Neues Prozesswärme-Tool des CDI. Quelle: CDI / Toni Kretschmer
IT:
Web-Tool zur Dekarbonisierung der Prozesswärme gestartet
Ein neues kostenfreies Web-Tool soll Unternehmen dabei helfen, gezielt CO2-Emissionen aus der Prozesswärme einzusparen. Das Angebot richtet sich vor allem an den Mittelstand.
Mit dem webbasierten Instrument „Transformationspfade der Prozesswärme “ stellt das Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) Industrieunternehmen ein digitales Analysewerkzeug zur Verfügung,
teilte das Cluster mit. Unternehmen sollen damit systematisch Optionen zur Reduzierung von CO2-Emissionen aus der Prozesswärme
identifizieren können. Das Angebot richtet sich vor allem kleine und mittelständische Betriebe, die häufig keine eigenen Transformationsabteilungen
haben.
Das Tool basiert auf einer digitalen Checkliste, die Anwender in fünf Stufen durch eine strukturierte Analyse ihrer Prozesswärmeanforderungen führt. Nach Eingabe der relevanten Daten erhalten die Unternehmen konkrete Vorschläge zur Minderung ihrer CO2-Emissionen im Bereich der Prozesswärme.
Strukturierte Analyse individueller Ausgangssituationen
Das Instrument entstand in der CDI-Innovationsgruppe Prozesswärme. Rund 40 Fachleute aus Industrie und Forschung entwickelten eine methodische Vorgehensweise, die unterschiedliche Anwendungsfälle systematisiert. Ziel war es, die Vielfalt technischer Optionen zu ordnen und betriebsspezifische Konstellationen vergleichbar zu machen.
„In der Innovationsgruppe Prozesswärme des CDI haben wir festgestellt, dass wir ausgerechnet beim größten Energieverbraucher, der Prozesswärme, noch zu wenig Transparenz über die Dekarbonisierungsmöglichkeiten haben“, sagt Professor Mario Ragwitz, Leiter der Innovationsgruppe Prozesswärme sowie Leiter des Fraunhofer IEG. „Die Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsfälle macht deutlich, dass es ein Instrument braucht, das die wesentlichen Optionen zur Reduzierung der CO2-Emissionen systematisch bündelt.“
Prozesswärme als zentraler Effizienzhebel
Die Industrie muss ihre Produktionsprozesse bis 2045 klimaneutral ausrichten. Prozesswärme stellt in energieintensiven Branchen den größten Anteil am Endenergieverbrauch dar und bildet damit einen zentralen Hebel der Transformation.
Die Auswahl geeigneter Technologien – von der Elektrifizierung unter Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Nutzung von Abwärme – ist jedoch komplex und erfordert eine Vielzahl betriebsindividueller Entscheidungen, unter anderem zu Investitionen, Fördermöglichkeiten und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Das Tool unterstützt Unternehmen daher bei:
Netzwerkstruktur des CDI
Das im Jahr 2021 gegründete Cluster vereint nach eigenen Angaben mehr als 130 Partner aus Industrie, Energiewirtschaft und Wissenschaft. Zu den beteiligten Unternehmen zählen unter anderem BASF, Cemex und Arcelor Mittal.
Die Koordinierungsstelle des Clusters betreibt das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien. Von der Strukturwandelregion Lausitz aus organisiert das Netzwerk Arbeitsgruppen, bündelt Projektergebnisse und entwickelt Beiträge zur industriellen Transformation.
Das Web-Tool „Transformationspfade der Prozesswärme“ steht kostenfrei auf der CDI-Website zur Verfügung.
Das Tool basiert auf einer digitalen Checkliste, die Anwender in fünf Stufen durch eine strukturierte Analyse ihrer Prozesswärmeanforderungen führt. Nach Eingabe der relevanten Daten erhalten die Unternehmen konkrete Vorschläge zur Minderung ihrer CO2-Emissionen im Bereich der Prozesswärme.
Strukturierte Analyse individueller Ausgangssituationen
Das Instrument entstand in der CDI-Innovationsgruppe Prozesswärme. Rund 40 Fachleute aus Industrie und Forschung entwickelten eine methodische Vorgehensweise, die unterschiedliche Anwendungsfälle systematisiert. Ziel war es, die Vielfalt technischer Optionen zu ordnen und betriebsspezifische Konstellationen vergleichbar zu machen.
„In der Innovationsgruppe Prozesswärme des CDI haben wir festgestellt, dass wir ausgerechnet beim größten Energieverbraucher, der Prozesswärme, noch zu wenig Transparenz über die Dekarbonisierungsmöglichkeiten haben“, sagt Professor Mario Ragwitz, Leiter der Innovationsgruppe Prozesswärme sowie Leiter des Fraunhofer IEG. „Die Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsfälle macht deutlich, dass es ein Instrument braucht, das die wesentlichen Optionen zur Reduzierung der CO2-Emissionen systematisch bündelt.“
Prozesswärme als zentraler Effizienzhebel
Die Industrie muss ihre Produktionsprozesse bis 2045 klimaneutral ausrichten. Prozesswärme stellt in energieintensiven Branchen den größten Anteil am Endenergieverbrauch dar und bildet damit einen zentralen Hebel der Transformation.
Die Auswahl geeigneter Technologien – von der Elektrifizierung unter Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Nutzung von Abwärme – ist jedoch komplex und erfordert eine Vielzahl betriebsindividueller Entscheidungen, unter anderem zu Investitionen, Fördermöglichkeiten und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Das Tool unterstützt Unternehmen daher bei:
- der schrittweisen Transformation von Kälte- und Wärmeströmen – vom Brennstoffwechsel über die Anpassung von Temperaturniveaus im Prozess bis hin zum möglichen Austausch von Anlagen,
- einer interaktiven und intuitiven Nutzung mit individuell zugeschnittenen Handlungsoptionen,
- der strukturierten Übersicht potenzieller Maßnahmen,
- der Bereitstellung vertiefender Informationen sowie relevanter Kontakte.
Netzwerkstruktur des CDI
Das im Jahr 2021 gegründete Cluster vereint nach eigenen Angaben mehr als 130 Partner aus Industrie, Energiewirtschaft und Wissenschaft. Zu den beteiligten Unternehmen zählen unter anderem BASF, Cemex und Arcelor Mittal.
Die Koordinierungsstelle des Clusters betreibt das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien. Von der Strukturwandelregion Lausitz aus organisiert das Netzwerk Arbeitsgruppen, bündelt Projektergebnisse und entwickelt Beiträge zur industriellen Transformation.
Das Web-Tool „Transformationspfade der Prozesswärme“ steht kostenfrei auf der CDI-Website zur Verfügung.
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 20.02.2026, 13:38 Uhr
Freitag, 20.02.2026, 13:38 Uhr
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