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Enerige & Management > Wasserstoff - Verbände untermauern die Bedeutung des Wärmemarkts
Quelle: E&M / Stefan Sagmeister
WASSERSTOFF:
Verbände untermauern die Bedeutung des Wärmemarkts
Das Potenzial des Wasserstoffs für die Dekarbonisierung des Wärmemarktes unterstreichen die nordrhein-westfälischen Landesgruppen der Verbände VKU, BDEW und DVGW. 
 
Im gemeinsamen Arbeitskreis "Wasserstoff in NRW" prüfen die Landesgruppen Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) den Einsatz von Wasserstoff in der Gebäude- und Wärmeversorgung.

Die Verbände sehen den Wärmesektor als wichtigen Impulsgeber für die Wasserstoffwirtschaft. Als gesicherter Abnehmer des Wasserstoffs könnte er den angestrebten Markthochlauf beschleunigen. Diese Tatsache sehen die Verbände jedoch nicht ausreichend in der nationalen und der europäischen Wasserstoffstrategie gewürdigt. Vor diesem Hintergrund fordern sie, die Lücke im Rahmen der Wasserstoff-Roadmap NRW zu schließen. In ihrem Positionspapier "Wasserstoff als tragende Säule der Wärmewende" wollen sie von der nordrhein-westfälischen Landesregierung folgende Punkte umgesetzt sehen:
  • sektorübergreifende Definition von erneuerbarem Wasserstoff
  • einheitlicher Regulierungsrahmen durch einen erweiterten Gasbegriff im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
  • beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energieanlagen
  • Einsatz von blauem Wasserstoff in der Übergangszeit
  • regulatorische Anerkennung von H2-Readiness.
Laut der Verbände nehmen die energiebedingten CO2-Emissionen des Wärmemarktes rund 40 % am gesamten CO2-Ausstoß in Deutschland ein. Der Wärmesektor (Gebäude- und Industriebereich) mache über die Hälfte des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs aus. Hinzu komme, dass nicht nur 12,8 Mio. Haushaltskunden, sondern auch über 1,7 Mio. mittelständische Industrie- und Gewerbekunden an die Gasverteilnetze angeschlossen seien.

Durch den Einsatz von Wasserstoff auf Basis der bestehenden Verteilnetze ließe sich eine klimaneutrale und sozialverträgliche Wärmewende vor Ort umsetzen. Insbesondere in Bestandsgebäuden mit Gasanschluss sei dies von Vorteil, in denen andere Systeme hohe Sanierungs- und Umstellungskosten nach sich ziehen würden.
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Donnerstag, 20.01.2022, 08:30 Uhr

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