• Marktteilnehmer bleiben vor ETS-Reform vorsichtig
  • Tragfestigkeit der Bio-Treppe untersucht
  • Stadt Rudolstadt und die Teag planen Anteilstausch
  • Doppeltes Plus bei Direktvermarktung
  • Großspeicher in Hamburg geplant
  • Bonner Energievordenker
  • Gasanschluss-Abschaltung als Hemmnis für die Wärmewende
  • Allianz Trade sieht Schub für Elektromobilität
  • Bundesrat fordert Gasspeicherstrategie
  • Solar-Verband mit neuer Spitze
Enerige & Management > Vertrieb - Erdgastarife steigen für Neukunden deutlich
Quelle: Pixabay / Stefan Schweihofer
VERTRIEB:
Erdgastarife steigen für Neukunden deutlich
Wer als Haushaltskunde aktuell einen neuen Gasanbieter braucht, muss um bis zu 15 Prozent mehr bezahlen als noch vor wenigen Tagen, so das Online-Portal Verivox.
 
Die weltweit explodierenden Ölpreise infolge des Irankrieges wirken sich erstmals auch auf Gaskunden in Deutschland aus. So umschreibt Verivox eine Auswertung zu neuen Verträgen für die Lieferung von Erdgas für von Haushaltskunden. „Die günstigsten Verträge kosten jetzt im Schnitt 9,4 Cent pro Kilowattstunde“.

Im Februar habe hingegen ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh im bundesweiten Durchschnitt im günstigsten Erdgastarif mit zwölfmonatiger Preisgarantie rund 8,2 Cent/kWh bezahlt. Das waren 15 Prozent weniger.

Hintergrund der Entwicklung sind deutlich gestiegene Großhandelspreise für Erdgas infolge des Krieges im Nahen Osten. Am europäischen Handelspunkt TTF lag der Gaspreis vor Beginn der Kampfhandlungen noch zwischen 30 und 32 Euro/MWh. In der Folge der Eskalation kletterte der Preis zeitweise auf knapp 66 Euro/MWh. Damit hatte sich das Preisniveau zwischenzeitlich mehr als verdoppelt.

Inzwischen habe sich der Markt etwas beruhigt, so Verivox weiter. Aktuell notiert Erdgas am TTF bei rund 51 Euro/MWh. Damit liegt der Preis jedoch weiterhin etwa 65 Prozent über dem Niveau vor Ausbruch des Konflikts. Die höheren Großhandelspreise schlagen sich nun in den Tarifen für Neukunden nieder. Versorger kalkulieren neue Angebote stärker auf Basis der aktuellen Beschaffungskosten, während Bestandsverträge häufig noch von früher eingekauften Energiemengen profitieren.

„Die Sorge vor einer länger anhaltenden Schließung der Straße von Hormus und die aktuell hohen Großhandelspreise sorgen jedoch dafür, dass die Neukundenpreise nun deutlich anziehen“, heißt es bei Verivox.
 
Zur Vollansicht auf die Grafik klicken
Quelle: Verivox
 

Stefan Sagmeister
Chefredakteur
+49 (0) 8152 9311 33
eMail
facebook
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 17.03.2026, 08:38 Uhr

Mehr zum Thema