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Enerige & Management > Gas - Verdreifachung der Gasrechnung für Haushalte droht
Quelle: Fotolia / WoGi
GAS:
Verdreifachung der Gasrechnung für Haushalte droht
Die monatlichen Abschlagszahlungen für Verbraucher von Erdgas werden sich nach Einschätzung der Bundesnetzagentur im kommenden Jahr mindestens verdreifachen.
 
(dpa) − In Mecklenburg-Vorpommern sind fast die Hälfte aller Wohnungen betroffen. Im Nordosten werden rund 46 % der Wohnungen mit Gas beheizt, wie aus Erhebungen des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern hervorgeht. Die Daten stammen aus dem letzten Mikrozensus im Jahr 2018.

Damit ist Gas mit Abstand der Hauptenergieträger beim Heizen in Mecklenburg-Vorpommern. Am höchsten war 2018 der Anteil der Gasheizungen in den Wohnungen im Landkreis Vorpommern-Rügen mit rund 61 %, gefolgt von den Landkreisen Rostock und Ludwigslust-Parchim mit jeweils rund 55 %. Die wenigsten Gasheizungen gab es demnach in Schwerin mit einem Anteil von 13 %.

Den Daten zufolge wurden in MV rund 34 % aller Wohnungen mit Fernwärme beheizt und rund 12 % mit Öl. Weitere rund 3% wurden mit Strom warm, etwa ebenso viele mit Holz und rund 1 Prozent mit Kohle-Briketts. Rund 1,5 % der Wohnungen wurden mit Erd- und anderer Umweltwärme oder Abluftwärme geheizt.

"Bei denen, die jetzt ihre Heizkostenabrechnung bekommen, verdoppeln sich die Abschläge bereits − und da sind die Folgen des Ukraine-Krieges noch gar nicht berücksichtigt", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. Ab 2023 müssten sich Gaskunden auf eine Verdreifachung der Abschläge einstellen, mindestens.

An den Börsen hätten sich die Preise zum Teil versiebenfacht. "Das kommt nicht alles sofort und nicht in vollem Umfang bei den Verbrauchern an, aber irgendwann muss es bezahlt werden. Und deshalb ist es ja auch so sinnvoll, jetzt stärker zu sparen", führte Müller weiter aus.
 

dpa
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Donnerstag, 14.07.2022, 14:49 Uhr

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