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Enerige & Management > Gebäudetechnik - Wärmepumpenkaskade für Mehrfamilienhäuser
Skalierbare Wärmepumpenkaskade des Typs "Energy 2.0". Quelle: Vaillant
GEBÄUDETECHNIK:
Wärmepumpenkaskade für Mehrfamilienhäuser
Eine neuartige, modular aufgebaute Wärmepumpenlösung ersetzt in Dortmund in zwei Gebäuden aus den 1960er-Jahren die gasbasierte Zentralheizung.
 
Wärmewende im Mehrfamilienhausbestand: Der Heizungshersteller Vaillant und der Anlagenbauer Alois Müller haben nach eigenen Angaben in Dortmund eine sechsstufige Wärmepumpenkaskade installiert. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von rund 80 kW versorgt zwei Gebäude aus den 1960er-Jahren mit je zehn Wohneinheiten.

Die Lösung von Vaillant trägt die Bezeichnung „Energy Unit 2.0“. Es handelt sich, wie der Hersteller erklärt, um ein zweiteiliges Konzept aus Hydraulikmodul „mit vollständig integrierter Hydraulik-, Speicher- und Regelungstechnik sowie einem variablen Wärmepumpenmodul“. Zwei bis sechs Wärmepumpen können kombiniert werden, sodass sich bis etwa 80 kW Leistung ergeben. Als Kältemittel dient R290. Die skalierbare Leistungsstruktur soll „eine wirtschaftliche und übertragbare Dimensionierung für unterschiedliche Bestandsgebäude“ ermöglichen.

Die in Dortmund installierte „XL“-Variante nutzt zwei Pufferspeicher mit je 800 Litern Volumen und hat ein elektrisches Zusatzheizgerät. Die erwartete Jahresarbeitszahl liegt laut Unternehmen „bei mindestens 3,5“.

Geringerer Schallleistungspegel als beim Vorgängermodell

„Energy Unit 2.0“ sei im Vergleich zum Vorgängermodell kompakter gebaut und akustisch weiter optimiert, heißt es. Der maximale Schallleistungspegel liege in der Dortmunder Standardausführung bei 64,2 dB(A) im Tagbetrieb. Zusätzlich könne die Lösung mit schalldämpfenden Wetterschutzgittern ausgestattet werden. Dadurch seien deutlich reduzierte Abstände zur Wohnbebauung möglich, heißt es weiter. Eine Holzfassade und Stahlelemente sowie eine optionale Dachbegrünung ermöglichten zudem eine „dezente Integration in die Quartiere“.

Installiert worden ist die Anlage im Zuge eines Renovierungsprojekts der Dortmunder Gesellschaft für Wohnen, „DOGEWO21“. Sie ersetzt eine gasbasierte Zentralheizung. Die CO2-Einsparung beziffert Vaillant auf 20,5 Tonnen pro Jahr. Die Energieeffizienzklasse der beiden Gebäude hat sich von F auf B verbessert.

„Mit der Energy Unit 2.0 verbinden wir industrielle Vorfertigung mit der Systemtechnik von Vaillant für eine durchgängige Lösung aus einer Hand“, wird Markus Schramm, Geschäftsführer von Alois Müller, in einer Mitteilung zitiert. „So entstehen skalierbare Systeme mit klaren Prozessen und hoher Ausführungsqualität“.
 

Manfred Fischer
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 23.02.2026, 13:55 Uhr

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