Quelle: Jonas Rosenberger
WÄRME:
Wenn eine Wärmepumpe im großen Stil um 100 Grad aufheizt
1.000 Haushalte im Ruhrgebiet mit Wärme versorgen - das leistet seit diesen Tagen eine Hochtemperatur-Wärmepumpe von Evonik und Uniper in Herne.
Der Chemiespezialist Evonik und der Energiekonzern Uniper haben in diesen Tagen mit dem Start einer innovativen Hochtemperatur-Wärmepumpe
begonnen, um 1.000 Haushalte im Ruhrgebiet mit Fernwärme zu versorgen. Die Anlage nutzt die industrielle Niedrigtemperatur-Abwärme
aus der Chemieproduktion des Evonik-Standortes Herne und transformiert sie auf ein fernwärmetaugliches Temperaturniveau. Wie
Evonik mitteilte, verantwortet Uniper als Projektpartner Finanzierung, Planung, Installation und Betrieb der Anlage. Die Wärmepumpe
soll über das Fernwärmeunternehmen Iqony bis zu 1,5 MW Wärme in das Fernwärmenetz einspeisen.
Durch den Einsatz der neuen Technologie lassen sich nach Angaben der Projektpartner pro Jahr bis zu 1.750 Tonnen CO2 in der regionalen Wärmeversorgung vermeiden. Das ist eine Addition der Emissionen, die bislang durch den Einsatz fossiler Brennstoffe entstehen.
Die Produktionsanlagen von Evonik in Herne benötigen für ihren Betrieb Kühlwasser, das sich in den Prozessen auf circa 25 bis 30 Grad Celsius erwärmt. Diese Abwärme wird künftig nicht verschenkt. Vielmehr wird sie von der Wärmepumpe genutzt und noch weiter auf das Niveau des Fernwärmenetzes von bis zu 130 Grad gesteigert. Dieser Temperatursprung von mehr als 100 Grad im Megawatt-Maßstab ist technisch anspruchsvoll – und macht die Anlage zu der ersten ihrer Art in Deutschland. Bestehende Fernwärmenetze benötigen hohe Vorlauftemperaturen, die herkömmliche Wärmepumpen nicht liefern können.

„Evonik und Uniper verdeutlichen, dass nachhaltige Energie, Versorgungssicherheit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können“, stellt Thomas Wessel fest, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik und im Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit.
Sowohl für Evonik als auch für Uniper und Iqony ist Herne ein Pilotprojekt: Basierend auf den hierbei gewonnen Erkenntnissen, prüfen die drei Partner eine Skalierung. In Zukunft ließen sich möglicherweise noch weitere circa 20 MW Abwärme einkoppeln, hieß es.
Matthias Ohl, CEO des Fernwärmegeschäfts von Iqony, strich die künftigen Möglichkeiten in der Region heraus: „Das Ruhrgebiet hat ein riesiges Fernwärme-Potential. Industrielle Abwärme auf verschiedenen Temperaturstufen spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele Quellen sind noch unerschlossen – das wollen wir ändern. Nach Gelsenkirchen und Essen schließen wir nun in Herne das dritte Abwärmeprojekt innerhalb weniger Monate an unser Netz an.“ Schon heute kämen 50 Prozent der Wärme im Iqony-Netz aus klimaneutralen Quellen. „Mit dem Pionierprojekt in Herne machen wir die Fernwärme noch fitter für die Zukunft“, so Matthias Ohl.
Durch den Einsatz der neuen Technologie lassen sich nach Angaben der Projektpartner pro Jahr bis zu 1.750 Tonnen CO2 in der regionalen Wärmeversorgung vermeiden. Das ist eine Addition der Emissionen, die bislang durch den Einsatz fossiler Brennstoffe entstehen.
Die Produktionsanlagen von Evonik in Herne benötigen für ihren Betrieb Kühlwasser, das sich in den Prozessen auf circa 25 bis 30 Grad Celsius erwärmt. Diese Abwärme wird künftig nicht verschenkt. Vielmehr wird sie von der Wärmepumpe genutzt und noch weiter auf das Niveau des Fernwärmenetzes von bis zu 130 Grad gesteigert. Dieser Temperatursprung von mehr als 100 Grad im Megawatt-Maßstab ist technisch anspruchsvoll – und macht die Anlage zu der ersten ihrer Art in Deutschland. Bestehende Fernwärmenetze benötigen hohe Vorlauftemperaturen, die herkömmliche Wärmepumpen nicht liefern können.

Bei der Inbetriebnahme von links Frank Dudda (SPD, OB Herne), Matthias Ohl (CEO Fernwärmegeschäft Iqony), Holger Kreetz (COO Uniper), Heiko Mennerich (Leiter Next Generation Technologies, Evonik), Arne Hauner (Director Innovation, Uniper), Rainer Stahl (Standortleiter Evonik Herne)
Quelle: Evonik Industries / Karsten Bootmann
Quelle: Evonik Industries / Karsten Bootmann
„Evonik und Uniper verdeutlichen, dass nachhaltige Energie, Versorgungssicherheit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können“, stellt Thomas Wessel fest, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik und im Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit.
Sowohl für Evonik als auch für Uniper und Iqony ist Herne ein Pilotprojekt: Basierend auf den hierbei gewonnen Erkenntnissen, prüfen die drei Partner eine Skalierung. In Zukunft ließen sich möglicherweise noch weitere circa 20 MW Abwärme einkoppeln, hieß es.
Matthias Ohl, CEO des Fernwärmegeschäfts von Iqony, strich die künftigen Möglichkeiten in der Region heraus: „Das Ruhrgebiet hat ein riesiges Fernwärme-Potential. Industrielle Abwärme auf verschiedenen Temperaturstufen spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele Quellen sind noch unerschlossen – das wollen wir ändern. Nach Gelsenkirchen und Essen schließen wir nun in Herne das dritte Abwärmeprojekt innerhalb weniger Monate an unser Netz an.“ Schon heute kämen 50 Prozent der Wärme im Iqony-Netz aus klimaneutralen Quellen. „Mit dem Pionierprojekt in Herne machen wir die Fernwärme noch fitter für die Zukunft“, so Matthias Ohl.
Hans-Willy Bein
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 14.04.2026, 16:55 Uhr
Dienstag, 14.04.2026, 16:55 Uhr
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