• Energienotierungen zeigen sich uneinheitlich
  • Wärmeplanungsänderung stößt auf Widerspruch
  • „Wenn wir wollen, bekommen wir den Umstieg in 20 Jahren hin“
  • EABG-Regierungsvorlage: Netzbetreiber wollen Änderungen
  • LEW schließt ersten „netzneutralen“ Großspeicher ans Netz an
  • Schneider lehnt Reiches Energiewende-Pläne ab
  • Investitionen für Energiewende steigen deutlich
  • Charge X plant bundesweites Angebot
  • Gradtagszahlen: Der April macht mit dem Heizbedarf, was er will
  • Bremer SWB investiert in Netze und Wärmewende
Enerige & Management > Windkraft - Windpark Schwarzenborn scheitert an Bundeswehr
Quelle: Georg Eble
WINDKRAFT:
Windpark Schwarzenborn scheitert an Bundeswehr
Ein geplanter Windpark im hessischen Knüllgebirge wird nicht realisiert. Die Städtischen Werke Kassel beenden die Planungen für das Projekt.
 
Ein Funkmessstandort der Bundeswehr im Knüllgebirge in Nordhessen steht den geplanten Windenergieanlagen entgegen. Deshalb geben die Städtischen Werke Kassel die Entwicklung des Windparks Schwarzenborn beim gleichnamigen Städtchen auf. Das kommunale Energieunternehmen hatte das Vorhaben gemeinsam mit regionalen Partnern vorbereitet.

Die Städtische Werke AG mit Sitz in Kassel versorgt die Region mit Strom, Gas und Wärme und entwickelt seit Jahren Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. Für den Standort nahe Bad Hersfeld (Hessen) planten das Unternehmen, die Stadt Schwarzenborn und die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll mehrere Windenergieanlagen im Waldgebiet des Knüllgebirges.

Die Projektpartner wollten den Windpark gemeinsam entwickeln und betreiben. Dazu planten sie eine Gesellschaft, an der sich neben den Städtischen Werken auch die Kommune und die Energiegenossenschaft beteiligen sollten. Während der Planungsphase erhob die Bundeswehr Einwände gegen das Vorhaben. Grund dafür ist ein militärischer Funkmessstandort in der Region. Die geplanten Windenergieanlagen könnten nach Angaben der Städtischen Werke die Funktionsfähigkeit dieser Einrichtung beeinträchtigen.

Unter diesen Voraussetzungen können die Projektpartner den Windpark nicht realisieren und verzichten auf eine weitere Entwicklung des Standorts bei Schwarzenborn. Die Städtischen Werke betonen jedoch, dass der Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin zu ihren zentralen Aufgaben gehört. Laut eigener Internetseite betreibt oder betreut das Unternehmen in Nordhessen mehrere Windparks mit mehr als 30 Windenergieanlagen und über 100 MW installierter Leistung. Neue Projekte entwickeln die Kasseler weiterhin gemeinsam mit Kommunen und Bürgerenergiegesellschaften.
 

Davina Spohn
Redakteurin
+49 (0) 8152 9311 18
eMail
facebook
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 13.03.2026, 15:17 Uhr

Mehr zum Thema