppe Energietechnik der Hochschule Koblenz hat ein europäisches Patent für ein Verfahren zur Leistungssteigerung von Kompressoren und Druckluftspeicherkraftwerken erhalten, teilte die Hochschule mit. Das Team um Marc Nadler und Willi Nieratschker entwickelte die Technologie im Rahmen eines von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Projekts. 

Das Verfahren zielt auf eine verbesserte isotherme Kompression und Expansion von Gasen. Druckluftspeicherkraftwerke gelten als speichertechnische Option, die ohne Lithium oder seltene Erden auskommt und auf industriell etablierte Komponenten zurückgreift. Die Forscher sehen darin ein Potenzial für stationäre Speicheranwendungen im Stromsystem.

​Hochschule sucht nach Partnern

Die Arbeitsgruppe validierte das Konzept an zwei Prüfständen. Dort untersuchten die Wissenschaftler die thermodynamischen Prozesse während der Verdichtung und Expansion und optimierten die Betriebsführung. Nach Angaben der Hochschule erreichte das Team Wirkungsgradsteigerungen gegenüber dem Stand der Technik.

Ziel der Entwicklung besteht darin, Druckluftspeicherkraftwerke auf ein Niveau zu bringen, das mit Pumpspeichersystemen vergleichbar ist. Der Ansatz konzentriert sich auf die Minimierung temperaturbedingter Verluste während der Verdichtung. Die Forscher setzen dabei ausschließlich auf marktverfügbare Standardkomponenten.

Das EU-Patent sichert nach Angaben der Hochschule Koblenz die Schutzrechte für das entwickelte Verfahren in den Mitgliedstaaten. Für die nächste Entwicklungsphase plant die Forschungsgruppe Untersuchungen mit erweiterten Druckbereichen.
  Parallel sucht sie industrielle und institutionelle Partner für eine Skalierung des Konzepts. Das Verfahren eignet sich nicht nur für Druckluftspeicher, sondern auch für die Verdichtung technischer Gase wie Wasserstoff auf hohe Druckniveaus.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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