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Enerige & Management > Wasserstoff - Wacker Chemie sichert sich Kapazitäten im H2-Kernnetz
Quelle: Wacker Chemie AG
WASSERSTOFF:
Wacker Chemie sichert sich Kapazitäten im H2-Kernnetz
Das Chemieunternehmen Wacker hat sich beim Gasnetzbetreiber Bayernets Transportkapazitäten für Wasserstoff vertraglich gesichert.
 
Einen Vertrag über die Reservierung von Transportkapazitäten hat der im bayerischen Burghausen ansässige Chemiekonzern Wacker Chemie AG mit dem Fernleitungsnetzbetreiber Bayernets GmbH aus München abgeschlossen. Damit sichert sich Wacker Zugang zum H2-Cluster Burghausen und der Pipeline „HyPipe one“ 

Mit Hypipe One will Bayernets einen Teil der Wasserstoffinfrastruktur im bayerischen Chemiedreieck aufbauen. Die rund 15 Kilometer lange Leitung soll potenzielle Wasserstoffquellen in Gendorf mit industriellen Abnehmern in Burghausen verbinden. Das Projekt gehört zum genehmigten deutschen Wasserstoff-Kernnetz. Zugleich ist das Wasserstoff-Cluster Bestandteil des europäischen Project of Common Interest (PCI) „HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub“.

Aufgrund der Lage Burghausens nahe der österreichischen Grenze soll über die Infrastruktur perspektivisch auch der Zugang zu internationalen Wasserstoffquellen und Importkorridoren möglich werden. Eine Rolle spielt dabei der geplante „SoutH2 Corridor“. Über diesen Korridor soll Wasserstoff aus Nordafrika über Italien und Österreich nach Bayern und von dort weiter in das deutsche Wasserstoff-Kernnetz transportiert werden.

Wacker nutzt Wasserstoff bereits heute als Rohstoff, unter anderem zur Herstellung von Polysilicium und pyrogener Kieselsäure. Künftig will das Unternehmen auch grünen Wasserstoff stärker in seinen Produktionsprozessen einsetzen. Der Konzern bereitet deshalb seine Standorte auf dessen Nutzung vor. Nach Angaben von Wacker ist dafür neben ausreichenden Mengen und wettbewerbsfähigen Preisen insbesondere eine entsprechende Transportinfrastruktur erforderlich.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) begrüßte die Kapazitätsreservierung. Wacker sei nach der Bayernoil Raffineriegesellschaft ein weiteres Industrieunternehmen, das sich Transportkapazitäten für Wasserstoff gesichert hat. „Wasserstoff kommt immer mehr in die Praxis. Nach Bayernoil reserviert mit Wacker ein weiteres großes bayerisches Industrieunternehmen Transportkapazitäten. Das zeigt: Unsere Industrie braucht Wasserstoff und stellt sich auf die künftige Versorgung ein“, sagte Aiwanger. (sag)
 

Stefan Sagmeister
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