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GAS:
Aserbaidschan liefert Gas in den Nahen Osten
Aserbaidschan liefert durch eine neue, über türkisches Territorium verlaufende Pipeline von sofort an Erdgas nach Syrien. Der Fokus des zentralasiatischen Landes liegt auch auf Strom.
„Trend“ und „BNE Intellinews“ berichten übereinstimmend, die neueröffnete Gasröhre von Aserbaidschan über die Türkei nach
Syrien habe eine Kapazität von bis zu 2 Milliarden Kubikmetern pro Jahr. Der syrische Energieminister Al-Bashir erklärte demnach: „Die Leitung wird die Lieferung
von täglich bis zu 6 Millionen Kubikmetern Gas ermöglichen, beginnend mit der Lieferung von 3,4 Millionen Kubikmetern Gas täglich.“
Diese Menge werde es ermöglichen, die Energieproduktion um 750 MW zu steigern, was sich direkt in einer Verbesserung der Stromversorgung durch etwa vier zusätzliche Betriebsstunden pro Tag niederschlagen wird, was wiederum die Entwicklung vorantreiben und die Industrie und Wirtschaft ankurbeln wird. Nach türkischen Angaben kann durch die Pipeline rechnerisch der Strombedarf von fünf Millionen Haushalten gedeckt werden.
Bis vor kurzem lag der Schwerpunkt Aserbaidschans auf Europa, nun kommt der Nahe Osten als weiterer Absatzmarkt hinzu. Der Export von Gas nach Syrien wurde dank der engen Energiepartnerschaft zwischen Aserbaidschan und der Türkei möglich. Diese Beziehung hat sich bereits durch groß angelegte Infrastrukturprojekte bewährt, wie
Zudem könnte Syrien nicht nur als Abnehmer aserbaidschanischen Gases, sondern auch als Transitknoten für weitere Lieferungen fungieren, vor allem nach Jordanien und Ägypten. Obwohl die Pipeline zwischen Syrien und Jordanien zuvor zerstört wurde, ist ihr Wiederaufbau machbar, was letztendlich einen Korridor für Gaslieferungen bis nach Nordafrika eröffnen könnte.
Geopolitisches Signal
Parallel dazu prüft Aserbaidschan die Möglichkeit, Strom in Länder des Nahen Ostens zu exportieren. Die Strategie, einen grünen Energiekorridor vom Kaspischen Meer nach Europa zu schaffen, hat sich bereits als wirksam erwiesen, und diese Erfahrung könnte auch für die südliche Richtung adaptiert werden.
Der Beginn der aserbaidschanischen Gasexporte nach Syrien kann als geopolitisches Signal verstanden werden, das den Anspruch Aserbaidschans auf eine regionale Führungsrolle untermauert, nicht zuletzt gestützt auf die Partnerschaft der gleichermaßen ambitionierten Türkei.
Diese Menge werde es ermöglichen, die Energieproduktion um 750 MW zu steigern, was sich direkt in einer Verbesserung der Stromversorgung durch etwa vier zusätzliche Betriebsstunden pro Tag niederschlagen wird, was wiederum die Entwicklung vorantreiben und die Industrie und Wirtschaft ankurbeln wird. Nach türkischen Angaben kann durch die Pipeline rechnerisch der Strombedarf von fünf Millionen Haushalten gedeckt werden.
Bis vor kurzem lag der Schwerpunkt Aserbaidschans auf Europa, nun kommt der Nahe Osten als weiterer Absatzmarkt hinzu. Der Export von Gas nach Syrien wurde dank der engen Energiepartnerschaft zwischen Aserbaidschan und der Türkei möglich. Diese Beziehung hat sich bereits durch groß angelegte Infrastrukturprojekte bewährt, wie
- die Gaspipeline Baku–Tiflis–Erzurum, die den Grundstein für die aserbaidschanischen Gasexporte in den Westen legte,
- die Ölpipeline Baku–Tiflis–Mittelmeerhafen Ceyhan – eine der größten der Region –
- und den Südlichen Gaskorridor, ein strategisches Projekt zur Lieferung von kaspischem Gas nach Europa.
Zudem könnte Syrien nicht nur als Abnehmer aserbaidschanischen Gases, sondern auch als Transitknoten für weitere Lieferungen fungieren, vor allem nach Jordanien und Ägypten. Obwohl die Pipeline zwischen Syrien und Jordanien zuvor zerstört wurde, ist ihr Wiederaufbau machbar, was letztendlich einen Korridor für Gaslieferungen bis nach Nordafrika eröffnen könnte.
Geopolitisches Signal
Parallel dazu prüft Aserbaidschan die Möglichkeit, Strom in Länder des Nahen Ostens zu exportieren. Die Strategie, einen grünen Energiekorridor vom Kaspischen Meer nach Europa zu schaffen, hat sich bereits als wirksam erwiesen, und diese Erfahrung könnte auch für die südliche Richtung adaptiert werden.
Der Beginn der aserbaidschanischen Gasexporte nach Syrien kann als geopolitisches Signal verstanden werden, das den Anspruch Aserbaidschans auf eine regionale Führungsrolle untermauert, nicht zuletzt gestützt auf die Partnerschaft der gleichermaßen ambitionierten Türkei.
Martin Klingsporn
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Mittwoch, 06.08.2025, 11:48 Uhr
Mittwoch, 06.08.2025, 11:48 Uhr
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