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Enerige & Management > Strom - Wie sich Schwarz-Rot in der Stromrechnung niederschlägt
Quelle: Fotolia / galaxy67
STROM:
Wie sich Schwarz-Rot in der Stromrechnung niederschlägt
Was bedeuten die Vereinbarungen von Union und SPD zur Senkung der Stromsteuer und Übertragungsnetzentgelte für Haushalte? Ein Vergleichsportal taxiert die Entlastung auf 10 Prozent.
 
„Für Wohlstand und Sicherheit“ − so hatte die CDU ihr Sofortprogramm für den Wahlkampf überschrieben. Und ganz oben auf der Liste mit Ankündigungen und Versprechungen stand: „Wir senken die Stromsteuer und die Netzentgelte“. Ein Punkt, der auch in den Sondierungsgesprächen mit den Sozialdemokraten für eine mögliche Regierungsbildung auf der Agenda stand. Das Vergleichsportal Verivox hat jetzt nachgerechnet, wie hoch das Wohlstandsplus nach den Vereinbarungen zwischen Schwarz-Rot durch die Senkung der Steuer und Abgaben auf Strom für Haushalte ausfiele.

Summa summarum würden Haushalte demnach um fast 5 Milliarden Euro entlastet werden. Im Durchschnitt sänke die Stromrechnung je Haushalt um rund 10 Prozent, so die Analyse von Verivox. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh würde 145 Euro im Jahr einsparen. Bei einem Verbrauch von 2.800  kWh wären es 101 Euro. Ein Single-Haushalt mit einem Verbrauch von 1.500 kWh hätte eine um 54 Euro geringere Stromrechnung.

Der Stromsteuereffekt

Ausschlaggebend für das Wohlstandsplus ist die Absenkung der Stromsteuer, mit 2,05 Ct/kWh macht sich laut Verivox aktuell rund 7 Prozent der Rechnung aus. Das europäische Mindestmaß − die Zielmarke − beträgt 0,1 Ct/kWh. Im Falle eines Jahresverbrauchs von 4.000 kWh würde sich die geplante Steuersenkung mit 93 Euro (brutto) bemerkbar machen − eingerechnet der Mehrwertsteuer-Effekt. Bei einem Jahresverbrauch von 2.800 kWh schlüge die Steuersenkung mit 65 Euro durch, bei 1.500 kWh mit 35 Euro.

Die von Schwarz-Rot in Aussicht gestellte Halbierung der Übertragungsnetzentgelte würde in den drei Musterbeispielen die Stromrechnung brutto um 52 (4.000 kWh), 36 (2.800 kWh) und 19 Euro (1.500 kWh) geringer werden lassen.

„Die Übertragungsnetzentgelte haben sich zum Jahreswechsel 2023/2024 verdoppelt, weil ein geplanter Bundeszuschuss für die Übertragungsnetzbetreiber den Haushaltsnöten der Ampel-Koalition zum Opfer fiel“, erinnert Thorsten Stock, Energieexperte des Vergleichsportals. Die Halbierung würde „den Druck hoher Energiekosten auf die Haushalte in Deutschland abdämpfen“. Das Energiekostenniveau bliebe aber auch dann immer noch hoch.
 

Manfred Fischer
© 2025 Energie & Management GmbH
Montag, 17.03.2025, 16:42 Uhr

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